Programm: LIFE - Teilprogramm "Natur und Artenvielfalt"

Programm
LIFE - Teilprogramm "Natur und Artenvielfalt"
Akronym LIFE-NAT
Beschreibung zu Programm
"LIFE - Teilprogramm "Natur und Artenvielfalt""

Das Teilprogramm "Natur und biologische Vielfalt" hat zum Ziel:

  • Entwicklung, Demonstration, Förderung und Stimulierung der Verbreitung innovativer Techniken, Methoden und Ansätze (einschließlich naturbasierter Lösungen und ökosystemarer Ansätze) zur Erreichung der Ziele, die im Rahmen der Rechtsvorschriften und der Politik der Union in Bezug auf Natur und biologische Vielfalt festgelegt sind, und Beitrag zur Wissensbasis und zur Anwendung bewährter Verfahren, auch durch die Unterstützung des Natura-2000-Netzes;
  • Unterstützung der Entwicklung, Durchführung, Überwachung und Durchsetzung der einschlägigen Rechtsvorschriften und der Politik der Union in Bezug auf Natur und biologische Vielfalt, auch durch die Verbesserung der Governance auf allen Ebenen, insbesondere durch die Stärkung der Kapazitäten öffentlicher und privater Akteure und die Einbeziehung der Zivilgesellschaft, wobei auch die möglichen Beiträge der Bürgerwissenschaft gebührend zu berücksichtigen sind;
  • Katalysierung der großmaßstäblichen Einführung erfolgreicher Lösungen/Ansätze für die Umsetzung der einschlägigen Rechtsvorschriften und der Politik der Union in Bezug auf Natur und biologische Vielfalt durch die Wiederholung von Ergebnissen, die Einbeziehung verwandter Ziele in andere Politikbereiche und in die Praktiken des öffentlichen und privaten Sektors, die Mobilisierung von Investitionen und die Verbesserung des Zugangs zu Finanzmitteln.

LIFE ist seit 1992 ein wichtiges Instrument zur Unterstützung der Umsetzung der Vogelschutz- und der FFH-Richtlinie und war maßgeblich und in einigen Fällen entscheidend für die Errichtung des Natura 2000-Netzwerks.

Der Fitness-Check der Naturschutzrichtlinien, der Aktionsplan für Natur, Mensch und Wirtschaft sowie die EU-Biodiversitätsstrategie für 20309 unterstreichen die Notwendigkeit, die Mittel für Natur und biologische Vielfalt zu erhöhen.

Das Teilprogramm Natur und biologische Vielfalt wird einen Beitrag zu den Zielen der Europäischen Union für den Schutz, die Erhaltung und die Wiederherstellung des Naturkapitals in den Meeres-, Süßwasser- und Landökosystemen der Union leisten, wie sie im Übereinkommen über die biologische Vielfalt, der Berner Konvention, festgelegt sind. Insbesondere wird es zur Erreichung der Ziele der EU-Biodiversitätsstrategie für 2030, der EU-Vogelschutz- und der Habitat-Richtlinie, der Verordnung über invasive gebietsfremde Arten sowie der relevanten Ziele der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie, der Wasserrahmenrichtlinie und der europäischen Strategie für Regionen in äußerster Randlage beitragen.

Das Teilprogramm für Natur und biologische Vielfalt wird hauptsächlich durch die folgenden Arten von Maßnahmen umgesetzt:

  1. eine Fortsetzung des traditionellen Bottom-up-Ansatzes, der darauf abzielt, praktische und wirksame Maßnahmen zur Verbesserung des Erhaltungszustands von Arten und Lebensräumen, der Gesundheit von Ökosystemen und der damit verbundenen Dienstleistungen durch die Kofinanzierung von Standardaktionsprojekten (SAPs) umzusetzen. Alle SAPs sollten so konzipiert sein, dass sie als direktes Ergebnis ihrer Umsetzung greifbare Verbesserungen für Arten, Lebensräume und Ökosysteme und damit zusammenhängende Leistungen erzielen, die auf der Grundlage spezifischer und messbarer (SMART) Ziele zu definieren sind. Der allgemeine Schwerpunkt der SAPs liegt auf Folgendem: (1) flächenbezogene Erhaltungs- und Wiederherstellungsmaßnahmen ("Raum für Natur") und (2) zusätzliche spezifische Maßnahmen für Arten und Ökosysteme/Habitate mit anderen als flächenbezogenen Maßnahmen ("Schutz/Sicherung unserer Arten und Habitate");
  2. eine Fortsetzung des integrierten Ansatzes zur Unterstützung der vollständigen Umsetzung nationaler oder regionaler Prioritized Action Frameworks (PAFs) und anderer biodiversitätspolitischer Planungsinstrumente der EU durch strategische Naturprojekte (SNAPs). SNAPs umfassen den Aufbau von Kapazitäten und Mainstreaming-Maßnahmen, auch durch die Mobilisierung anderer Finanzierungsquellen für Natur und Biodiversität. SNAPs können auch spezifische Erhaltungsmaßnahmen beinhalten, insbesondere wenn diese nicht durch die Mobilisierung zusätzlicher Finanzmittel aus anderen EU-Förderprogrammen unterstützt werden können;
  3. ein strukturierter Ansatz zur Unterstützung der Umsetzung spezifischer politischer Prioritäten durch spezielle Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen im Rahmen von "Sonstigen Maßnahmen" (OAs);
  4. Projekte der technischen Hilfe (TA).

Die oben genannten Arten von Maßnahmen können umfassen:

  • Maßnahmen zur Förderung und Unterstützung der flächenbezogenen Erhaltung und Wiederherstellung ("Raum für Natur");
  • zusätzliche spezifische Maßnahmen, die auf Arten abzielen ("Schutz unserer Arten");
  • Governance zur Erleichterung von Verhaltensänderungen und/oder Änderungen der Praktiken, der Boden-, Land- und Wasserbewirtschaftung, auch in Meeresgebieten, sowie des Schutzes natürlicher Ressourcen, u. a. durch Unterstützung der Umsetzung der Europäischen Strategie zur Erhaltung der biologischen Vielfalt bis 203020 und der bevorstehenden Europäischen Forststrategie, um die Ziele der biologischen Vielfalt in den einschlägigen Sektoren durchgängig zu berücksichtigen, die Kapazitäten auf allen Ebenen aufzubauen und die Wissensgrundlage über Natur und biologische Vielfalt zu verbessern, u. a. für Monitoring, Rechnungslegung und Berichterstattung, Bewertung und Ex-post-Evaluierung;
  • Sicherstellung der Einhaltung von Umweltauflagen und Zugang zu Gerichten.

Die oben genannten Maßnahmen zielen unter anderem auf die Umsetzung der EU-Habitat- und Vogelschutzrichtlinie und der Verordnung über invasive gebietsfremde Arten, die Umkehrung des Rückgangs von Bestäubern, die Wiederherstellung von degradierten und kohlenstoffreichen Ökosystemen und die Verbesserung der Gesundheit und Widerstandsfähigkeit von Wäldern.

Themen Clustering, Entwicklungszusammenarbeit, wirtschaftliche Zusammenarbeit, Grüne Technologien & Green Deal, Kapazitätenaufbau, Kooperationsnetzwerke, Institutionelle Kooperation, Klima, Klimawandel, Umwelt & Biodiversität, Kreislaufwirtschaft, Nachhaltigkeit, Natürliche Ressourcen, Verwaltung & Governance
Fördergebiet EU Mitgliedstaaten
EWR Staaten
Kandidatenländer
Potenzielle Kandidatenländer
Staaten der EU Nachbarschaftspolitik
Herkunftsgebiet Antragsteller EU Mitgliedstaaten
EWR Staaten
Kandidatenländer
Potenzielle Kandidatenländer
Staaten der EU Nachbarschaftspolitik
Projektpartner Nein
Förderfähige Antragsteller Aus- und Weiterbildungseinrichtung, Bundesland / Region / Stadt / Gemeinde / Gebietskörperschaft, Forschungseinrichtung, Interessensvertretung / Berufsverband / Gewerkschaft, Internationale Organisation, Kleine und mittlere Unternehmen, KMU (10 bis 249 Beschäftigte), Kleinstunternehmen (unter 10 Beschäftigte), Öffentliche Einrichtung, NGO / NPO, Sonstiges, Staatsregierung, Start-Up Unternehmen, Universität/(Fach)Hochschule, Unternehmen (mehr als 250 Beschäftigte bzw. undefiniert), Verein
Antragsteller Details

Folgende Drittländer können am LIFE-Programm teilnehmen:

  1. Mitglieder der Europäischen Freihandelsassoziation, die dem Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) angehören, nach Maßgabe des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum;
  2. beitretende Staaten, Bewerberländer und mögliche Bewerberländer, nach Maßgabe der in den jeweiligen Rahmenabkommen und Beschlüssen des Assoziationsrats oder in ähnlichen Übereinkünften festgelegten allgemeinen Grundsätze und Bedingungen für die Teilnahme dieser Länder an Programmen der Union und nach Maßgabe der spezifischen Bedingungen aus den Abkommen zwischen der Union und diesen Ländern;
  3. Länder der Europäischen Nachbarschaftspolitik nach Maßgabe der in den jeweiligen Rahmenabkommen und Beschlüssen des Assoziationsrats oder in ähnlichen Übereinkünften festgelegten allgemeinen Grundsätze und Bedingungen für die Teilnahme dieser Länder an Programmen der Union und nach Maßgabe der spezifischen Bedingungen aus den Abkommen zwischen der Union und diesen Ländern;
  4. andere Drittländer nach Maßgabe der in einer spezifischen Vereinbarung festgelegten Bedingungen für die Teilnahme des betreffenden Drittlandes an Unionsprogrammen, sofern diese Vereinbarung
  • gewährleistet, dass die Beiträge des an Unionsprogrammen teilnehmenden Drittlands in einem ausgewogenen Verhältnis zum Nutzen für das Land stehen;
  • die Bedingungen für die Teilnahme an den Programmen, einschließlich der Berechnung der finanziellen Beiträge zu einzelnen Programmen, und ihre Verwaltungskosten festlegt;
  • dem Drittland keine Entscheidungsbefugnis in Bezug auf das Unionsprogramm einräumt;
  • die Rechte der Union, eine wirtschaftliche Haushaltsführung sicherzustellen und ihre finanziellen Interessen zu schützen, garantiert.
Art der Finanzierung Finanzhilfen

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