Call: Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen zur Verhütung und Bekämpfung von geschlechtsspezifischer Gewalt und Gewalt gegen Kinder

Programm
Akronym CERV
Art des Fonds Direkte Mittelverwaltung
Beschreibung zu Programm
"Programm Bürgerinnen und Bürger, Gleichstellung, Rechte und Werte"

Das Programm zielt allgemein – insbesondere durch die Unterstützung von Organisationen der Zivilgesellschaft und anderer Akteure, die auf lokaler, regionaler, nationaler und transnationaler Ebene tätig sind, und durch die Förderung der bürgerschaftlichen und demokratischen Teilhabe – auf den Schutz und die Förderung der in den Verträgen, der Charta und den geltenden internationalen Menschenrechtskonventionen verankerten Rechte und Werte ab, um offene, auf Rechten beruhende, demokratische, gleichberechtigte und inklusive Gesellschaften, die auf der Rechtsstaatlichkeit aufbauen, aufrechtzuerhalten und weiterzuentwickeln.

Entsprechend der allgemeinen Zielsetzung verfolgt das Programm die folgenden spezifischen Ziele, die bestimmten Aktionsbereichen entsprechen:

  1. Schutz und Förderung der Werte der Union (Aktionsbereich Werte der Union);
  2. Förderung der Rechte, des Diskriminierungsverbots und der Gleichstellung, einschließlich der Geschlechtergleichstellung, und Voranbringen der durchgängigen Berücksichtigung der Geschlechtergleichstellung und des Diskriminierungsverbots (Aktionsbereich Gleichstellung, Rechte und Geschlechtergleichstellung);
  3. Förderung der Bürgerbeteiligung und der Teilhabe am demokratischen Leben der Union sowie des Austauschs zwischen den Bürgerinnen und Bürgern verschiedener Mitgliedstaaten und Sensibilisierung für ihre gemeinsame europäische Geschichte (Aktionsbereich Bürgerbeteiligung und Teilhabe);
  4. Bekämpfung von Gewalt, einschließlich geschlechtsspezifischer Gewalt (Aktionsbereich Daphne).

Aktionsbereich Werte der Union

Der Aktionsbereich Werte der Union konzentriert sich auf den Schutz und die Förderung der Rechte und die Sensibilisierung für die Rechte, indem Organisationen der Zivilgesellschaft, die diese Rechte auf lokaler, regionaler, nationaler und transnationaler Ebene fördern und pflegen, finanziell unterstützt werden, wodurch auch die Werte der Union und die Achtung der Rechtsstaatlichkeit verstärkt geschützt und gefördert werden und zum Aufbau einer demokratischeren Union, zum demokratischen Dialog, zu Transparenz und zu verantwortungsvoller Verwaltung beigetragen wird.

Aktionsbereich Gleichstellung, Rechte und Geschlechtergleichstellung

Aktionsbereich Gleichstellung, Rechte und Geschlechtergleichstellung konzentriert sich auf Folgendes:

  1. Förderung der Gleichstellung und Verhütung und Bekämpfung von Ungleichheit und Diskriminierung aus Gründen des Geschlechts, der Rasse, der ethnischen Herkunft, der Religion oder der Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Ausrichtung und Achtung des Diskriminierungsverbots aus den in Artikel 21 der Charta genannten Gründen;
  2. Unterstützung, Voranbringen und Umsetzung umfassender Strategien:
    1. zur Förderung der uneingeschränkten Wahrnehmung der Rechte durch Frauen, der Geschlechtergleichstellung, einschließlich der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, der Stärkung der Position der Frau in der Gesellschaft und der durchgängigen Berücksichtigung der Geschlechtergleichstellung;
    2. zur Förderung des Diskriminierungsverbots und seiner durchgängigen Berücksichtigung;
    3. zur Bekämpfung von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und jeglicher Form von Intoleranz sowohl online als auch offline, einschließlich Homophobie, Biphobie, Transphobie, Interphobie und Intoleranz aufgrund der Geschlechteridentität;
    4. zum Schutz und zur Förderung der Rechte des Kindes;
    5. zum Schutz und zur Förderung der Rechte von Menschen mit Behinderungen;
  3. protecting and promoting Union citizenship rights and the right to the protection of personal data.

Aktionsbereich Bürgerbeteiligung und Teilhabe

Der Aktionsbereich Bürgerbeteiligung und Teilhabe konzentriert sich auf Folgendes:

  1. Unterstützung von Projekten, mit denen an prägende Momente in der neueren und neuesten europäischen Geschichte erinnert werden soll, wie die Machtübernahme autoritärer und totalitärer Regime, einschließlich deren Ursachen und Folgen, und Projekten, mit denen die Unionsbürger für ihre gemeinsame Geschichte und Kultur, ihr gemeinsames Kulturerbe und ihre gemeinsamen Werte sensibilisiert werden sollen, wodurch ihr Informationsstand über die Union, ihre Anfänge, ihren Zweck, ihre Vielfalt und ihre Errungenschaften sowie die große Bedeutung von gegenseitigem Verständnis und gegenseitiger Toleranz verbessert wird;
  2. Förderung der Teilhabe der Bürgerinnen und Bürger und der repräsentativen Verbände am demokratischen und bürgerschaftlichen Leben der Union und ihres Beitrags dazu, indem es ihnen ermöglicht wird, ihre Ansichten in allen Bereichen des Handelns der Union öffentlich bekannt zu geben und auszutauschen;
  3. Förderung des Austauschs zwischen den Bürgerinnen und Bürgern verschiedener Länder, insbesondere durch Städtepartnerschaften und Stadtnetzwerke, sodass sie den Reichtum und die Vielfalt des gemeinsamen Erbes der Union konkret erfassen können und ihnen bewusst wird, dass dieser Reichtum und diese Vielfalt eine solide Grundlage für eine gemeinsame Zukunft bilden.

Aktionsbereich Daphne

Der Aktionsbereich Daphne konzentriert sich auf Folgendes:

  1. Verhütung und Bekämpfung jeglicher Form von geschlechtsspezifischer Gewalt gegen Frauen und Mädchen sowie von häuslicher Gewalt auf allen Ebenen, einschließlich durch Förderung der im Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt (Übereinkommen von Istanbul) festgelegten Normen;
  2. Verhütung und Bekämpfung jeglicher Form von Gewalt gegen Kinder und Jugendliche und andere gefährdete Gruppen wie LGBTIQ-Personen und Menschen mit Behinderungen;
  3. Unterstützung und Schutz aller direkten und indirekten Opfer der in den Nummern 1 und 2 genannten Formen von Gewalt, wie der Opfer von häuslicher Gewalt innerhalb der Familie oder in engen Beziehungen, einschließlich als Ergebnis von Straftaten innerhalb der Familie zu Waisen gewordene Kinder, sowie Unterstützung und Sicherstellung eines unionsweit einheitlichen Niveaus des Schutzes von Opfern geschlechtsspezifischer Gewalt.
Call
Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen zur Verhütung und Bekämpfung von geschlechtsspezifischer Gewalt und Gewalt gegen Kinder
Beschreibung zu Call
"Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen zur Verhütung und Bekämpfung von geschlechtsspezifischer Gewalt und Gewalt gegen Kinder"

Ziele: 

Bekämpfung von Gewalt, einschließlich geschlechtsspezifischer Gewalt:

  1. Verhütung und Bekämpfung aller Formen von geschlechtsspezifischer Gewalt gegen Frauen und Mädchen und häuslicher Gewalt auf allen Ebenen, einschließlich der Förderung der im Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt festgelegten Standards;
  2. Verhütung und Bekämpfung aller Formen von Gewalt gegen Kinder, Jugendliche und andere gefährdete Gruppen, wie LGBTQI-Personen und Menschen mit Behinderungen;
  3. Unterstützung und Schutz aller direkten und indirekten Opfer der unter den Nummern 1 und 2 genannten Formen von Gewalt, wie z.B. der Opfer häuslicher Gewalt in der Familie oder in intimen Beziehungen, einschließlich der Kinder, die infolge häuslicher Straftaten zu Waisen geworden sind, sowie Unterstützung und Gewährleistung eines einheitlichen Schutzniveaus für die Opfer geschlechtsspezifischer Gewalt in der gesamten Union. Unterstützte politische Initiativen: Gleichstellungsstrategie, EU-Strategie für die Rechte des Kindes, EU-Strategie für die Rechte der Opfer.

Umfang:

Mit dieser Aufforderung, die in 5 Prioritäten unterteilt ist, sollen Projekte finanziert werden, die folgende Ziele verfolgen:

  • die Prävention verschiedener Formen von geschlechtsspezifischer Gewalt gegen Frauen in unterschiedlichen Kontexten mit einem systemischen Ansatz integrieren (Priorität 1, "Großprojekte")
  • Bekämpfung schädlicher Praktiken gegen Frauen und Mädchen (Schwerpunkt 2)
  • Vorbeugung geschlechtsspezifischer Gewalt durch Bekämpfung ihrer Ursachen (Schwerpunkt 3)
  • Unterstützung und Verbesserung der nationalen Datenerhebung über Gewalt gegen Kinder (Schwerpunkt 4)
  • Stärkung der Maßnahmen zur Verhütung und Unterstützung von Gewalt gegen Kinder durch Ausbau der Kinderschutzsysteme auf nationaler und lokaler Ebene (Priorität 5)

Die Aktivitäten umfassen:

  • Sensibilisierungs- und Befähigungsmaßnahmen;
  • Aufbau von Kapazitäten und Ausbildung für Fachleute;
  • Entwurf, Entwicklung und Umsetzung von Protokollen, Entwicklung von Arbeitsmethoden und -instrumenten, Koordinierungsplattform und -gruppen;
  • Konzeption von Diensten und Maßnahmen zur Verbesserung des Zugangs zu Opferhilfeleistungen;
  • Austausch von bewährten Praktiken, gegenseitiges Lernen;
  • Kartierung der Systeme zur Datenerhebung (Priorität 4);
  • Entwicklung und Umsetzung von Datenerhebungsstrategien und -systemen, einschließlich von Fallverwaltungssystemen (Priorität 4);
  • Bewertung der Tendenzen des Gewaltphänomens sowie Datenerhebung und Analyse der Auswirkungen von Präventionsmaßnahmen und Reaktionen (Schwerpunkt 4);
  • gezielte Kommunikations- und Werbemaßnahmen, die auf die Koordinierung der Maßnahmen zur Bekämpfung von Gewalt gegen Kinder abzielen (Schwerpunkt 5);
  • Aufbau von Kapazitäten und Schulung von Fachkräften, wobei bestimmte Gruppen von Fachkräften, die direkt mit Kindern arbeiten (z. B. Gesundheitsfachkräfte, Lehrer), berücksichtigt werden (Schwerpunkt 5);
Themen Justiz, Sicherheit, Gleichberechtigung, Menschenrechte, Menschen mit Behinderung, Soziale Inklusion, Integration in die Gesellschaft, Europäische Bürgerschaft, Shared Services, Kapazitätenaufbau, Kooperationsnetzwerke, Institutionelle Kooperation, Kinder & Jugend, Bildung & Erziehung, Gesundheit, Soziale Angelegenheiten, Sport
Fördergebiet EU Mitgliedstaaten
Überseeische Länder und Hoheitsgebiete (ÜLG)
Herkunftsgebiet Antragsteller EU Mitgliedstaaten
Überseeische Länder und Hoheitsgebiete (ÜLG)
Förderfähige Antragsteller Aus- und Weiterbildungseinrichtung, Bundesland / Region / Stadt / Gemeinde / Gebietskörperschaft, Forschungseinrichtung, Interessensvertretung / Berufsverband / Gewerkschaft, Internationale Organisation, NGO / NPO, Staatsregierung, Universität/(Fach)Hochschule, Verein, Kleine und mittlere Unternehmen, KMU (10 bis 249 Beschäftigte), Öffentliche Einrichtung, Kleinstunternehmen (unter 10 Beschäftigte), Sonstiges, Start-Up Unternehmen, Unternehmen (mehr als 250 Beschäftigte bzw. undefiniert)
Antragsteller Details Um förderfähig zu sein, müssen die Antragsteller (Begünstigte und angeschlossene Einrichtungen):
  • juristische Personen sein (öffentliche oder private Einrichtungen)
  • in einem der förderfähigen Länder ansässig sein, d.h.:
    • EU-Mitgliedstaaten (einschließlich überseeischer Länder und Gebiete (ÜLG))
    • Nicht-EU-Länder: EWR-Länder und Länder, die mit dem CERV-Programm assoziiert sind, oder Länder, mit denen derzeit über ein Assoziierungsabkommen verhandelt wird und bei denen das Abkommen vor der Unterzeichnung der Finanzhilfe in Kraft tritt
  • Natürliche Personen sind NICHT förderfähig (mit Ausnahme von Selbstständigen, d.h. Einzelunternehmern, bei denen das Unternehmen keine von der natürlichen Person getrennte Rechtspersönlichkeit besitzt).
  • EU-Einrichtungen (mit Ausnahme der Gemeinsamen Forschungsstelle der Europäischen Kommission) können NICHT Teil des Konsortiums sein.
Projektpartner Details Um förderfähig zu sein, müssen gewinnorientierte Organisationen Anträge in Partnerschaft mit öffentlichen Einrichtungen oder privaten Organisationen ohne Erwerbszweck einreichen, und an dem Antrag müssen mindestens zwei Organisationen (Antragsteller und Partner) beteiligt sein.
Art der Finanzierung Finanzhilfen

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