Programm: Interreg Zentraleuropa Programm 2021-27

Programm
Interreg Zentraleuropa Programm 2021-27
Akronym Interreg CE
Art des Fonds Indirekte Mittelverwaltung
Beschreibung zu Programm
"Interreg Zentraleuropa Programm 2021-27 "

Interreg CENTRAL EUROPE stellt sich ein geeintes Mitteleuropa vor, das zusammenarbeitet - um gemeinsam intelligenter, grüner und besser vernetzt zu werden. Auf der Grundlage gemeinsamer Bedürfnisse und einer gemeinsamen Identität in einem Gebiet, das lange durch den "Eisernen Vorhang" geteilt war, zielt das Programm auf eine vertrauensvolle Kultur der Zusammenarbeit über Verwaltungsgrenzen hinweg ab.

Ziel des Programms ist es, Regionen und Städte über die Grenzen hinweg zusammenzubringen, um für ihre Bürgerinnen und Bürger passende Lösungen zu finden - und zwar überall auf faire und gleiche Weise. Es fördert und unterstützt die transnationale Zusammenarbeit, um Regionen widerstandsfähiger gegenüber gemeinsamen Herausforderungen zu machen, die keine Grenzen kennen und die nicht allein gelöst werden können. Zu diesen Herausforderungen gehören u.a. wirtschaftliche Übergangsprozesse, der Klimawandel und die langfristigen sozioökonomischen Folgen der Covid-19-Pandemie.

Die Programmschwerpunkte und spezifischen Ziele bilden das Rückgrat der Interreg CENTRAL EUROPE Förderstrategie 2021-27. Im Einklang mit den thematischen Bereichen sollen die transnationalen Kooperationsmaßnahmen die Entwicklung und Umsetzung von Strategien, Aktionsplänen, Instrumenten, Schulungen, Pilotaktionen und damit verbundenen Lösungen betreffen. Alle Maßnahmen müssen den horizontalen Grundsätzen der nachhaltigen Entwicklung, einschließlich des Umweltschutzes, sowie der Chancengleichheit, der Nichtdiskriminierung und der Gleichstellung der Geschlechter entsprechen.

Priorität 1:  Zusammenarbeit für ein intelligenteres Mitteleuropa

SO 1.1 Stärkung der Innovationskapazitäten in Mitteleuropa
Starke Innovationskapazitäten sind für Mitteleuropa angesichts seiner starken industriellen Basis und der Bedeutung von Sektoren wie der Land- und Ernährungswirtschaft oder dem Tourismus von großer Bedeutung. Innovation ist auch von zentraler Bedeutung für die Stärkung der wirtschaftlichen Widerstandsfähigkeit Mitteleuropas. Innovationskapazitäten müssen vor allem in Regionen gefördert werden, die mit dem Übergang zu einer stärker globalisierten, digitalisierten und grünen Wirtschaft zu kämpfen haben. Der Wissens- und Technologietransfer, insbesondere für KMU, ist ein entscheidender Bedarf.

SO 1.2  Stärkung der Kompetenzen für intelligente Spezialisierung, industriellen Wandel und Unternehmertum in Mitteleuropa
Die starke industrielle Basis Mitteleuropas und ihre Abhängigkeit von angemessenen Qualifikationen unterstreicht die strategische Bedeutung dieses Einzelziels. KMU wurden als Hauptbeschäftigungsanbieter in Mitteleuropa identifiziert, und es ist wichtig, die lokal verfügbaren menschlichen Fähigkeiten zu fördern, insbesondere für den Übergang zu Industrie 4.0, Digitalisierung und einer grünen Wirtschaft. Die Kapazitäten für einen effizienten unternehmerischen Entdeckungsprozess müssen ebenso verbessert werden wie für die Ausarbeitung oder Aktualisierung intelligenter Spezialisierungsstrategien. Die ortsbezogene Entwicklung von Kompetenzen ist auch für die Verringerung des Gefälles zwischen Stadt und Land von entscheidender Bedeutung. Insgesamt ist ein gerechter und sozial verantwortlicher Übergangsprozess erforderlich.

Priorität 2:  Zusammenarbeit für ein grüneres Mitteleuropa

SO 2.1  Unterstützung der Energiewende zu einem klimaneutralen Mitteleuropa
Mitteleuropa muss seine Leistungen sowohl bei der Energieeffizienz als auch bei der Erzeugung und Nutzung erneuerbarer Energien beschleunigen, um die EU-Ziele und die Klimaziele des Europäischen Green Deal zu erreichen. Erhebliche regionale Unterschiede zwischen den mitteleuropäischen Regionen müssen beseitigt werden. Energieeffizienz und erneuerbare Energien müssen gefördert und genutzt werden, um eine breitere geografische Abdeckung zu erreichen.

SO 2.2. Erhöhung der Widerstandsfähigkeit gegenüber den Risiken des Klimawandels in Mitteleuropa
Die Widerstandsfähigkeit gegenüber den Risiken des Klimawandels stellt für Mitteleuropa ein wichtiges Erfordernis dar, insbesondere angesichts der erheblichen ökologischen und sozioökonomischen Auswirkungen. Ein spezifischer territorialer Aspekt ist der Bedarf an integrierten und sektorübergreifenden Ansätzen zur bestmöglichen Anpassung an den Klimawandel. Um die Widerstandsfähigkeit gegen den Klimawandel zu erhöhen, müssen allgemeine Ansätze lokal angepasst werden, um praktikable und handhabbare, integrierte Lösungen zu entwickeln, die in ganz Mitteleuropa verbreitet werden können.

SO 2.3. Die Kreislaufwirtschaft in Mitteleuropa vorantreiben
Eine klimaneutrale, ressourceneffiziente und wettbewerbsfähige Wirtschaft erfordert hochskalierte zirkuläre Ansätze. Bei dieser wirtschaftlichen Transformation ist zu berücksichtigen, dass eine Kreislaufwirtschaft häufig eine Neuordnung von Wertschöpfungsketten, die Veränderung von Interdependenzen und die Schaffung neuer Gewinnoptionen erfordert. Wichtig ist, dass dieser sozioökonomische Wandel in ganz Mitteleuropa stattfindet und sich nicht nur auf wenige Regionen konzentriert.

SO 2.4. Sicherung der Umwelt in Mitteleuropa
Die wirtschaftliche und ökologische Bedeutung der Naturgüter und Landschaften in Mitteleuropa erfordert eine koordinierte Inwertsetzung und den Schutz der biologischen Vielfalt und der Ökosysteme. Es besteht die dringende Notwendigkeit, den negativen Auswirkungen menschlichen Handelns durch integrierte Umweltmanagementkonzepte entgegenzuwirken.

SO 2.5. Ökologisierung der urbanen Mobilität in Mitteleuropa
Die Reduzierung von Verkehrsemissionen ist eines der Hauptziele des Europäischen Green Deals. Eine intelligente und umweltfreundlichere urbane Mobilität erfordert eine integrierte Antwort. Viele funktionale städtische Gebiete in Mitteleuropa stehen bei der Ökologisierung ihrer Mobilität vor ähnlichen Herausforderungen. Der besondere territoriale Bedarf liegt in der großen Vielfalt der Themen (z. B. Umweltverschmutzung und Verkehrsstaus), die in einem integrierten Ansatz angegangen werden müssen. Darüber hinaus umfasst das Thema nicht nur verschiedene Mobilitätsarten, sondern auch die städtische sowie die Stadt-Land-Logistik.

Priorität 3:  Zusammenarbeit für ein besser vernetztes Europa

SO 3.1. Verbesserung der Verkehrsanbindung von ländlichen und peripheren Regionen in Mitteleuropa
Das Programmgebiet ist ein wichtiger Knotenpunkt in Europa. Dies kann die Teilnahme am Handel strategisch erleichtern und die Wettbewerbsfähigkeit erhöhen. Die Anbindung an größere Verkehrskorridore ist jedoch vergleichsweise schwach. Es besteht die Notwendigkeit, insbesondere periphere Regionen an die Knotenpunkte der TEN-T-Kernnetzkorridore (CNC) anzubinden, Engpässe zu beseitigen und fehlende Verkehrsverbindungen zu überbrücken, um eine gute Erreichbarkeit in ganz Mitteleuropa zu gewährleisten. Außerdem müssen die Verkehrsemissionen bis 2050 um 90 % gesenkt werden, was intelligente und nachhaltige Konzepte für die grenzüberschreitende Mobilität, die Intermodalität und die Einführung IT-gestützter Lösungen für das Mobilitätsmanagement erfordert.

Priorität 4:  Verbesserung der Governance für die Zusammenarbeit in Mitteleuropa

SO 4.1  Stärkung  der Governance  für  integrierte  territoriale  Entwicklung  in Mitteleuropa
Mitteleuropa ist sowohl in territorialer als auch in sozioökonomischer Hinsicht sehr heterogen. Eine Vielzahl von Herausforderungen und Hindernissen behindert die wirtschaftliche, soziale und territoriale Entwicklung in Mitteleuropa, die nicht unbedingt an bestimmte Verwaltungseinheiten gebunden sind. Sie beziehen sich vielmehr auf Gebiete mit funktionalen Verbindungen, die durch wirtschaftliche, soziale und ökologische Verflechtungen gekennzeichnet sind. Die Bewältigung dieser territorialen Entwicklungsherausforderungen erfordert integrierte Multi-Level- und Multi-Sektor-Governance-Prozesse, die funktionale Verknüpfungen auf territorialer Ebene berücksichtigen. Es ist notwendig, die Kapazitäten der Behörden auf allen territorialen Ebenen zu verbessern, um integrierte territoriale Entwicklungsstrategien auszuarbeiten und umzusetzen. Die Zusammenarbeit sollte innerhalb und zwischen Gebieten, die funktionale Verbindungen haben, gefördert werden.

Themen Kreislaufwirtschaft, Nachhaltigkeit, Natürliche Ressourcen, Klima, Klimawandel, Umwelt & Biodiversität, Wettbewerbsfähigkeit, KMU, Tourismus, Kunst & Kultur, Kulturerbe, Geschichte, Medien, Regionalentwicklung & Regionalplanung, Beschäftigung & Arbeitsmarkt , Clustering, Entwicklungszusammenarbeit, wirtschaftliche Zusammenarbeit, Digitalisierung, IKT, Telekommunikation, Forschung & Innovation, Technologietransfer & -austausch, Kapazitätenaufbau, Kooperationsnetzwerke, Institutionelle Kooperation, Gesundheit, Soziale Angelegenheiten, Sport, Energieeffizienz & Erneuerbare Engerie, Grüne Technologien & Green Deal, Verwaltung & Governance, Katastrophenschutz, Resilienz, Risikomanagement, Integration in die Gesellschaft, Europäische Bürgerschaft, Shared Services, Gleichberechtigung, Menschenrechte, Menschen mit Behinderung, Soziale Inklusion, Mobilität & Verkehr, Stadtentwicklung, Ländliche Entwicklung
Fördergebiet Deutschland Baden-Württemberg
Deutschland Bayern
Deutschland Berlin
Deutschland Brandenburg
Deutschland Mecklenburg-Vorpommern
Deutschland Sachsen
Deutschland Sachsen-Anhalt
Deutschland Thüringen
Deutschland Niedersachsen Braunschweig
Italien Nord-Ovest
Italien Nord-Est
Kroatien
Österreich
Polen
Slowakei
Slowenien
Tschechische Republik
Ungarn
Herkunftsgebiet Antragsteller Deutschland Baden-Württemberg
Deutschland Bayern
Deutschland Berlin
Deutschland Brandenburg
Deutschland Mecklenburg-Vorpommern
Deutschland Sachsen
Deutschland Sachsen-Anhalt
Deutschland Thüringen
Deutschland Niedersachsen Braunschweig
Italien Nord-Ovest
Italien Nord-Est
Kroatien
Österreich
Polen
Slowakei
Slowenien
Tschechische Republik
Ungarn
Projektpartner Ja
Projektpartner Details
  • mindestens drei Finanzierungspartner
  • aus mindestens drei Ländern
  • mindestens zwei der Finanzierungspartner sind in Interreg-CE-Regionen ansässig
Förderfähige Antragsteller Aus- und Weiterbildungseinrichtung, Bundesland / Region / Stadt / Gemeinde / Gebietskörperschaft, Forschungseinrichtung, Interessensvertretung / Berufsverband / Gewerkschaft, Internationale Organisation, Kleine und mittlere Unternehmen, KMU (10 bis 249 Beschäftigte), Kleinstunternehmen (unter 10 Beschäftigte), NGO / NPO, Staatsregierung, Start-Up Unternehmen, Universität/(Fach)Hochschule, Verein, Öffentliche Einrichtung, Sonstiges, Unternehmen (mehr als 250 Beschäftigte bzw. undefiniert)
Antragsteller Details

Folgende Organisationen sind im Rahmen des Interreg CE Programms förderfähig:

  • Nationale, regionale und lokale öffentliche Einrichtungen (einschließlich gleichwertiger öffentlicher Einrichtungen);
  • Private Einrichtungen, einschließlich privater Unternehmen, mit Rechtspersönlichkeit;
  • Internationale Organisationen, die nach dem innerstaatlichen Recht eines EU-Mitgliedstaates oder (mit Einschränkungen) nach internationalem Recht (siehe unten) handeln.

Internationale Organisationen, die nach internationalem Recht handeln, werden nur dann als förderfähige Partner betrachtet, wenn die
folgenden zwei Bedingungen erfüllt sind:

  • Beteiligung an dem Projekt durch einen operativen Sitz in einer der CE-Regionen; und
  • Ausdrückliche Anerkennung aller Anforderungen, die sich aus dem EU-Vertrag und den im Rahmen des Interreg CE-Programms geltenden Vorschriften ergeben.

Ein Projektvorschlag mit internationalen Organisationen, die im Rahmen der Partnerschaft völkerrechtlich tätig sind, muss eine von diesen Institutionen unterzeichnete Ad-hoc-Erklärung enthalten. Aus Gründen der Rechtssicherheit können vor der Bewilligung der Mittel zusätzliche Rechtsauskünfte oder die Unterzeichnung direkter bilateraler Vereinbarungen zwischen der MV und diesen Institutionen verlangt werden.

Grundsätzlich unterstützt das Interreg CE Programm die Zusammenarbeit zwischen Partnern, die im Programmgebiet ansässig sind. Auch Organisationen von außerhalb des Programmgebiets können sich an Projekten beteiligen - allerdings nur in Ausnahmefällen.

Der Europäische Verbund für territoriale Zusammenarbeit (EVTZ) ist als alleiniger Begünstigter förderfähig, sofern die oben genannten Mindestanforderungen erfüllt sind. Um als alleiniger Begünstigter in Frage zu kommen, muss ein EVTZ jedoch in einem der Interreg-CE-Mitgliedstaaten ansässig sein. Der geografische Sitz eines EVTZ gilt als das Land, in dem er registriert ist, und seine Kosten werden gemäß dem in diesem Mitgliedstaat eingerichteten Kontrollsystem überprüft.

Die Größe der Partnerschaft sollte dem Umfang des Projekts entsprechen und überschaubar bleiben. Daher sollten sehr große Partnerschaften vermieden werden. Weitere Informationen über die empfohlene Größe von Partnerschaften finden Sie in den Aufgabenbeschreibungen der einzelnen Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen, die auf der Website des Programms verfügbar sind.

Art der Finanzierung Finanzhilfen
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