Call: Digitaler Produktpass: nachhaltige und zirkuläre Systeme

Programm
Akronym DIGITAL
Art des Fonds Direkte Mittelverwaltung
Beschreibung zu Programm
"Digitales Europa"

Die allgemeinen Ziele des Programms bestehen darin, den digitalen Wandel der europäischen Wirtschaft, Industrie und Gesellschaft zu unterstützen und zu beschleunigen, seine Vorteile den Bürgern, öffentlichen Verwaltungen und Unternehmen unionsweit zugutekommen zu lassen, die Wettbewerbsfähigkeit Europas in der globalen digitalen Wirtschaft zu steigern und zugleich unionsweit zur Überbrückung der digitalen Kluft beizutragen und die strategische Autonomie der Union zu stärken, und zwar durch eine ganzheitliche, sektorübergreifende und grenzüberschreitende Unterstützung und einen größeren Beitrag der Union

Das Programm wird gegebenenfalls in enger Abstimmung mit anderen Programmen der Union durchgeführt und zielt darauf ab,

  1. Europas Kapazitäten in Bereichen digitaler Schlüsseltechnologien durch großflächige Einführung zu stärken und zu fördern;
  2. im Privatsektor und in Bereichen von öffentlichem Interesse die Verbreitung und Akzeptanz von Europas digitalen Schlüsseltechnologien auszubauen, indem sie den digitalen Wandel und den Zugang zu digitalen Technologien fördert.

Es wird die kritischen digitalen Kapazitäten der EU stärken, indem es sich auf die Schlüsselbereiche künstliche Intelligenz (KI), Cybersicherheit, fortgeschrittene Datenverarbeitung, Dateninfrastruktur, Governance und Verarbeitung, den Einsatz dieser Technologien und ihre optimale Nutzung in kritischen Sektoren wie Energie, Klimawandel und Umwelt, Fertigung, Landwirtschaft und Gesundheit konzentriert. Das Programm verfolgt somit fünf miteinander verknüpfte spezifische Ziele:

  1. Spezifisches Ziel 1 — Hochleistungsrechnen;
  2. Spezifisches Ziel 2 — Künstliche Intelligenz;
  3. Spezifisches Ziel 3 — Cybersicherheit und Vertrauen;
  4. Spezifisches Ziel 4 — Fortgeschrittene digitale Kompetenzen;
  5. Spezifisches Ziel 5 — Einführung und optimale Nutzung digitaler Kapazitäten und Interoperabilität.

Das Programm "Digitales Europa" ist von strategischer Bedeutung für die Unterstützung der digitalen Transformation der industriellen Ökosysteme der EU und zielt darauf ab, Arbeitskräfte für diese fortschrittlichen digitalen Technologien zu qualifizieren. Es unterstützt die Industrie, kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und die öffentliche Verwaltung bei ihrer digitalen Transformation mit einem verstärkten Netzwerk von Europäischen Zentren für digitale Innovation (EDIH). Das Programm wird den wirtschaftlichen Aufschwung beschleunigen und den digitalen Wandel in Europa vorantreiben.

Spezifisches Ziel 1 — Hochleistungsrechnen

Mit dem finanziellen Beitrag der Union im Rahmen des spezifischen Ziels 1 — Hochleistungsrechnen werden die folgenden operativen Ziele verfolgt:

  1. Einführung, Koordinierung auf Unionsebene und Betrieb einer nachfrageorientierten und anwendungsgesteuerten integrierten Exa-Supercomputer- und -Dateninfrastruktur von Weltrang, die für öffentliche und private Nutzer, insbesondere KMU, unabhängig davon, in welchem Mitgliedstaat sie niedergelassen sind, sowie für Forschungszwecke gemäß der Verordnung (EU) 2018/1488 leicht zugänglich ist;
  2. Einführung einsatzbereiter operativer Technologie aus Forschung und Innovation, um ein integriertes Ökosystem für das Hochleistungsrechnen in der Union aufzubauen, das verschiedene Aspekte in den Segmenten der wissenschaftlichen und industriellen Wertschöpfungskette umfasst — einschließlich Hardware, Software, Anwendungen, Dienste, Vernetzung und digitaler Kompetenzen — und ein hohes Sicherheits- und Datenschutzniveau aufweist;
  3. Einführung und Betrieb einer Nach-Exa-Infrastruktur, einschließlich Integration mit Quantencomputertechnologien und Forschungsinfrastrukturen für Informatik, sowie Begünstigung einer in der Union erfolgenden Entwicklung der für diese Einführung nötigen Hardware und Software.

Spezifisches Ziel 2 — Künstliche Intelligenz

Mit dem finanziellen Beitrag der Union im Rahmen des spezifischen Ziels 2 — Künstliche Intelligenz werden die folgenden operativen Ziele verfolgt:

  1. Aufbau und Stärkung der Kernkapazitäten und des Basiswissens im Bereich der KI in der Union, darunter der Aufbau und die Stärkung hochwertiger Datenressourcen und entsprechender Austauschverfahren, sowie von Algorithmenbibliotheken, wobei gleichzeitig ein menschenzentriertes, inklusives Konzept sichergestellt wird, bei dem die Werte der Union geachtet werden;
  2. Zugänglichmachung der unter Buchstabe a genannten Kapazitäten für Unternehmen, insbesondere KMU und Start-up-Unternehmen, sowie für die Zivilgesellschaft, gemeinnützige Organisationen, Forschungseinrichtungen, Hochschulen und öffentliche Verwaltungen, um ihren Nutzen für die europäische Gesellschaft und Wirtschaft zu maximieren;
  3. Stärkung und Vernetzung von Test- und Experimentiereinrichtungen für KI in den Mitgliedstaaten;
  4. Entwicklung und Stärkung kommerzieller Anwendungs- und Produktionssysteme, um die Einbindung von Technologien in Wertschöpfungsketten und die Entwicklung innovativer Geschäftsmodelle zu begünstigen sowie die erforderliche Zeitspanne von der Innovation bis zur kommerziellen Nutzung zu verkürzen und die Einführung KI-gestützter Lösungen in Bereichen von öffentlichem Interesse und in der Gesellschaft zu fördern.

Spezifisches Ziel 3 — Cybersicherheit und Vertrauen

Mit dem finanziellen Beitrag der Union im Rahmen des spezifischen Ziels 3 — Cybersicherheit und Vertrauen werden die folgenden operativen Ziele verfolgt:

  1. Unterstützung der Entwicklung und Beschaffung fortgeschrittener Cybersicherheitsausrüstung und -werkzeuge sowie Dateninfrastrukturen in Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten, um auf europäischer Ebene ein hohes gemeinsames Maß an Cybersicherheit zu erreichen, unter uneingeschränkter Beachtung der Datenschutzvorschriften und der Grundrechte und unter Sicherstellung der strategischen Autonomie der Union;
  2. Unterstützung der Entwicklung und optimalen Nutzung europäischer Kenntnisse, Kapazitäten und Kompetenzen im Bereich der Cybersicherheit sowie der Verbreitung und allgemeinen Anwendung bewährter Verfahren;
  3. Sicherstellung einer breiten Einführung wirksamer moderner Cybersicherheitslösungen in allen Bereichen der europäischen Wirtschaft mit einem besonderen Augenmerk auf Behörden und KMU;
  4. Stärkung der Fähigkeiten in den Mitgliedstaaten und in der Privatwirtschaft, die Einhaltung der Richtlinie (EU) 2016/1148 des Europäischen Parlaments und des Rates zu unterstützen, auch durch Maßnahmen, mit denen die Übernahme bewährter Verfahren auf dem Gebiet der Cybersicherheit vorangebracht wird;
  5. Stärkung der Abwehrfähigkeit gegenüber Cyberangriffen, Hinwirken auf eine bessere Risikoerkennung und bessere Kenntnisse über Cybersicherheitsverfahren, Unterstützung öffentlicher und privater Organisationen bei der Einhaltung eines elementaren Maßes an Cybersicherheit, etwa durch Einführung der Übermittlungsverschlüsselung beim Datenverkehr und durch Softwareaktualisierungen;
  6. Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen dem zivilen und dem Verteidigungsbereich bei Cybersicherheits-Projekten, -Diensten, -Kompetenzen und -Anwendungen mit doppeltem Verwendungszweck gemäß einer Verordnung zur Einrichtung des Europäischen Kompetenzzentrums für Cybersicherheit in Industrie, Technologie und Forschung und des Netzes nationaler Koordinierungszentren (im Folgenden „Verordnung über das Kompetenzzentrum für Cybersicherheit“).

Spezifisches Ziel 4 — Fortgeschrittene digitale Kompetenzen

Mit dem finanziellen Beitrag der Union im Rahmen des spezifischen Ziels 4 — Fortgeschrittene digitale Kompetenzen wird die Entwicklung fortgeschrittener digitaler Kompetenzen in den Bereichen des Programms unterstützt, um einen Beitrag zum Ausbau des europäischen Talentpools zu leisten, die digitale Kluft zu überbrücken und größere Professionalität zu fördern, insbesondere im Hinblick auf Hochleistungsrechnen und Cloud-Computing, Big-Data-Analyse, Cybersicherheit, Distributed-Ledger-Technologien (z. B. Blockchain), Quantentechnologien, Robotik und KI, unter Berücksichtigung einer ausgewogenen Vertretung der Geschlechter. Um Qualifikationsungleichgewichte zu beheben und die Spezialisierung in digitalen Technologien und Anwendungen zu fördern, werden mit dem genannten finanziellen Beitrag die folgenden operativen Ziele verfolgt:

  1. Unterstützung der Konzeption und Durchführung hochwertiger langfristiger Schulungen und Kurse, einschließlich integrierten Lernens, für Studierende und für Arbeitskräfte;
  2. Unterstützung der Konzeption und Durchführung hochwertiger kurzfristiger Schulungen und Kurse für Arbeitskräfte, insbesondere in KMU und im öffentlichen Sektor;
  3. Unterstützung hochwertiger Schulungen am Arbeitsplatz und von Praktika für Studierende und Arbeitskräfte, insbesondere in KMU und im öffentlichen Sektor.

Spezifisches Ziel 5 — Einführung und optimale Nutzung digitaler Kapazitäten und Interoperabilität

Mit dem finanziellen Beitrag der Union im Rahmen des spezifischen Ziels 5 — Einführung und optimale Nutzung digitaler Kapazitäten und Interoperabilität werden die folgenden operativen Ziele bei gleichzeitiger Überbrückung der digitalen Kluft verfolgt:

  1. Unterstützung für den öffentlichen Sektor und für Bereiche von öffentlichem Interesse, wie Gesundheit und Pflege, Bildung, Justiz, Zoll, Verkehr, Mobilität, Energie, Umwelt sowie die Kultur- und Kreativbranche, einschließlich in der Union niedergelassener Unternehmen in diesen Bereichen, damit moderne digitale Technologien, wie etwa Hochleistungsrechnen, KI und Cybersicherheit, tatsächlich eingeführt und genutzt werden;
  2. Einführung, Betrieb und Instandhaltung transeuropäischer interoperabler moderner Infrastrukturen für digitale Dienste, einschließlich zugehöriger Dienste, in der gesamten Union und komplementär zu nationalen und regionalen Maßnahmen;
  3. Unterstützung der Integration und Nutzung transeuropäischer Infrastrukturen für digitale Dienste und vereinbarter europäischer Digitalstandards im öffentlichen Sektor und in Bereichen von öffentlichem Interesse, um eine kosteneffiziente Einführung und Interoperabilität zu erleichtern;
  4. Erleichterung der Entwicklung, Aktualisierung und Nutzung von Lösungen und Rahmen durch öffentliche Verwaltungen, Unternehmen und Bürger, einschließlich Open-Source-Lösungen und der Weiterverwendung von Interoperabilitätslösungen und -rahmen;
  5. ein leicht wahrzunehmendes Angebot an den öffentlichen Sektor und an die Industrie der Union, insbesondere an KMU, digitale Technologien zu testen und in Pilotprojekten zu erproben, und Ausweitung ihrer Nutzung, einschließlich ihrer grenzüberschreitenden Nutzung;
  6. Unterstützung der Einführung fortgeschrittener digitaler und verwandter Technologien — darunter insbesondere Hochleistungsrechnen, KI, Cybersicherheit, andere Spitzentechnologien und Zukunftstechnologien wie Distributed-Ledger-Technologien (z. B. Blockchain) — im öffentlichen Sektor und in der Industrie der Union, insbesondere in KMU und Start-up-Unternehmen;
  7. Unterstützung der Konzeption, Erprobung, Umsetzung sowie Einführung und Instandhaltung interoperabler digitaler Lösungen — einschließlich Lösungen der digitalen Verwaltung — für öffentliche Dienste auf Unionsebene, die mithilfe einer Plattform für datengesteuerte weiterverwendbare Lösungen umgesetzt werden und der Innovationsförderung und Festlegung gemeinsamer Rahmen dienen, um das volle Potenzial der Dienste der öffentlichen Verwaltungen für Bürger und Unternehmen freizusetzen;
  8. Sicherstellung, dass auf Unionsebene durchgängig die Kapazitäten für eine führende Rolle beim digitalen Fortschritt vorhanden sind, zusätzlich zur Beobachtung und Analyse sich rasch entwickelnder digitaler Trends und zur Anpassung daran, sowie Austausch und allgemeine Anwendung bewährter Verfahren;
  9. Unterstützung der Zusammenarbeit bei der Verwirklichung eines europäischen Ökosystems für vertrauenswürdigen Datenaustausch und vertrauenswürdige digitale Infrastrukturen, unter anderem durch Verwendung von Diensten und Anwendungen auf Grundlage von Distributed-Ledger-Technologien (z. B. Blockchain), einschließlich der Unterstützung der Interoperabilität und Normung sowie durch Förderung der Einführung grenzüberschreitender Anwendungen der Union, die auf eingebauter Sicherheit und eingebautem Datenschutz („security and privacy by design“) beruhen, unter Einhaltung der Verbraucher- und Datenschutzvorschriften;
  10. Aufbau und Stärkung der Europäischen Digitalen Innovationszentren und ihres Netzes.
Call
Digitaler Produktpass: nachhaltige und zirkuläre Systeme
Beschreibung zu Call
"Digitaler Produktpass: nachhaltige und zirkuläre Systeme"

Ziele:

Die im neuen Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft (CEAP) vorgesehene Initiative für nachhaltige Produkte soll einen digitalen Produktpass (DPP) einrichten, der Daten über ein Produkt und seine Wertschöpfungskette sammelt und zugänglich macht. Das Ziel des DPP ist:

  • Nachhaltige Produkte und Produktion zu unterstützen, um den Übergang zur Kreislaufwirtschaft zu ermöglichen, die Material- und Energieeffizienz zu steigern, die Produktlebensdauer zu verlängern und die Produktnutzung zu optimieren;
  • Schaffung neuer Geschäftsmöglichkeiten für Wirtschaftsakteure durch die Erhaltung und Gewinnung von Kreislaufwerten (z. B. Reparatur, Wartung, Wiederaufbereitung, Recycling, erweiterte Herstellerverantwortung und Product-as-a-Service-Aktivitäten) auf der Grundlage eines verbesserten Zugangs zu Daten;
  • Unterstützung der Verbraucher bei nachhaltigen Entscheidungen; und
  • Behörden zu ermöglichen, die Einhaltung rechtlicher Verpflichtungen zu überprüfen.

Ziel dieser Koordinierungs- und Unterstützungsmaßnahme ist es, den Boden für eine schrittweise Einführung eines digitalen Produktpasses (DPP) ab 2023 in mindestens drei Schlüsselwertschöpfungsketten zu bereiten: Elektronik und IKT (zumindest Unterhaltungselektronik), Batterien, wie sie im Vorschlag für eine Verordnung über Batterien definiert und in den Anwendungsbereich einbezogen sind, und mindestens eine weitere der im CEAP identifizierten Schlüsselwertschöpfungsketten wie Textilien (Bekleidung und Kleidung), Verpackungen (insbesondere Kunststoff), Möbel, Bau und Gebäude.

Umfang:

Das übergeordnete Ziel ist es, die Ziele des Green Deal und insbesondere die Initiative für nachhaltige Produkte des Aktionsplans für die Kreislaufwirtschaft, die Initiative für zirkuläre Elektronik der digitalen Strategie der EU und die EU-Datenstrategie zu unterstützen, indem die Nachhaltigkeit von Produkten verbessert, die Material- und Energieeffizienz gesteigert und neue Geschäftsmodelle sowie eine zirkuläre Wertschöpfung auf der Grundlage der gemeinsamen Nutzung von Daten ermöglicht werden.

Es wird erwartet, dass ein spezifischer Beitrag zur Identifizierung der Daten geleistet wird, die sich im Besitz von Akteuren entlang dieser Wertschöpfungsketten befinden oder von ihnen erzeugt werden und deren Zugang für andere relevante Interessengruppen eine große positive Auswirkung auf Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit haben würde. Dies sollte durch eine Konsultation mit den privaten und öffentlichen Akteuren auf allen Stufen dieser Wertschöpfungsketten geschehen, um zu ermitteln, welche Daten in das DPP aufgenommen werden könnten. Um das DPP überschaubar zu halten, wird nicht erwartet, dass es umfassende Daten enthält, sondern nur die wichtigsten, um den Kreislaufwert zu erschließen und die Nachhaltigkeit der Produkte zu verbessern.

Die Arbeit sollte auch Protokolle für einen sicheren und maßgeschneiderten Zugang für relevante Interessengruppen einrichten und zur Entwicklung standardisierter und offener digitaler Lösungen für die Identifizierung, Verfolgung, Kartierung und den Austausch von Produktinformationen während des gesamten Lebenszyklus beitragen, um grenzüberschreitende Interoperabilität und einen gut funktionierenden EU-Binnenmarkt zu gewährleisten. Diese Arbeit muss auf bestehenden offenen globalen Standards aufbauen und diese ergänzen, um einen einheitlichen operativen Rahmen zu schaffen.

Besonderes Augenmerk sollte auf eine ausgewogene und umfassende Einbeziehung aller relevanten Akteure entlang der gesamten Wertschöpfungskette und auf die optimale Nutzung angemessener und aktueller digitaler Technologien gelegt werden.

Diese CSA wird die Einrichtung eines interoperablen Datenraums unterstützen, der auf Datenräumen für das verarbeitende Gewerbe (siehe Thema 2.2.1.4 im Arbeitsprogramm des DEP 2021-2022) und anderen verfügbaren und relevanten Datenquellen aufbaut und mit diesen verknüpft ist. Das beauftragte Konsortium wird partnerschaftlich mit dem Data Spaces Support Centre (siehe 2.2.2.1 im DEP 2021-2022 Arbeitsprogramm) zusammenarbeiten, um die Abstimmung mit der unter Thema 2.1.1 entwickelten Smart Middleware Platform und den Maßnahmen im Rahmen von Abschnitt 2.2.1 dieses Arbeitsprogramms zu gewährleisten, und zwar insbesondere:

  • die Referenzarchitektur für den Datenraum, die Bausteine und die zu verwendenden gemeinsamen Toolboxen;
  • die gemeinsamen Normen, einschließlich semantischer Normen und Interoperabilitätsprotokolle, sowohl bereichsspezifisch als auch bereichsübergreifend;
  • die Modelle für die Datenverwaltung, Geschäftsmodelle und Strategien für den Betrieb von Datenräumen.

Erwartetes Ergebnis:

Lieferung von mindestens 3 Prototypen für digitale Produktpässe, einen in jeder der 3 oben genannten Schlüsselwertschöpfungsketten, einschließlich Vereinbarungen über:

  • Vereinbarte Schlüsseldaten für die Kreislaufwirtschaft und ihre Klassifizierung nach potenzieller Bedeutung für die Erzielung von Vorteilen für die Kreislaufwirtschaft und die Nachhaltigkeit, zusammen mit Empfehlungen für den Umgang mit potenziellen Meinungsverschiedenheiten über den Zugang;
  • Daten- und Systemarchitekturen, einschließlich einer Analyse aller Risiken;
  • Offene europäische oder globale Standards und relevante Klassifikationen und Nomenklaturen, basierend auf einem allgemein anwendbaren Rahmenkonzept;

Für jede der betrachteten Hauptwertschöpfungsketten sollten die Ergebnisse einen Fahrplan mit Meilensteinen für die Erprobung der entwickelten DPP-Prototypen ab 2023 sowie eine schrittweise Einführung von DPP ab 2026 umfassen, basierend auf der Analyse bestehender und künftiger Rechtsvorschriften, bestehender europäischer und globaler Standards sowie vergangener und laufender Aktivitäten und Initiativen im Zusammenhang mit DPP in diesen Sektoren. Das Geschäftsmodell, das die Einführung und die Kontinuität der Nutzung sicherstellen soll, muss ebenfalls behandelt werden.

Während verschiedene Produktgruppen unterschiedliche Informationsanforderungen haben werden, sollten die notwendigen Bedingungen für eine sektorübergreifende Interoperabilität und Nutzung ermittelt und vorgeschlagen werden. Die Ergebnisse sollen auch den EU-Binnenmarkt unterstützen, indem sie Unternehmen, Kunden und Behörden konsistente Informationen über Produkte über die gesamte Wertschöpfungskette und die Grenzen hinweg zur Verfügung stellen.

Die Arbeit soll auch einen Beitrag zu künftigen DPP in anderen wichtigen Wertschöpfungsketten leisten, indem sie die Erfahrungen bei der effektiven Konzertierung von Interessengruppen nutzt und einen Fahrplan für offene und standardisierte Ansätze für die praktikable Nutzung digitaler Produktpässe auf der Grundlage digitaler Innovationen bereitstellt, die im Hinblick auf ökologische Nachhaltigkeit und zirkuläre Geschäftsmöglichkeiten von Vorteil sind.

Themen Digitalisierung, IKT, Telekommunikation, Forschung & Innovation, Technologietransfer & -austausch, Integration in die Gesellschaft, Europäische Bürgerschaft, Shared Services, Verwaltung & Governance, Kapazitätenaufbau, Kooperationsnetzwerke, Institutionelle Kooperation, Justiz, Sicherheit, Kreislaufwirtschaft, Nachhaltigkeit, Natürliche Ressourcen, Clustering, Entwicklungszusammenarbeit, wirtschaftliche Zusammenarbeit, Grüne Technologien & Green Deal, Verbraucherschutz
Fördergebiet EU Mitgliedstaaten
Überseeische Länder und Hoheitsgebiete (ÜLG)
Island
Israel
Liechtenstein
Moldau
Norwegen
Serbien
Türkei
Ukraine
Herkunftsgebiet Antragsteller EU Mitgliedstaaten
Überseeische Länder und Hoheitsgebiete (ÜLG)
Island
Israel
Liechtenstein
Moldau
Norwegen
Serbien
Türkei
Ukraine
Förderfähige Antragsteller Kleine und mittlere Unternehmen, KMU (10 bis 249 Beschäftigte), Sonstiges, Unternehmen (mehr als 250 Beschäftigte bzw. undefiniert), Öffentliche Einrichtung, Bundesland / Region / Stadt / Gemeinde / Gebietskörperschaft, Staatsregierung, Forschungseinrichtung, Kleinstunternehmen (unter 10 Beschäftigte), Start-Up Unternehmen, Universität/(Fach)Hochschule, Interessensvertretung / Berufsverband / Gewerkschaft, NGO / NPO
Antragsteller Details Um förderfähig zu sein, müssen die Antragsteller (Begünstigte und angeschlossene Einrichtungen):
  • juristische Personen sein (öffentliche oder private Einrichtungen)
  • in einem der förderfähigen Länder ansässig sein, d.h.:
    • EU-Mitgliedstaaten (einschließlich überseeischer Länder und Gebiete (ÜLG))
    • gelistete EWR-Länder und Länder, die mit dem Programm "Digitales Europa" assoziiert sind, oder Länder, mit denen derzeit über ein Assoziierungsabkommen verhandelt wird und bei denen das Abkommen vor der Unterzeichnung in Kraft tritt
  • Natürliche Personen sind NICHT förderfähig (mit Ausnahme von Selbstständigen, d.h. Einzelunternehmern, bei denen das Unternehmen keine von der natürlichen Person getrennte Rechtspersönlichkeit besitzt).
  • Internationale Organisationen sind NICHT förderfähig, es sei denn, es handelt sich um internationale Organisationen von europäischem Interesse im Sinne von Artikel 2 der Verordnung "Digitales Europa" (d. h. internationale Organisationen, deren Mitglieder mehrheitlich Mitgliedstaaten sind oder deren Hauptsitz sich in einem Mitgliedstaat befindet).
  • EU-Einrichtungen (mit Ausnahme der Gemeinsamen Forschungsstelle der Europäischen Kommission) können NICHT Teil des Konsortiums sein.
Projektpartner Details Zielgruppen sind Parteien, die Wirtschaftsakteure/Normungsgremien entlang der gesamten Wertschöpfungskette vertreten oder nachweislich in der Lage sind, diese zu versammeln. Dazu gehören Lieferanten (von Komponenten, Zwischenprodukten und Materialien), Materialverarbeiter, Erstausrüster (OEMs), Vertriebsunternehmen, Groß- und Einzelhändler, öffentliche und private Verbraucher, Recyclingunternehmen und Organisationen für die Herstellerverantwortung. Besonderes Augenmerk sollte auf die Vertretung von KMU, disruptiven und Kreislaufunternehmen gelegt werden.

Zu den relevanten Akteuren gehören auch europäische und internationale Gremien und Normungsorganisationen, die an der Sicherstellung der sektorübergreifenden Interoperabilität der sektoralen digitalen Produktpässe arbeiten werden.

Das Konsortium sollte über die entsprechende Einberufungsbefugnis verfügen, um die anvisierten Stakeholder entlang der betrachteten Wertschöpfungsketten zu identifizieren, anzusprechen und einzubinden (einschließlich anderer Experten aus dem akademischen Bereich und von Nichtregierungsorganisationen), um an gemeinsamen Methoden für DPP und produktbezogenen DPP-Prototypen zu arbeiten. Das Konsortium sollte ein gutes Verständnis von Kreislaufwirtschaft und nachhaltigem Design sowie ein Mindestmaß an Erfahrung im Bereich des digitalen Datenaustauschs aufweisen, komplexe Multi-Stakeholder-Projekte leiten und ein solides Projektdesign als Grundlage für die Umsetzung innerhalb der kurzen Projektlaufzeit liefern.

Art der Finanzierung Finanzhilfen

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