Programm: LIFE - Programm für die Umwelt- und Klimapolitik

Programm
LIFE - Programm für die Umwelt- und Klimapolitik
Akronym LIFE
Beschreibung zu Programm
"LIFE - Programm für die Umwelt- und Klimapolitik "

Das allgemeine Ziel des LIFE-Programms besteht darin, einen Beitrag zum Übergang zu einer nachhaltigen, kreislauforientierten, energieeffizienten, auf erneuerbare Energie gestützten, klimaneutralen und klimaresistenten Wirtschaft zu leisten, die Qualität der Umwelt, einschließlich Luft, Wasser und Boden, zu schützen, wiederherzustellen und zu verbessern sowie den Verlust der biologischen Vielfalt einzudämmen und umzukehren und der Degradation von Ökosystemen zu begegnen — auch durch Unterstützung der Einrichtung und Verwaltung des Natura-2000-Netzes — und damit zu einer nachhaltigen Entwicklung beizutragen. Mit dem LIFE-Programm wird zudem die Umsetzung von allgemeinen Aktionsprogrammen, die gemäß Artikel 192 Absatz 3 AEUV beschlossen werden, unterstützt.

Die spezifischen Ziele des LIFE-Programms sind:

  1. die Entwicklung, Demonstration und Förderung innovativer Technologien, Methoden und Ansätze für die Verwirklichung der Ziele der Rechtsvorschriften und politischen Strategien der Union zum Schutz der Umwelt, einschließlich der Natur und der biologischen Vielfalt, und zum Klimaschutz, einschließlich des Übergangs zu erneuerbarer Energie und mehr Energieeffizienz, sowie die Mitwirkung an der Wissensbasis und an der Anwendung bewährter Verfahren, vor allem für den Schutz der Natur und der biologischen Vielfalt, unter anderem durch Unterstützung des Natura-2000-Netzes;
  2. die Förderung der Entwicklung, Durchführung, Überwachung und Durchsetzung der relevanten Rechtsvorschriften und politischen Strategien der Union zum Schutz der Umwelt, einschließlich der Natur und der biologischen Vielfalt, sowie zum Klimaschutz und zum Übergang zu erneuerbarer Energie bzw. mehr Energieeffizienz, unter anderem durch Verbesserung der Politikgestaltung auf allen Ebenen, insbesondere durch den Ausbau der Kapazitäten öffentlicher und privater Akteure und die Einbeziehung der Zivilgesellschaft;
  3. das Fungieren als Katalysator für die großmaßstäbliche Anwendung erfolgreicher technischer und politikbezogener Lösungen für die Durchführung der relevanten Rechtsvorschriften und politischen Strategien der Union zum Schutz der Umwelt, einschließlich der Natur und der biologischen Vielfalt, sowie zum Klimaschutz und zum Übergang zu erneuerbarer Energie bzw. mehr Energieeffizienz durch die Replikation von Ergebnissen, die Einbeziehung damit zusammenhängender Ziele in andere Politikbereiche und in die Verfahrensweisen des öffentlichen und privaten Sektors, die Mobilisierung von Investitionen und die Verbesserung des Zugangs zu Finanzmitteln.

Das LIFE-Programm ist wie folgt gegliedert:

  1. Der Bereich „Umwelt“ umfasst
  • das Teilprogramm „Naturschutz und Biodiversität“;
  • das Teilprogramm „Kreislaufwirtschaft und Lebensqualität“;
  1. der Bereich „Klimapolitik“ umfasst
  • das Teilprogramm „Klimaschutz und Klimaanpassung“;
  • das Teilprogramm „Energiewende".
Themen Clustering, Entwicklungszusammenarbeit, wirtschaftliche Zusammenarbeit, Energieeffizienz & Erneuerbare Engerie, Grüne Technologien & Green Deal, Kapazitätenaufbau, Kooperationsnetzwerke, Institutionelle Kooperation, Katastrophenschutz, Resilienz, Risikomanagement, Klima, Klimawandel, Umwelt & Biodiversität, Kreislaufwirtschaft, Nachhaltigkeit, Natürliche Ressourcen, Verwaltung & Governance
Fördergebiet EU Mitgliedstaaten
EWR Staaten
Kandidatenländer
Potenzielle Kandidatenländer
Staaten der EU Nachbarschaftspolitik
Herkunftsgebiet Antragsteller EU Mitgliedstaaten
EWR Staaten
Kandidatenländer
Potenzielle Kandidatenländer
Staaten der EU Nachbarschaftspolitik
Projektpartner Nein
Förderfähige Antragsteller Aus- und Weiterbildungseinrichtung, Bundesland / Region / Stadt / Gemeinde / Gebietskörperschaft, Forschungseinrichtung, Interessensvertretung / Berufsverband / Gewerkschaft, Internationale Organisation, Kleine und mittlere Unternehmen, KMU (10 bis 249 Beschäftigte), Kleinstunternehmen (unter 10 Beschäftigte), Öffentliche Einrichtung, NGO / NPO, Sonstiges, Staatsregierung, Start-Up Unternehmen, Universität/(Fach)Hochschule, Unternehmen (mehr als 250 Beschäftigte bzw. undefiniert), Verein
Antragsteller Details

Folgende Drittländer können am LIFE-Programm teilnehmen:

  1. Mitglieder der Europäischen Freihandelsassoziation, die dem Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) angehören, nach Maßgabe des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum;
  2. beitretende Staaten, Bewerberländer und mögliche Bewerberländer, nach Maßgabe der in den jeweiligen Rahmenabkommen und Beschlüssen des Assoziationsrats oder in ähnlichen Übereinkünften festgelegten allgemeinen Grundsätze und Bedingungen für die Teilnahme dieser Länder an Programmen der Union und nach Maßgabe der spezifischen Bedingungen aus den Abkommen zwischen der Union und diesen Ländern;
  3. Länder der Europäischen Nachbarschaftspolitik nach Maßgabe der in den jeweiligen Rahmenabkommen und Beschlüssen des Assoziationsrats oder in ähnlichen Übereinkünften festgelegten allgemeinen Grundsätze und Bedingungen für die Teilnahme dieser Länder an Programmen der Union und nach Maßgabe der spezifischen Bedingungen aus den Abkommen zwischen der Union und diesen Ländern;
  4. andere Drittländer nach Maßgabe der in einer spezifischen Vereinbarung festgelegten Bedingungen für die Teilnahme des betreffenden Drittlandes an Unionsprogrammen, sofern diese Vereinbarung
  • gewährleistet, dass die Beiträge des an Unionsprogrammen teilnehmenden Drittlands in einem ausgewogenen Verhältnis zum Nutzen für das Land stehen;
  • die Bedingungen für die Teilnahme an den Programmen, einschließlich der Berechnung der finanziellen Beiträge zu einzelnen Programmen, und ihre Verwaltungskosten festlegt;
  • dem Drittland keine Entscheidungsbefugnis in Bezug auf das Unionsprogramm einräumt;
  • die Rechte der Union, eine wirtschaftliche Haushaltsführung sicherzustellen und ihre finanziellen Interessen zu schützen, garantiert.
Art der Finanzierung Finanzhilfen

Subprogramme von LIFE - Programm für die Umwelt- und Klimapolitik

LIFE - Teilprogramm "Natur und Artenvielfalt"

Das Teilprogramm "Natur und biologische Vielfalt" hat zum Ziel:

  • Entwicklung, Demonstration, Förderung und Stimulierung der Verbreitung innovativer Techniken, Methoden und Ansätze (einschließlich naturbasierter Lösungen und ökosystemarer Ansätze) zur Erreichung der Ziele, die im Rahmen der Rechtsvorschriften und der Politik der Union in Bezug auf Natur und biologische Vielfalt festgelegt sind, und Beitrag zur Wissensbasis und zur Anwendung bewährter Verfahren, auch durch die Unterstützung des Natura-2000-Netzes;
  • Unterstützung der Entwicklung, Durchführung, Überwachung und Durchsetzung der einschlägigen Rechtsvorschriften und der Politik der Union in Bezug auf Natur und biologische Vielfalt, auch durch die Verbesserung der Governance auf allen Ebenen, insbesondere durch die Stärkung der Kapazitäten öffentlicher und privater Akteure und die Einbeziehung der Zivilgesellschaft, wobei auch die möglichen Beiträge der Bürgerwissenschaft gebührend zu berücksichtigen sind;
  • Katalysierung der großmaßstäblichen Einführung erfolgreicher Lösungen/Ansätze für die Umsetzung der einschlägigen Rechtsvorschriften und der Politik der Union in Bezug auf Natur und biologische Vielfalt durch die Wiederholung von Ergebnissen, die Einbeziehung verwandter Ziele in andere Politikbereiche und in die Praktiken des öffentlichen und privaten Sektors, die Mobilisierung von Investitionen und die Verbesserung des Zugangs zu Finanzmitteln.

LIFE ist seit 1992 ein wichtiges Instrument zur Unterstützung der Umsetzung der Vogelschutz- und der FFH-Richtlinie und war maßgeblich und in einigen Fällen entscheidend für die Errichtung des Natura 2000-Netzwerks.

Der Fitness-Check der Naturschutzrichtlinien, der Aktionsplan für Natur, Mensch und Wirtschaft sowie die EU-Biodiversitätsstrategie für 20309 unterstreichen die Notwendigkeit, die Mittel für Natur und biologische Vielfalt zu erhöhen.

Das Teilprogramm Natur und biologische Vielfalt wird einen Beitrag zu den Zielen der Europäischen Union für den Schutz, die Erhaltung und die Wiederherstellung des Naturkapitals in den Meeres-, Süßwasser- und Landökosystemen der Union leisten, wie sie im Übereinkommen über die biologische Vielfalt, der Berner Konvention, festgelegt sind. Insbesondere wird es zur Erreichung der Ziele der EU-Biodiversitätsstrategie für 2030, der EU-Vogelschutz- und der Habitat-Richtlinie, der Verordnung über invasive gebietsfremde Arten sowie der relevanten Ziele der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie, der Wasserrahmenrichtlinie und der europäischen Strategie für Regionen in äußerster Randlage beitragen.

Das Teilprogramm für Natur und biologische Vielfalt wird hauptsächlich durch die folgenden Arten von Maßnahmen umgesetzt:

  1. eine Fortsetzung des traditionellen Bottom-up-Ansatzes, der darauf abzielt, praktische und wirksame Maßnahmen zur Verbesserung des Erhaltungszustands von Arten und Lebensräumen, der Gesundheit von Ökosystemen und der damit verbundenen Dienstleistungen durch die Kofinanzierung von Standardaktionsprojekten (SAPs) umzusetzen. Alle SAPs sollten so konzipiert sein, dass sie als direktes Ergebnis ihrer Umsetzung greifbare Verbesserungen für Arten, Lebensräume und Ökosysteme und damit zusammenhängende Leistungen erzielen, die auf der Grundlage spezifischer und messbarer (SMART) Ziele zu definieren sind. Der allgemeine Schwerpunkt der SAPs liegt auf Folgendem: (1) flächenbezogene Erhaltungs- und Wiederherstellungsmaßnahmen ("Raum für Natur") und (2) zusätzliche spezifische Maßnahmen für Arten und Ökosysteme/Habitate mit anderen als flächenbezogenen Maßnahmen ("Schutz/Sicherung unserer Arten und Habitate");
  2. eine Fortsetzung des integrierten Ansatzes zur Unterstützung der vollständigen Umsetzung nationaler oder regionaler Prioritized Action Frameworks (PAFs) und anderer biodiversitätspolitischer Planungsinstrumente der EU durch strategische Naturprojekte (SNAPs). SNAPs umfassen den Aufbau von Kapazitäten und Mainstreaming-Maßnahmen, auch durch die Mobilisierung anderer Finanzierungsquellen für Natur und Biodiversität. SNAPs können auch spezifische Erhaltungsmaßnahmen beinhalten, insbesondere wenn diese nicht durch die Mobilisierung zusätzlicher Finanzmittel aus anderen EU-Förderprogrammen unterstützt werden können;
  3. ein strukturierter Ansatz zur Unterstützung der Umsetzung spezifischer politischer Prioritäten durch spezielle Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen im Rahmen von "Sonstigen Maßnahmen" (OAs);
  4. Projekte der technischen Hilfe (TA).

Die oben genannten Arten von Maßnahmen können umfassen:

  • Maßnahmen zur Förderung und Unterstützung der flächenbezogenen Erhaltung und Wiederherstellung ("Raum für Natur");
  • zusätzliche spezifische Maßnahmen, die auf Arten abzielen ("Schutz unserer Arten");
  • Governance zur Erleichterung von Verhaltensänderungen und/oder Änderungen der Praktiken, der Boden-, Land- und Wasserbewirtschaftung, auch in Meeresgebieten, sowie des Schutzes natürlicher Ressourcen, u. a. durch Unterstützung der Umsetzung der Europäischen Strategie zur Erhaltung der biologischen Vielfalt bis 203020 und der bevorstehenden Europäischen Forststrategie, um die Ziele der biologischen Vielfalt in den einschlägigen Sektoren durchgängig zu berücksichtigen, die Kapazitäten auf allen Ebenen aufzubauen und die Wissensgrundlage über Natur und biologische Vielfalt zu verbessern, u. a. für Monitoring, Rechnungslegung und Berichterstattung, Bewertung und Ex-post-Evaluierung;
  • Sicherstellung der Einhaltung von Umweltauflagen und Zugang zu Gerichten.

Die oben genannten Maßnahmen zielen unter anderem auf die Umsetzung der EU-Habitat- und Vogelschutzrichtlinie und der Verordnung über invasive gebietsfremde Arten, die Umkehrung des Rückgangs von Bestäubern, die Wiederherstellung von degradierten und kohlenstoffreichen Ökosystemen und die Verbesserung der Gesundheit und Widerstandsfähigkeit von Wäldern.


Offene Calls


LIFE - Teilprogramm "Kreislaufwirtschaft und Lebensqualität"

Die spezifischen Ziele des Teilprogramms "Kreislaufwirtschaft und Lebensqualität" sind:

  • Entwicklung, Demonstration und Förderung innovativer Techniken, Methoden und Ansätze zur Erreichung der Ziele des Unionsrechts und der Unionspolitik im Umweltbereich sowie Beitrag zur Wissensbasis und gegebenenfalls zur Anwendung bewährter Verfahren;
  • Unterstützung der Entwicklung, Durchführung, Überwachung und Durchsetzung des einschlägigen Umweltrechts und der Umweltpolitik der Union, auch durch die Verbesserung der Verwaltungspraxis auf allen Ebenen, insbesondere durch den Ausbau der Kapazitäten der öffentlichen und privaten Akteure und die Einbeziehung der Zivilgesellschaft;
  • Katalysierung der großmaßstäblichen Einführung erfolgreicher technischer und politischer Lösungen für die Umsetzung des einschlägigen Umweltrechts und der Umweltpolitik der Union durch Wiederholung der Ergebnisse, Einbeziehung verwandter Ziele in andere Politikbereiche und in die Praktiken des öffentlichen und privaten Sektors, Mobilisierung von Investitionen und Verbesserung des Zugangs zu Finanzmitteln.

Dieses Unterprogramm zielt darauf ab, den Übergang zu einer nachhaltigen, zirkulären, energieeffizienten und klimaresistenten Wirtschaft, einer giftfreien Umwelt und dem Schutz, der Wiederherstellung und der Verbesserung der Umweltqualität zu erleichtern. Es wird zu den relevanten Prioritäten der Europäischen Union beitragen durch:

  • Reduzierung des Ressourcenverbrauchs und Erleichterung des Übergangs zu einer nachhaltigen, kreislauforientierten, giftfreien, energieeffizienten und klimaresistenten Umwelt;
  • die Entwicklung von Kreislaufsystemen im Einklang mit dem neuen Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft, der den Fokus auf nachhaltige Produkte, material- und energieintensive Sektoren und zirkuläre Geschäftsmodelle zur Werterhaltung legt. Projekte aus EU-Regionen in äußerster Randlage und von Inseln werden besonders berücksichtigt.
  • Verringerung des Abfallaufkommens im Einklang mit der Abfallrahmenrichtlinie und die Reduzierung gefährlicher Abfälle im Hinblick auf die Verpflichtung der EU im Rahmen des Basler Übereinkommens;
  • Verbesserung der Abfallbewirtschaftung im Hinblick auf die Sammlung und Lagerung von Abfällen, Verwertungsmöglichkeiten und die Entsorgung am Ende der Lebensdauer, auch auf Inseln, in abgelegenen Küsten- oder Landgebieten und in Regionen in äußerster Randlage, in denen die Abfallbewirtschaftung vor besonderen Herausforderungen steht;
  • Verringerung der Schadstoffemissionen in die Luft und die Meere und Gewährleistung einer sauberen Luft und sauberer Meere für die EU-Bürger im Einklang mit dem EU-Besitzstand und den Zielen des Aktionsplans zur Bekämpfung der Umweltverschmutzung;
  • Erreichung und Erhaltung eines guten Zustands der Wasserkörper der Union;
  • Gewährleistung von sauberem Oberflächen- und Grundwasser in ausreichender Menge für den Menschen und andere Arten, auch durch eine effizientere Wassernutzung;
  • Verringerung der Produktion, der Verwendung und der Emissionen gefährlicher Chemikalien sowie Verringerung der Exposition von Mensch und Umwelt gegenüber diesen Chemikalien;
  • Förderung der Entwicklung, Kommerzialisierung und Übernahme von sicheren und nachhaltigen Substanzen, Materialien und Produkten;
  • die Verringerung der Belastung durch schädliche Lärmpegel;
  • Schutz der Qualität der Böden in der EU, Verhinderung von Bodendegradation und Erhöhung der Widerstandsfähigkeit der Böden gegenüber Klimabedrohungen und Bekämpfung der Wüstenbildung durch nachhaltige Praktiken der Boden- und Landbewirtschaftung, Sanierung von Bodenverschmutzung und Steigerung der Fähigkeit zur Verbesserung der Wasserqualität durch Verringerung der Nitratauswaschung und zur Verringerung von Emissionen durch Kohlenstoffspeicherung und Verhinderung und Abschwächung der Bodenversiegelung.

Das verfügbare Budget wird hauptsächlich zur Finanzierung von SAPs, strategischen integrierten Projekten (SIPs) und OAs mit folgenden Schwerpunkten verwendet:

  • Kreislaufwirtschaft, einschließlich der Rückgewinnung von Ressourcen aus Abfällen, um den Übergang zu einer zirkulären, klimaneutralen, nachhaltigen und giftfreien Umwelt zu beschleunigen, wobei:
    • der Wert von Produkten, Materialien und Ressourcen maximiert und so lange wie möglich im Wirtschaftskreislauf erhalten wird;
    • die Herstellung und Nutzung von Produkten nachhaltig ist und;
    • das Entstehen von Abfällen und das Vorhandensein von Schadstoffen minimiert wird.

Dazu gehören Maßnahmen zu Produkten, die sicher und nachhaltig gestaltet sind, zu zirkulärer und nachhaltiger Produktion und Konsum sowie Maßnahmen zur Steigerung von Reparatur, Wiederverwendung, Wiederaufbereitung und Recycling von Materialien und Produkten. Dazu gehören auch nachhaltige Technologien, Werkzeuge und Ansätze, die im Rahmen der Sustainable BlueEconomy entwickelt werden, wie z.B. die verbesserte Recyclingfähigkeit von Offshore-Infrastrukturen für erneuerbare Energien oder die Reparatur/Wiederverwendung von Fischernetzen und Nebenprodukten der Fischerei/Aquakultur (z.B. Fischschuppen, Muscheln etc.).

Es enthält auch Maßnahmen zur Unterstützung der Entwicklung von Geschäftsmodellen der Kreislaufwirtschaft und kürzeren und diversifizierteren Lieferkettensystemen, die die Umweltauswirkungen minimieren und die externe Abhängigkeit reduzieren. Diese sollten auf umfassenden Maßnahmen beruhen, die auf den gesamten Lebenszyklus von Produkten und Materialien abzielen.

Im Bereich der Rückgewinnung von Ressourcen aus Abfällen umfasst sie Maßnahmen im Einklang mit der Abfallhierarchie, um Abfälle zu vermeiden, die Reparatur und Wiederverwendung von Produkten zu erhöhen, die Sortierung und Dekontaminierung von Abfallströmen zu verbessern und das sichere und hochwertige Recycling von Materialien und Produkten auf der Grundlage robuster und weit verbreiteter getrennter Sammelsysteme zu erhöhen.

Angesichts ihres hohen Ressourcenverbrauchs und ihres Kreislaufwirtschaftspotenzials werden wichtige Produktwertschöpfungsketten wie Textilien, Chemikalien (einschließlich Kunststoffe), Bau und Gebäude, Elektronik und Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) sowie Batterien und Fahrzeuge besondere Aufmerksamkeit erhalten, wobei Maßnahmen in allen Phasen der jeweiligen Lebenszyklen und unter Einbeziehung aller relevanten Akteure umgesetzt werden sollen.

  • Umwelt und Gesundheit: nachhaltiges Management auf der Grundlage des langfristigen Schutzes natürlicher Ressourcen und Rohstoffe, umweltfreundliche Produktion von Gütern und Erbringung von Dienstleistungen mit dem Ziel, die nachteiligen Auswirkungen und negativen Folgen für die Gesundheit und das Wohlbefinden der Unionsbürger zu beseitigen, zu verhindern oder zu minimieren und die Lebensqualität zu verbessern, sowie für die Umwelt und ihre marinen und terrestrischen Ökosysteme, einschließlich:
    • Wasser und Meere. Schutz und Verbesserung der Qualität des Grundwassers und der Oberflächengewässer sowie Verhütung und Beseitigung von Wasser- und Meeresschadstoffen im Hinblick auf die Erreichung und Aufrechterhaltung eines guten chemischen und ökologischen Zustands aller Gewässer der Union, einschließlich der Feuchtgebiete, der Meeresumwelt und des aktiven Schutzes der Wassermenge sowie der Verringerung aller damit verbundenen Belastungen;
    • Luft & Lärm. Der Schutz der Luft und die Verbesserung der Luftqualität durch die Vermeidung und/oder Verringerung von Luftschadstoffen und Lärm, insbesondere in der städtischen Umwelt;
    • Boden. Die Wiederherstellung, Sanierung, der Schutz und die Verbesserung der Gesundheit des Bodens innerhalb natürlicher oder bewirtschafteter Ökosystemgrenzen, um Ökosystemleistungen zu erbringen, insbesondere um die Produktivität von Pflanzen und Tieren zu erhalten, die Wasser- und Luftqualität zu erhalten oder zu verbessern und die menschliche Gesundheit und Lebensräume zu unterstützen sowie den Verlust von Böden zu verhindern;
    • Chemikalienmanagement. Eine nachhaltigere Verwendung von chemischen Stoffen und Gemischen, sowohl als solche als auch in Erzeugnissen und Endprodukten (einschließlich z. B. Pestiziden, Düngemitteln, antimikrobiellen Stoffen und Nanomaterialien), bessere Informationen über den chemischen Gehalt von Endprodukten, Unfallverhütung und damit zusammenhängende informierte Einkäufe, einschließlich der Förderung der Verknüpfung von Chemikalienrisikomanagement, Kreislaufwirtschaft von Materialien und Klimawandel.
  • Umwelt-Governance-Projekte, um Anreize für Verhaltensänderungen zu schaffen, die die Umsetzung des europäischen Green Deal, den Aufbau von Kapazitäten auf allen Ebenen, auch für die Zivilgesellschaft, das Mainstreaming von Umweltzielen, Kreislaufwirtschafts- und Ressourceneffizienzmaßnahmen in relevanten Sektoren, die Verbesserung der Wissensbasis zum Thema Umwelt, einschließlich der Ökologisierung von Investitionen, Umweltmonitoring, -buchhaltung und -berichterstattung und den Beitrag zur politischen Überwachung, Bewertung und Ex-post-Evaluierung unterstützen.
  • Die übergreifende Initiative New European Bauhaus (NEB). Dabei handelt es sich um ein ökologisches, wirtschaftliches und kulturelles Projekt, das Design, Nachhaltigkeit, Zugänglichkeit und Erschwinglichkeit miteinander verbindet, um die Umsetzung des Europäischen Green Deal zu unterstützen. Diese Initiative wird auch Elemente der Natur und der Biodiversität berücksichtigen.

Offene Calls


LIFE - Teilprogramm "Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel"

Die spezifischen Ziele des Teilprogramms "Climate Change Mitigation and Adaptation" sind:

  • Entwicklung, Demonstration und Förderung innovativer Techniken, Methoden und Ansätze zur Erreichung der Ziele der Rechtsvorschriften und der Politik der Union im Bereich des Klimaschutzes sowie Beitrag zur Wissensbasis und zur Anwendung bewährter Verfahren;
  • die Entwicklung, Umsetzung, Überwachung und Durchsetzung der einschlägigen Rechtsvorschriften und der Politik der Union im Bereich des Klimaschutzes zu unterstützen, auch durch die Verbesserung der Governance auf allen Ebenen, insbesondere durch den Ausbau der Kapazitäten öffentlicher und privater Akteure und die Einbeziehung der Zivilgesellschaft;
  • Katalysierung der groß angelegten Einführung erfolgreicher technischer und politischer Lösungen für die Umsetzung der einschlägigen Rechtsvorschriften und der Politik der Union im Bereich des Klimaschutzes durch die Wiederholung von Ergebnissen, die Einbeziehung damit verbundener Ziele in andere Politikbereiche und in die Praktiken des öffentlichen und privaten Sektors, die Mobilisierung von Investitionen und die Verbesserung des Zugangs zu Finanzmitteln.

Das LIFE-Programm wird zur Transformation der Union in eine klimaneutrale und resiliente Gesellschaft beitragen, indem es die Umsetzung der EU-Klimapolitik als Teil des europäischen Green Deals unterstützt und die EU auf die klimatischen Herausforderungen der kommenden Jahre und Jahrzehnte vorbereitet.

Die Handlungsfelder werden folgende sein:

  • Minderung des Klimawandels
    • Verringerung der Treibhausgasemissionen, einschließlich fluorierter Treibhausgase und ozonabbauender Stoffe, im Einklang mit dem EU-Ziel der Klimaneutralität und der Verbesserung der Energieeffizienz, einschließlich der Schaffung politischer und marktbezogener Rahmenbedingungen für die Entwicklung und den Einsatz kohlenstoffarmer oder energieeffizienter Produkte und Dienstleistungen sowie durch Förderung der Umstellung des Verkehrssektors.
    • Verbesserung der Funktionsweise des Emissionshandelssystems.
    • Unterstützung von nachhaltigen Land-, Wald-, Boden-, Meeres- und Ozeanbewirtschaftungspraktiken, die Emissionen reduzieren oder CO2 aus der Atmosphäre entfernen.
    • Entwicklung und Förderung von Lösungen zur Entfernung/Sequestrierung von CO2 aus der Atmosphäre. Kohlenstoffabscheidung und -entfernung können naturbasiert und mit Restaurierungsprojekten gekoppelt sein oder auf der Speicherung in speziellen Langzeitmedien oder der Verwendung langlebiger Produkte beruhen.
  • Anpassung an den Klimawandel
    • Unterstützung der anpassungsbezogenen Politikentwicklung und Verbesserung der Anpassungsstrategien und -pläne auf allen Ebenen und in allen Sektoren im Einklang mit der neuen EU-Strategie zur Anpassung an den Klimawandel;
    • Verbesserung, Förderung und Ausweitung des Einsatzes modernster Instrumente und Lösungen für Anpassungsmodellierung, Risikobewertung, Management und Entscheidungsunterstützung, Anpassungsmonitoring, -berichterstattung und -bewertung sowie Ex-ante-Projektbewertungsinstrumente, um Co-Benefits und positive Auswirkungen von Anpassungs- und Vermeidungsprojekten auf die Wirtschaft besser zu ermitteln;
    • Unterstützung der Einführung tragfähiger naturbasierter Lösungen beim Management von Land-, Küsten- und Meeresgebieten, u.a. durch Bewertungen, Beratung, Kapazitätsaufbau und geeignete finanzielle Ansätze und Produkte;
    • Ansätze und Lösungen für die Anpassung von Städten und Regionen an den Klimawandel, insbesondere zur Unterstützung des EU- und globalen Konvents der Bürgermeister und des europäischen Klimapakts;
    • Ansätze und Lösungen zur Gewährleistung einer stabilen und sicheren Versorgung mit hochwertigem Süßwasser, zur Vermeidung von Dürren, zur Verringerung des Wasserverbrauchs, zum Schutz und zur Wiederherstellung von Feuchtgebieten und zur Vermeidung von Überschwemmungen;
    • Lösungen zur Klimasicherung und Erhöhung der Widerstandsfähigkeit von Infrastruktur und Gebäuden, u.a. durch den Einsatz von blau-grüner Infrastruktur und durch die Zusammenarbeit mit Standardisierungsorganisationen;
    • Unterstützung der Vorbereitung auf extreme Wetterereignisse, vor allem auf lokaler Ebene und in den Regionen in äußerster Randlage;
    • Förderung von Finanzinstrumenten und innovativen Lösungen für den Umgang mit klimabedingten Risiken sowie öffentlich-private Zusammenarbeit zur Verringerung des Anteils nicht versicherter klimabedingter wirtschaftlicher Verluste, u.a. durch Verbesserung der Erfassung und des Zugangs zu Daten über klimabedingte wirtschaftliche Verluste.
  • Klimawandel-Governance und -Information, was Maßnahmen einschließt, die zur Minderung des Klimawandels oder zur Anpassung an den Klimawandel beitragen:
    • Schaffung von Anreizen für Verhaltensänderungen und Praktiken sowie Verbesserung der Kenntnisse und des Bewusstseins der Bürger, insbesondere durch die Unterstützung der Umsetzung des Europäischen Klimapakts und die Einbeziehung von Maßnahmen zur Emissionsminderung und Ressourceneffizienz in den relevanten Sektoren;
    • Entwicklung und Umsetzung von Klima- und Energiestrategien oder Strategien für die Mitte des Jahrhunderts auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene;
    • Verbesserung der Treibhausgasüberwachung, -bilanzierung und -berichterstattung und Beitrag zur Überwachung, Bewertung und Ex-post-Evaluierung der Politik;
    • Informationen über bewährte Praktiken und Bewusstseinsbildung zum Klimaschutz und zur Anpassung an den Klimawandel, einschließlich der Klimasicherung von Infrastrukturinvestitionen und -politiken;
    • Entwicklung von Klimadienstleistungen und Förderung der Klimawissenschaft;
    • Entwicklung und Förderung von nachhaltigen Finanzinstrumenten und Unterstützung der Klimadiplomatie;

Das Teilprogramm Klimaschutz und Anpassung kann Aktivitäten in Bezug auf Energieeffizienz und erneuerbare Energien abdecken, soweit diese nicht durch das im selben Jahr ausgeschriebene Teilprogramm Clean Energy Transition abgedeckt sind.


Offene Calls


LIFE - Teilprogramm "Saubere Energiewende"

Die spezifischen Ziele des Teilprogramms "Clean Energy Transition" sind die folgenden:

  • Entwicklung, Demonstration und Förderung innovativer Techniken, Methoden und Ansätze zur Erreichung der Ziele der Gesetzgebung und Politik der Union für den Übergang zu nachhaltigen erneuerbaren Energien und erhöhter Energieeffizienz sowie Beitrag zur Wissensbasis und zur Anwendung bewährter Verfahren;
  • Unterstützung der Entwicklung, Durchführung, Überwachung und Durchsetzung der einschlägigen Rechtsvorschriften und der Politik der Union für den Übergang zu nachhaltigen erneuerbaren Energien oder zur Steigerung der Energieeffizienz, auch durch die Verbesserung der Governance auf allen Ebenen, insbesondere durch den Ausbau der Kapazitäten der öffentlichen und privaten Akteure und die Einbeziehung der Zivilgesellschaft;
  • Katalysierung der großmaßstäblichen Einführung erfolgreicher technischer und politischer Lösungen für die Umsetzung einschlägiger Unionsvorschriften für den Übergang zu erneuerbaren Energien oder einer höheren Energieeffizienz durch die Wiederholung von Ergebnissen, die Einbeziehung damit verbundener Ziele in andere Politikbereiche und in die Praktiken des öffentlichen und privaten Sektors, die Mobilisierung von Investitionen und die Verbesserung des Zugangs zu Finanzmitteln.

Aus diesem Teilprogramm werden Aktivitäten finanziert, die den in den jährlichen Aufrufen zur Einreichung von Vorschlägen definierten spezifischen Themen entsprechen, die auf der Liste der vorrangigen Themen basieren. Andere Aktivitäten in Bezug auf Energieeffizienz und erneuerbare Energien, die nicht den spezifischen Anforderungen der in diesem Teilprogramm definierten Aufforderungen entsprechen, können bei den Aufforderungen im Rahmen des Teilprogramms "Klimaschutz und Anpassung" eingereicht werden.

Das Teilprogramm zielt darauf ab, den Übergang zu einer energieeffizienten, auf erneuerbaren Energien basierenden, klimaneutralen und -resilienten Wirtschaft durch die Finanzierung von Koordinierungs- und Unterstützungsmaßnahmen in ganz Europa zu erleichtern. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, Marktbarrieren zu überwinden, die den sozioökonomischen Übergang zu nachhaltiger Energie behindern, wobei typischerweise mehrere kleine und mittlere Interessengruppen, mehrere Akteure, einschließlich lokaler und regionaler Behörden und gemeinnütziger Organisationen, und die Verbraucher einbezogen werden.

Das Teilprogramm wird zur Umsetzung der energiebezogenen Maßnahmen des europäischen Green Deal beitragen, einschließlich der Initiative "Renovierungswelle" für den Gebäudesektor, und wird Gebiete, die nicht an die europäischen Netze angeschlossen sind, wie die EU-Regionen in äußerster Randlage, angemessen berücksichtigen. Es wird zu den Zielen des gerechten Übergangs beitragen, indem es die Gebiete und die Gruppen von Bürgern begleitet, die vom Übergang von fossilen Brennstoffen zu sauberer Energie negativ betroffen sind, indem es die Kapazitäten der Akteure aufbaut und Investitionen in saubere Energie fördert, hauptsächlich in Energieeffizienz und lokal verfügbare, nachhaltige, erneuerbare Energiequellen. Aktivitäten im Zusammenhang mit der Technologieentwicklung werden nicht einbezogen.

Ein erheblicher Teil dieses Budgets wird für die Finanzierung von Koordinierungs- und Unterstützungsmaßnahmen (CSA) im Rahmen von OAs-Zuschüssen für den Zeitraum von vier Jahren verwendet, während die Möglichkeit zur Finanzierung von SAPs erst ab 2023 vorgesehen ist.

Es wird die folgenden Interventionsbereiche abdecken:

  • Aufbau eines nationalen, regionalen und lokalen politischen Rahmens zur Unterstützung der sauberen Energiewende:

Erhöhung der Kohärenz der Energiewende-Governance auf verschiedenen Ebenen durch die Verbesserung des Multi-Stakeholder-Dialogs und den Aufbau der Kapazitäten von Behörden, um die nationalen Energie- und Klimapläne und/oder andere Pläne und Strategien (z. B. Pläne für einen gerechten Übergang, langfristige Sanierungsstrategien, Strategien für die Elektrifizierung des Verkehrssystems) umzusetzen. Unterstützung der Entwicklung und wirksamen Umsetzung von Strategien für saubere Energie, einschließlich der einschlägigen Rechtsvorschriften der Union für Produkte und Energieverbraucher, in der EU und in Drittländern. Unterstützung von Maßnahmen, die die in der europäischen Gesetzgebung zu sauberer Energie enthaltenen Ermächtigungsbestimmungen in die Praxis umsetzen.

  • Beschleunigung der Einführung von Technologien, Digitalisierung, neuen Dienstleistungen und Geschäftsmodellen und Verbesserung der damit verbundenen beruflichen Fähigkeiten auf dem Markt für den Übergang zu sauberer Energie:

Unterstützung der Dekarbonisierung des Gebäude-, Industrie- und Tertiärsektors durch die Förderung der Marktakzeptanz innovativer Lösungen, einschließlich der Digitalisierung und des zirkulären Designs im Einklang mit dem Ziel der Klimaneutralität. Beschleunigung des Übergangs zu sauberer Energie, indem die Entwicklung neuer Mehrwertdienste und innovativer Geschäftsmodelle ermöglicht wird. Die Einführung von Technologien und innovativen Lösungen muss von Maßnahmen zur Beseitigung von Markthindernissen begleitet werden, einschließlich der Unterstützung der Entwicklung und des Einsatzes neuer Fähigkeiten und Rahmenbedingungen (Labels, Zertifikate, technologische und nicht-technologische Standards, z. B. für Interoperabilität usw.).

  • Einwerben von privaten Finanzmitteln für nachhaltige Energie:

Um Investitionen in nachhaltige Energie zu steigern, müssen verschiedene Kapitalströme verfügbar gemacht werden, indem sowohl das Angebot als auch die Nachfrage nach Finanzmitteln adressiert und öffentliche Mittel effektiv eingesetzt werden. Zu den Aktivitäten auf der Angebotsseite gehören: Datenerhebung, Methodik und evidenzbasiertes Risikomanagement; Harmonisierung der Definition und Messung nachhaltiger Investitionen; Entwicklung innovativer Finanzierungsmechanismen, Produkte, Dienstleistungen und Praktiken; Standardisierung und Aggregation von Projekten und Investitionen; Vereinfachung des Prozesses für Investoren; Kapazitätsaufbau und Dialog. Die Aktivitäten sollen einen Beitrag zur EU-Politik und -Gesetzgebung im Bereich der nachhaltigen Finanzen leisten.

  • Unterstützung der Entwicklung von lokalen und regionalen Investitionsprojekten:

Aufbau von Kapazitäten lokaler öffentlicher Behörden und privater Investoren, insbesondere kommunaler Kollektivinvestoren. Erleichterung des Dialogs mit dem Finanzsektor, um nachhaltige Energieinvestitionen zu ermöglichen, einschließlich maßgeschneiderter Maßnahmen, die zu einer fairen Gesellschaft und einer gerechten Energiewende in EU-Regionen beitragen, die am stärksten von fossilen Brennstoffen oder kohlenstoffintensiven Prozessen abhängig sind. Förderung der öffentlichen Beschaffung von energie- und ressourceneffizienten Arbeiten, Lieferungen und Dienstleistungen. Unterstützen Sie maßgeschneiderte Ansätze für lokale Akteure, um Investitionskonzepte zu entwickeln, organisatorische Innovationen umzusetzen und Projekte zu aggregieren. Verbessern Sie die Marktbedingungen und entwickeln Sie neue integrierte Dienstleistungsangebote für nachhaltige Energie in Gebäuden, Transport, Häfen und KMU.

  • Beteiligung und Befähigung der Bürger an der sauberen Energiewende:

Unterstützung der Bürger bei der Übernahme einer aktiven Rolle in der sauberen Energiewende, einschließlich gezielter Unterstützung für kollektive Aktionen, kommunale und bürgergeführte Initiativen und die Entwicklung neuer Energiedienstleistungen und sozialer Innovationen. Stärken Sie die Zusammenarbeit zwischen lokalen Behörden und bürgergeführten Initiativen. Unterstützung von Aktionen, die zur Linderung von Energiearmut beitragen. Förderung der Energiekompetenz und des nachhaltigen Energieverhaltens der Bürger, insbesondere der jüngeren Generationen.


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