Call: Vorbereitende Maßnahmen für den Datenraum für Kompetenzen

Programm
Akronym DIGITAL
Art des Fonds Direkte Mittelverwaltung
Beschreibung zu Programm
"Digitales Europa"

Die allgemeinen Ziele des Programms bestehen darin, den digitalen Wandel der europäischen Wirtschaft, Industrie und Gesellschaft zu unterstützen und zu beschleunigen, seine Vorteile den Bürgern, öffentlichen Verwaltungen und Unternehmen unionsweit zugutekommen zu lassen, die Wettbewerbsfähigkeit Europas in der globalen digitalen Wirtschaft zu steigern und zugleich unionsweit zur Überbrückung der digitalen Kluft beizutragen und die strategische Autonomie der Union zu stärken, und zwar durch eine ganzheitliche, sektorübergreifende und grenzüberschreitende Unterstützung und einen größeren Beitrag der Union

Das Programm wird gegebenenfalls in enger Abstimmung mit anderen Programmen der Union durchgeführt und zielt darauf ab,

  1. Europas Kapazitäten in Bereichen digitaler Schlüsseltechnologien durch großflächige Einführung zu stärken und zu fördern;
  2. im Privatsektor und in Bereichen von öffentlichem Interesse die Verbreitung und Akzeptanz von Europas digitalen Schlüsseltechnologien auszubauen, indem sie den digitalen Wandel und den Zugang zu digitalen Technologien fördert.

Es wird die kritischen digitalen Kapazitäten der EU stärken, indem es sich auf die Schlüsselbereiche künstliche Intelligenz (KI), Cybersicherheit, fortgeschrittene Datenverarbeitung, Dateninfrastruktur, Governance und Verarbeitung, den Einsatz dieser Technologien und ihre optimale Nutzung in kritischen Sektoren wie Energie, Klimawandel und Umwelt, Fertigung, Landwirtschaft und Gesundheit konzentriert. Das Programm verfolgt somit fünf miteinander verknüpfte spezifische Ziele:

  1. Spezifisches Ziel 1 — Hochleistungsrechnen;
  2. Spezifisches Ziel 2 — Künstliche Intelligenz;
  3. Spezifisches Ziel 3 — Cybersicherheit und Vertrauen;
  4. Spezifisches Ziel 4 — Fortgeschrittene digitale Kompetenzen;
  5. Spezifisches Ziel 5 — Einführung und optimale Nutzung digitaler Kapazitäten und Interoperabilität.

Das Programm "Digitales Europa" ist von strategischer Bedeutung für die Unterstützung der digitalen Transformation der industriellen Ökosysteme der EU und zielt darauf ab, Arbeitskräfte für diese fortschrittlichen digitalen Technologien zu qualifizieren. Es unterstützt die Industrie, kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und die öffentliche Verwaltung bei ihrer digitalen Transformation mit einem verstärkten Netzwerk von Europäischen Zentren für digitale Innovation (EDIH). Das Programm wird den wirtschaftlichen Aufschwung beschleunigen und den digitalen Wandel in Europa vorantreiben.

Spezifisches Ziel 1 — Hochleistungsrechnen

Mit dem finanziellen Beitrag der Union im Rahmen des spezifischen Ziels 1 — Hochleistungsrechnen werden die folgenden operativen Ziele verfolgt:

  1. Einführung, Koordinierung auf Unionsebene und Betrieb einer nachfrageorientierten und anwendungsgesteuerten integrierten Exa-Supercomputer- und -Dateninfrastruktur von Weltrang, die für öffentliche und private Nutzer, insbesondere KMU, unabhängig davon, in welchem Mitgliedstaat sie niedergelassen sind, sowie für Forschungszwecke gemäß der Verordnung (EU) 2018/1488 leicht zugänglich ist;
  2. Einführung einsatzbereiter operativer Technologie aus Forschung und Innovation, um ein integriertes Ökosystem für das Hochleistungsrechnen in der Union aufzubauen, das verschiedene Aspekte in den Segmenten der wissenschaftlichen und industriellen Wertschöpfungskette umfasst — einschließlich Hardware, Software, Anwendungen, Dienste, Vernetzung und digitaler Kompetenzen — und ein hohes Sicherheits- und Datenschutzniveau aufweist;
  3. Einführung und Betrieb einer Nach-Exa-Infrastruktur, einschließlich Integration mit Quantencomputertechnologien und Forschungsinfrastrukturen für Informatik, sowie Begünstigung einer in der Union erfolgenden Entwicklung der für diese Einführung nötigen Hardware und Software.

Spezifisches Ziel 2 — Künstliche Intelligenz

Mit dem finanziellen Beitrag der Union im Rahmen des spezifischen Ziels 2 — Künstliche Intelligenz werden die folgenden operativen Ziele verfolgt:

  1. Aufbau und Stärkung der Kernkapazitäten und des Basiswissens im Bereich der KI in der Union, darunter der Aufbau und die Stärkung hochwertiger Datenressourcen und entsprechender Austauschverfahren, sowie von Algorithmenbibliotheken, wobei gleichzeitig ein menschenzentriertes, inklusives Konzept sichergestellt wird, bei dem die Werte der Union geachtet werden;
  2. Zugänglichmachung der unter Buchstabe a genannten Kapazitäten für Unternehmen, insbesondere KMU und Start-up-Unternehmen, sowie für die Zivilgesellschaft, gemeinnützige Organisationen, Forschungseinrichtungen, Hochschulen und öffentliche Verwaltungen, um ihren Nutzen für die europäische Gesellschaft und Wirtschaft zu maximieren;
  3. Stärkung und Vernetzung von Test- und Experimentiereinrichtungen für KI in den Mitgliedstaaten;
  4. Entwicklung und Stärkung kommerzieller Anwendungs- und Produktionssysteme, um die Einbindung von Technologien in Wertschöpfungsketten und die Entwicklung innovativer Geschäftsmodelle zu begünstigen sowie die erforderliche Zeitspanne von der Innovation bis zur kommerziellen Nutzung zu verkürzen und die Einführung KI-gestützter Lösungen in Bereichen von öffentlichem Interesse und in der Gesellschaft zu fördern.

Spezifisches Ziel 3 — Cybersicherheit und Vertrauen

Mit dem finanziellen Beitrag der Union im Rahmen des spezifischen Ziels 3 — Cybersicherheit und Vertrauen werden die folgenden operativen Ziele verfolgt:

  1. Unterstützung der Entwicklung und Beschaffung fortgeschrittener Cybersicherheitsausrüstung und -werkzeuge sowie Dateninfrastrukturen in Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten, um auf europäischer Ebene ein hohes gemeinsames Maß an Cybersicherheit zu erreichen, unter uneingeschränkter Beachtung der Datenschutzvorschriften und der Grundrechte und unter Sicherstellung der strategischen Autonomie der Union;
  2. Unterstützung der Entwicklung und optimalen Nutzung europäischer Kenntnisse, Kapazitäten und Kompetenzen im Bereich der Cybersicherheit sowie der Verbreitung und allgemeinen Anwendung bewährter Verfahren;
  3. Sicherstellung einer breiten Einführung wirksamer moderner Cybersicherheitslösungen in allen Bereichen der europäischen Wirtschaft mit einem besonderen Augenmerk auf Behörden und KMU;
  4. Stärkung der Fähigkeiten in den Mitgliedstaaten und in der Privatwirtschaft, die Einhaltung der Richtlinie (EU) 2016/1148 des Europäischen Parlaments und des Rates zu unterstützen, auch durch Maßnahmen, mit denen die Übernahme bewährter Verfahren auf dem Gebiet der Cybersicherheit vorangebracht wird;
  5. Stärkung der Abwehrfähigkeit gegenüber Cyberangriffen, Hinwirken auf eine bessere Risikoerkennung und bessere Kenntnisse über Cybersicherheitsverfahren, Unterstützung öffentlicher und privater Organisationen bei der Einhaltung eines elementaren Maßes an Cybersicherheit, etwa durch Einführung der Übermittlungsverschlüsselung beim Datenverkehr und durch Softwareaktualisierungen;
  6. Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen dem zivilen und dem Verteidigungsbereich bei Cybersicherheits-Projekten, -Diensten, -Kompetenzen und -Anwendungen mit doppeltem Verwendungszweck gemäß einer Verordnung zur Einrichtung des Europäischen Kompetenzzentrums für Cybersicherheit in Industrie, Technologie und Forschung und des Netzes nationaler Koordinierungszentren (im Folgenden „Verordnung über das Kompetenzzentrum für Cybersicherheit“).

Spezifisches Ziel 4 — Fortgeschrittene digitale Kompetenzen

Mit dem finanziellen Beitrag der Union im Rahmen des spezifischen Ziels 4 — Fortgeschrittene digitale Kompetenzen wird die Entwicklung fortgeschrittener digitaler Kompetenzen in den Bereichen des Programms unterstützt, um einen Beitrag zum Ausbau des europäischen Talentpools zu leisten, die digitale Kluft zu überbrücken und größere Professionalität zu fördern, insbesondere im Hinblick auf Hochleistungsrechnen und Cloud-Computing, Big-Data-Analyse, Cybersicherheit, Distributed-Ledger-Technologien (z. B. Blockchain), Quantentechnologien, Robotik und KI, unter Berücksichtigung einer ausgewogenen Vertretung der Geschlechter. Um Qualifikationsungleichgewichte zu beheben und die Spezialisierung in digitalen Technologien und Anwendungen zu fördern, werden mit dem genannten finanziellen Beitrag die folgenden operativen Ziele verfolgt:

  1. Unterstützung der Konzeption und Durchführung hochwertiger langfristiger Schulungen und Kurse, einschließlich integrierten Lernens, für Studierende und für Arbeitskräfte;
  2. Unterstützung der Konzeption und Durchführung hochwertiger kurzfristiger Schulungen und Kurse für Arbeitskräfte, insbesondere in KMU und im öffentlichen Sektor;
  3. Unterstützung hochwertiger Schulungen am Arbeitsplatz und von Praktika für Studierende und Arbeitskräfte, insbesondere in KMU und im öffentlichen Sektor.

Spezifisches Ziel 5 — Einführung und optimale Nutzung digitaler Kapazitäten und Interoperabilität

Mit dem finanziellen Beitrag der Union im Rahmen des spezifischen Ziels 5 — Einführung und optimale Nutzung digitaler Kapazitäten und Interoperabilität werden die folgenden operativen Ziele bei gleichzeitiger Überbrückung der digitalen Kluft verfolgt:

  1. Unterstützung für den öffentlichen Sektor und für Bereiche von öffentlichem Interesse, wie Gesundheit und Pflege, Bildung, Justiz, Zoll, Verkehr, Mobilität, Energie, Umwelt sowie die Kultur- und Kreativbranche, einschließlich in der Union niedergelassener Unternehmen in diesen Bereichen, damit moderne digitale Technologien, wie etwa Hochleistungsrechnen, KI und Cybersicherheit, tatsächlich eingeführt und genutzt werden;
  2. Einführung, Betrieb und Instandhaltung transeuropäischer interoperabler moderner Infrastrukturen für digitale Dienste, einschließlich zugehöriger Dienste, in der gesamten Union und komplementär zu nationalen und regionalen Maßnahmen;
  3. Unterstützung der Integration und Nutzung transeuropäischer Infrastrukturen für digitale Dienste und vereinbarter europäischer Digitalstandards im öffentlichen Sektor und in Bereichen von öffentlichem Interesse, um eine kosteneffiziente Einführung und Interoperabilität zu erleichtern;
  4. Erleichterung der Entwicklung, Aktualisierung und Nutzung von Lösungen und Rahmen durch öffentliche Verwaltungen, Unternehmen und Bürger, einschließlich Open-Source-Lösungen und der Weiterverwendung von Interoperabilitätslösungen und -rahmen;
  5. ein leicht wahrzunehmendes Angebot an den öffentlichen Sektor und an die Industrie der Union, insbesondere an KMU, digitale Technologien zu testen und in Pilotprojekten zu erproben, und Ausweitung ihrer Nutzung, einschließlich ihrer grenzüberschreitenden Nutzung;
  6. Unterstützung der Einführung fortgeschrittener digitaler und verwandter Technologien — darunter insbesondere Hochleistungsrechnen, KI, Cybersicherheit, andere Spitzentechnologien und Zukunftstechnologien wie Distributed-Ledger-Technologien (z. B. Blockchain) — im öffentlichen Sektor und in der Industrie der Union, insbesondere in KMU und Start-up-Unternehmen;
  7. Unterstützung der Konzeption, Erprobung, Umsetzung sowie Einführung und Instandhaltung interoperabler digitaler Lösungen — einschließlich Lösungen der digitalen Verwaltung — für öffentliche Dienste auf Unionsebene, die mithilfe einer Plattform für datengesteuerte weiterverwendbare Lösungen umgesetzt werden und der Innovationsförderung und Festlegung gemeinsamer Rahmen dienen, um das volle Potenzial der Dienste der öffentlichen Verwaltungen für Bürger und Unternehmen freizusetzen;
  8. Sicherstellung, dass auf Unionsebene durchgängig die Kapazitäten für eine führende Rolle beim digitalen Fortschritt vorhanden sind, zusätzlich zur Beobachtung und Analyse sich rasch entwickelnder digitaler Trends und zur Anpassung daran, sowie Austausch und allgemeine Anwendung bewährter Verfahren;
  9. Unterstützung der Zusammenarbeit bei der Verwirklichung eines europäischen Ökosystems für vertrauenswürdigen Datenaustausch und vertrauenswürdige digitale Infrastrukturen, unter anderem durch Verwendung von Diensten und Anwendungen auf Grundlage von Distributed-Ledger-Technologien (z. B. Blockchain), einschließlich der Unterstützung der Interoperabilität und Normung sowie durch Förderung der Einführung grenzüberschreitender Anwendungen der Union, die auf eingebauter Sicherheit und eingebautem Datenschutz („security and privacy by design“) beruhen, unter Einhaltung der Verbraucher- und Datenschutzvorschriften;
  10. Aufbau und Stärkung der Europäischen Digitalen Innovationszentren und ihres Netzes.
Call
Vorbereitende Maßnahmen für den Datenraum für Kompetenzen
Beschreibung zu Call
"Vorbereitende Maßnahmen für den Datenraum für Kompetenzen"

Ziele:

Ziel ist die Entwicklung eines sicheren und vertrauenswürdigen Datenraums zur Unterstützung der gemeinsamen Nutzung von und des Zugriffs auf Qualifikationsdaten für verschiedene Zwecke, von analytischen und statistischen Zwecken bis hin zur Entwicklung von Strategien oder der Wiederverwendung in innovativen Anwendungen. Die Interoperabilität der Daten sollte im Mittelpunkt der Bereitstellung stehen. Der Datenraum sollte einen einfachen, grenzüberschreitenden Zugang zu wichtigen Datensätzen bieten, Vertrauensmechanismen (Sicherheit und eingebauter Datenschutz) einsetzen und Datendienste entwickeln, die den europäischen Werten entsprechen, insbesondere den Werten der Ethik, der Vielfalt und des Datenschutzes.

Die Strategie für das digitale Jahrzehnt setzt ehrgeizige Ziele für die Überwindung der digitalen Qualifikationslücke bis 2030: mindestens 80 % aller Erwachsenen sollen über digitale Grundkenntnisse verfügen, und 20 Millionen Menschen sollen als Spezialisten für digitale Technologien beschäftigt werden, wobei mehr Frauen diese Berufe ergreifen sollen. Mehrere wichtige Initiativen auf europäischer sowie auf nationaler/regionaler Ebene werden zur Erreichung dieses Ziels beitragen, so dass es von entscheidender Bedeutung ist, dass Daten über alle Initiativen hinweg ausgetauscht werden. Die Ergebnisse dieser vorbereitenden Maßnahme werden zu diesen allgemeinen Zielen des digitalen Jahrzehnts beitragen.

Unternehmen und Organisationen in Europa haben einen großen Mangel an digitalen Experten, insbesondere in fortgeschrittenen Disziplinen wie künstliche Intelligenz, Cybersicherheit, Cloud, Internet der Dinge oder Blockchain. Die Hochschulen stellen dem Arbeitsmarkt nicht genügend qualifizierte Fachkräfte zur Verfügung, und die Unternehmen sind nicht in der Lage, ihren Mitarbeitern angemessene Umschulungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten zu bieten. In der vorbereitenden Maßnahme sollte dargelegt werden, wie der Datenraum für Kompetenzen das Angebot an Umschulungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten erweitern und so die digitale Transformation fördern könnte.

Daten bieten ein enormes Potenzial für innovative Anwendungen: Datenbanken mit Stellenangeboten, Listen von Lehrplänen und Zertifizierungen, Verzeichnisse von Themen, die auf allen Bildungsebenen studiert wurden, können dazu beitragen, die Strategien und den Bedarf von Organisationen und Unternehmen in den Bereichen Humanressourcen, Ausbildung, Wirtschaft oder Bildungspolitik besser zu definieren. Der Abgleich zwischen den in den veröffentlichten Stellenangeboten geforderten Fähigkeiten und den Arbeitssuchenden könnte dazu beitragen, die Angebots-/Nachfragelücke bei den digitalen Experten auf dem Arbeitsmarkt zu verringern.

Die derzeitige Landschaft der Datenanbieter und -kuratoren im Bereich der digitalen Kompetenzen und Bildung ist breit gefächert und auf europäischer Ebene stark fragmentiert, mit vielen privaten und öffentlichen Akteuren, von Websites für die Stellensuche über Anbieter von Online-Learning bis hin zu Schulverwaltungen, Ministerien, Universitäten usw.

Im Rahmen dieser Aktion sollen die wichtigsten und zuverlässigsten Quellen ermittelt und beschrieben werden, wie sie sich gegenseitig ergänzen und wie ihre Daten weiterverwendet werden können. Die Liste der Veröffentlichungen, Berichte, Studien und Datenquellen, die auf der Plattform für digitale Kompetenzen und Arbeitsplätze veröffentlicht wurden, bietet einen vorläufigen, aber nicht erschöpfenden Überblick. Schulen, Hochschulen, Bildungseinrichtungen, Unternehmen, Studierende, Personalverwaltungen und Arbeitsagenturen nutzen täglich Daten, die von Stellen- und Berufsprofilen, offenen Stellen und Kompetenzen bis hin zu verfügbaren Ausbildungen, Abschlüssen und Absolventenzahlen reichen. Viele der Bildungs- und Qualifikationsdaten sind hochsensibel und beinhalten persönliche Informationen. Das Ziel besteht darin, einen sicheren und vertrauenswürdigen Datenraum zu entwickeln, um die gemeinsame Nutzung von und den Zugang zu Qualifikationsdaten für verschiedene Zwecke zu unterstützen, von analytischen und statistischen Zwecken bis hin zur Entwicklung von Strategien oder der Wiederverwendung in innovativen Anwendungen. Die Interoperabilität der Daten sollte im Mittelpunkt der Bereitstellung stehen. Der Datenraum sollte einen einfachen, grenzüberschreitenden Zugang zu wichtigen Datensätzen bieten, Vertrauensmechanismen (Sicherheit und eingebauter Datenschutz) einsetzen und Datendienste entwickeln, die den europäischen Werten entsprechen, insbesondere den Werten der Ethik, der Vielfalt und des Datenschutzes.

Die Strategie für das digitale Jahrzehnt setzt ehrgeizige Ziele für die Überwindung der digitalen Qualifikationslücke bis 2030: mindestens 80 % aller Erwachsenen sollen über digitale Grundkenntnisse verfügen, und 20 Millionen Menschen sollen als Spezialisten für digitale Technologien beschäftigt werden, wobei mehr Frauen diese Berufe ergreifen sollen. Mehrere wichtige Initiativen auf europäischer sowie auf nationaler/regionaler Ebene werden zur Erreichung dieses Ziels beitragen, so dass es von entscheidender Bedeutung ist, dass Daten über alle Initiativen hinweg ausgetauscht werden. Die Ergebnisse dieser vorbereitenden Maßnahme werden zu diesen allgemeinen Zielen des digitalen Jahrzehnts beitragen.

Unternehmen und Organisationen in Europa haben einen großen Mangel an digitalen Experten, insbesondere in fortgeschrittenen Disziplinen wie künstliche Intelligenz, Cybersicherheit, Cloud, Internet der Dinge oder Blockchain. Die Hochschulen stellen dem Arbeitsmarkt nicht genügend qualifizierte Fachkräfte zur Verfügung, und die Unternehmen sind nicht in der Lage, ihren Mitarbeitern angemessene Umschulungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten zu bieten. In der vorbereitenden Maßnahme sollte dargelegt werden, wie der Datenraum für Kompetenzen das Angebot an Umschulungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten erweitern und so die digitale Transformation fördern könnte.

Daten bieten ein enormes Potenzial für innovative Anwendungen: Datenbanken mit Stellenangeboten, Listen von Lehrplänen und Zertifizierungen, Verzeichnisse von Themen, die auf allen Bildungsebenen studiert werden, können dazu beitragen, die Strategien und Bedürfnisse von Organisationen und Unternehmen in den Bereichen Humanressourcen, Ausbildung, Wirtschaft und Bildungspolitik besser zu definieren. Der Abgleich zwischen den in den veröffentlichten Stellenangeboten geforderten Fähigkeiten und den Arbeitssuchenden könnte dazu beitragen, die Angebots-/Nachfragelücke bei den digitalen Experten auf dem Arbeitsmarkt zu verringern.

Die derzeitige Landschaft der Datenanbieter und -kuratoren im Bereich der digitalen Kompetenzen und Bildung ist breit gefächert und auf europäischer Ebene stark fragmentiert, mit vielen privaten und öffentlichen Akteuren, von Websites für die Stellensuche über Anbieter von Online-Learning bis hin zu Schulverwaltungen, Ministerien, Universitäten usw.

Im Rahmen dieser Aktion sollen die wichtigsten und zuverlässigsten Quellen ermittelt und beschrieben werden, wie sie sich gegenseitig ergänzen und wie ihre Daten weiterverwendet werden können. Die Liste der Veröffentlichungen, Berichte, Studien und Datenquellen, die auf der Plattform für digitale Kompetenzen und Arbeitsplätze veröffentlicht wurden, bietet einen vorläufigen, aber nicht erschöpfenden Überblick. Schulen, Hochschulen, Bildungseinrichtungen, Unternehmen, Studierende, Personalverwaltungen und Arbeitsagenturen nutzen täglich Daten, die von Stellen- und Berufsprofilen, offenen Stellen und Kompetenzen bis hin zu verfügbaren Ausbildungen, Abschlüssen und Absolventenzahlen reichen. Viele der Bildungs- und Qualifikationsdaten sind hochsensibel und beinhalten persönliche Informationen. Sie bergen auch ein enormes Potenzial zur Verbesserung von Qualifikationswissen und Personalplanung, Lernmaterial und Prozessen durch künstliche Intelligenz, Datenanalyse oder fortschrittliche Technologien.

Umfang:

Das Projekt wird konzeptionelle Ansätze und mögliche Optionen für die künftige Nutzung dieses Datenraums untersuchen. Es sollen Vorkehrungen für einen transparenten und ethisch vertretbaren Datenzugang und -gebrauch, die Entwicklung von Governance- und Geschäftsmodellen für den Datenraum entwickelt werden, wobei unter anderem das sich entwickelnde regulatorische Umfeld, datenraumübergreifende Elemente, Interoperabilität, Gleichberechtigung, Datenschutz und Sicherheitsfragen berücksichtigt werden sollen.

Die Maßnahme sollte ihre Ergebnisse mit der Strategie für das digitale Jahrzehnt und deren Zielen in Beziehung setzen. Sie sollte darlegen, wie die Ergebnisse der öffentlichen Verwaltung, Bildungseinrichtungen, Unternehmen und anderen Organisationen helfen werden, zur Erreichung dieser Ziele beizutragen.

Die Maßnahme sollte untersuchen, wie eine umfassendere Nutzung von Daten über digitale Kompetenzen und Bildung durch Unternehmen und Organisationen diese bei der Entwicklung von Strategien zur Höherqualifizierung, Umschulung und Einstellung von Mitarbeitern unterstützen und ihre digitale Transformation fördern kann. Es sollte beschrieben werden, wie die Interoperabilität der Daten gewährleistet wird und wie die Daten zu digitalen Kompetenzen anderen Diensten wie der Plattform für digitale Kompetenzen und Arbeitsplätze zur Wiederverwendung zur Verfügung gestellt werden.

Die Aktion wird die Gemeinschaft der Interessenvertreter einbeziehen, die Organisationen auf EU-/Mehrländerebene, öffentliche Verwaltungen und/oder Regierungsstellen, private und öffentliche Akteure (einschließlich IT-Entwickler und Endnutzer) sowie Bildungs- und Ausbildungsanbieter umfasst. Das Projekt wird insbesondere Folgendes umfassen:

  • eine Bestandsaufnahme bestehender Plattformen vornehmen, die Bildungs- und Qualifikationsdaten sammeln, speichern und austauschen, insbesondere im Zusammenhang mit der grünen und digitalen Transformation.
  • eine Methodik zur Bewertung der Relevanz und Glaubwürdigkeit der analysierten Daten über digitale Kompetenzen entwickeln
  • Untersuchung verschiedener möglicher Gestaltungsansätze für den Datenraum (z.B. für die gemeinsame Nutzung privater Daten und Interessen, die auch durch öffentliche Daten ergänzt werden, die privaten und öffentlichen Interessen dienen), und Ausarbeitung der Vor- und Nachteile
  • Vorschlagen/Entwerfen von konzeptionellen Ansätzen für die Einrichtung eines Datenraums, der den Austausch von qualitativ hochwertigen Daten über Qualifikationen, Lernmöglichkeiten, Ausbildung, Arbeitsplätze und Fähigkeiten von Arbeitssuchenden zwischen relevanten Akteuren ermöglicht.
  • Untersuchung von Möglichkeiten zur Visualisierung und benutzerfreundlichen Präsentation der analysierten Daten
  • Skizzierung einer Wachstums- und Ausbaustrategie für den Datenraum, einschließlich der Dienste und Anwendungen, die in Zukunft in Betracht gezogen werden könnten
  • Entwicklung eines Multi-Stakeholder-Governance-Schemas für den Datenraum unter Einbeziehung von Schlüsselakteuren aus den Bereichen digitale Fähigkeiten, Bildung und Arbeitsplätze
  • Erzielung eines breiten Konsenses über den Ansatz, die Governance und die Geschäftsmodelle

Die Maßnahme muss in Partnerschaft mit dem Unterstützungszentrum für Datenräume (siehe Arbeitsprogramm 2.2.2.1) durchgeführt werden, um die Angleichung an den technischen Rahmen für europäische Datenräume und das übrige Ökosystem der Datenräume in Abschnitt 2.2.1 des Arbeitsprogramms sicherzustellen. Die gemeinsame Arbeit wird auf die Definition von:

  • der Datenraum-Referenzarchitektur, der Bausteine und der zu verwendenden gemeinsamen Toolboxen;
  • der gemeinsamen Standards, einschließlich semantischer Standards und Interoperabilitätsprotokolle, sowohl bereichsspezifisch als auch bereichsübergreifend;
  • die Modelle für die Datenverwaltung, Geschäftsmodelle und Strategien für den Betrieb von Datenräumen.

Erwartetes Ergebnis:

  • Eine Bestandsaufnahme bestehender Plattformen, die bildungs- und kompetenzrelevante Daten sammeln, speichern und weitergeben (öffentlich und privat). Ein besonderer Schwerpunkt sollte auf der Analyse von Fähigkeiten liegen, die für die Erreichung der Ziele der Digitalen Dekade relevant sind.
  • Ein vorgeschlagener Gestaltungsansatz auf der Grundlage von Szenarien mit entsprechenden Geschäftsmodellen, die die Bedürfnisse aller wichtigen Akteure abdecken.
  • Ein für den Sektor spezifisches Multi-Stakeholder-Governance-System
  • Ein Konzept für den Datenraum einschließlich einer Architektur, die gemeinsame Bausteine und Interoperabilität berücksichtigt.
  • Zwischenergebnisse zu gegebener Zeit als Grundlage für die Entwicklung von Umsetzungsmaßnahmen, die im Rahmen des nächsten Arbeitsprogramms unterstützt werden sollen.
  • Beitrag zur Arbeit des Unterstützungszentrums für Datenräume.
Themen Digitalisierung, IKT, Telekommunikation, Integration in die Gesellschaft, Europäische Bürgerschaft, Shared Services, Verwaltung & Governance, Kapazitätenaufbau, Kooperationsnetzwerke, Institutionelle Kooperation, Clustering, Entwicklungszusammenarbeit, wirtschaftliche Zusammenarbeit, Grüne Technologien & Green Deal, Kinder & Jugend, Bildung & Erziehung, Beschäftigung & Arbeitsmarkt
Fördergebiet EU Mitgliedstaaten
Überseeische Länder und Hoheitsgebiete (ÜLG)
Island
Israel
Liechtenstein
Moldau
Norwegen
Serbien
Türkei
Ukraine
Herkunftsgebiet Antragsteller EU Mitgliedstaaten
Überseeische Länder und Hoheitsgebiete (ÜLG)
Island
Israel
Liechtenstein
Moldau
Norwegen
Serbien
Türkei
Ukraine
Förderfähige Antragsteller Kleine und mittlere Unternehmen, KMU (10 bis 249 Beschäftigte), Sonstiges, Unternehmen (mehr als 250 Beschäftigte bzw. undefiniert), Öffentliche Einrichtung, Bundesland / Region / Stadt / Gemeinde / Gebietskörperschaft, Staatsregierung, Forschungseinrichtung, Kleinstunternehmen (unter 10 Beschäftigte), Start-Up Unternehmen, Universität/(Fach)Hochschule, Interessensvertretung / Berufsverband / Gewerkschaft, NGO / NPO, Aus- und Weiterbildungseinrichtung
Antragsteller Details Um förderfähig zu sein, müssen die Antragsteller (Begünstigte und angeschlossene Einrichtungen):
  • juristische Personen sein (öffentliche oder private Einrichtungen)
  • in einem der förderfähigen Länder ansässig sein, d.h.:
    • EU-Mitgliedstaaten (einschließlich überseeischer Länder und Gebiete (ÜLG))
    • gelistete EWR-Länder und Länder, die mit dem Programm "Digitales Europa" assoziiert sind, oder Länder, mit denen derzeit über ein Assoziierungsabkommen verhandelt wird und bei denen das Abkommen vor der Unterzeichnung in Kraft tritt
  • Natürliche Personen sind NICHT förderfähig (mit Ausnahme von Selbstständigen, d.h. Einzelunternehmern, bei denen das Unternehmen keine von der natürlichen Person getrennte Rechtspersönlichkeit besitzt).
  • Internationale Organisationen sind NICHT förderfähig, es sei denn, es handelt sich um internationale Organisationen von europäischem Interesse im Sinne von Artikel 2 der Verordnung "Digitales Europa" (d. h. internationale Organisationen, deren Mitglieder mehrheitlich Mitgliedstaaten sind oder deren Hauptsitz sich in einem Mitgliedstaat befindet).
  • EU-Einrichtungen (mit Ausnahme der Gemeinsamen Forschungsstelle der Europäischen Kommission) können NICHT Teil des Konsortiums sein.
Projektpartner Details Die Vorschläge müssen eingereicht werden von:
  • einem Konsortium von mindestens 3 Antragstellern (Begünstigte; nicht verbundene Einrichtungen), das die folgenden Bedingungen erfüllt:
    • mindestens 3 unabhängige Einrichtungen aus 3 verschiedenen förderfähigen Ländern
Art der Finanzierung Finanzhilfen

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