Call: Safer Internet Centres (SICs)

Programm
Akronym DIGITAL
Art des Fonds Direkte Mittelverwaltung
Beschreibung zu Programm
"Digitales Europa"

Die allgemeinen Ziele des Programms bestehen darin, den digitalen Wandel der europäischen Wirtschaft, Industrie und Gesellschaft zu unterstützen und zu beschleunigen, seine Vorteile den Bürgern, öffentlichen Verwaltungen und Unternehmen unionsweit zugutekommen zu lassen, die Wettbewerbsfähigkeit Europas in der globalen digitalen Wirtschaft zu steigern und zugleich unionsweit zur Überbrückung der digitalen Kluft beizutragen und die strategische Autonomie der Union zu stärken, und zwar durch eine ganzheitliche, sektorübergreifende und grenzüberschreitende Unterstützung und einen größeren Beitrag der Union

Das Programm wird gegebenenfalls in enger Abstimmung mit anderen Programmen der Union durchgeführt und zielt darauf ab,

  1. Europas Kapazitäten in Bereichen digitaler Schlüsseltechnologien durch großflächige Einführung zu stärken und zu fördern;
  2. im Privatsektor und in Bereichen von öffentlichem Interesse die Verbreitung und Akzeptanz von Europas digitalen Schlüsseltechnologien auszubauen, indem sie den digitalen Wandel und den Zugang zu digitalen Technologien fördert.

Es wird die kritischen digitalen Kapazitäten der EU stärken, indem es sich auf die Schlüsselbereiche künstliche Intelligenz (KI), Cybersicherheit, fortgeschrittene Datenverarbeitung, Dateninfrastruktur, Governance und Verarbeitung, den Einsatz dieser Technologien und ihre optimale Nutzung in kritischen Sektoren wie Energie, Klimawandel und Umwelt, Fertigung, Landwirtschaft und Gesundheit konzentriert. Das Programm verfolgt somit fünf miteinander verknüpfte spezifische Ziele:

  1. Spezifisches Ziel 1 — Hochleistungsrechnen;
  2. Spezifisches Ziel 2 — Künstliche Intelligenz;
  3. Spezifisches Ziel 3 — Cybersicherheit und Vertrauen;
  4. Spezifisches Ziel 4 — Fortgeschrittene digitale Kompetenzen;
  5. Spezifisches Ziel 5 — Einführung und optimale Nutzung digitaler Kapazitäten und Interoperabilität.

Das Programm "Digitales Europa" ist von strategischer Bedeutung für die Unterstützung der digitalen Transformation der industriellen Ökosysteme der EU und zielt darauf ab, Arbeitskräfte für diese fortschrittlichen digitalen Technologien zu qualifizieren. Es unterstützt die Industrie, kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und die öffentliche Verwaltung bei ihrer digitalen Transformation mit einem verstärkten Netzwerk von Europäischen Zentren für digitale Innovation (EDIH). Das Programm wird den wirtschaftlichen Aufschwung beschleunigen und den digitalen Wandel in Europa vorantreiben.

Spezifisches Ziel 1 — Hochleistungsrechnen

Mit dem finanziellen Beitrag der Union im Rahmen des spezifischen Ziels 1 — Hochleistungsrechnen werden die folgenden operativen Ziele verfolgt:

  1. Einführung, Koordinierung auf Unionsebene und Betrieb einer nachfrageorientierten und anwendungsgesteuerten integrierten Exa-Supercomputer- und -Dateninfrastruktur von Weltrang, die für öffentliche und private Nutzer, insbesondere KMU, unabhängig davon, in welchem Mitgliedstaat sie niedergelassen sind, sowie für Forschungszwecke gemäß der Verordnung (EU) 2018/1488 leicht zugänglich ist;
  2. Einführung einsatzbereiter operativer Technologie aus Forschung und Innovation, um ein integriertes Ökosystem für das Hochleistungsrechnen in der Union aufzubauen, das verschiedene Aspekte in den Segmenten der wissenschaftlichen und industriellen Wertschöpfungskette umfasst — einschließlich Hardware, Software, Anwendungen, Dienste, Vernetzung und digitaler Kompetenzen — und ein hohes Sicherheits- und Datenschutzniveau aufweist;
  3. Einführung und Betrieb einer Nach-Exa-Infrastruktur, einschließlich Integration mit Quantencomputertechnologien und Forschungsinfrastrukturen für Informatik, sowie Begünstigung einer in der Union erfolgenden Entwicklung der für diese Einführung nötigen Hardware und Software.

Spezifisches Ziel 2 — Künstliche Intelligenz

Mit dem finanziellen Beitrag der Union im Rahmen des spezifischen Ziels 2 — Künstliche Intelligenz werden die folgenden operativen Ziele verfolgt:

  1. Aufbau und Stärkung der Kernkapazitäten und des Basiswissens im Bereich der KI in der Union, darunter der Aufbau und die Stärkung hochwertiger Datenressourcen und entsprechender Austauschverfahren, sowie von Algorithmenbibliotheken, wobei gleichzeitig ein menschenzentriertes, inklusives Konzept sichergestellt wird, bei dem die Werte der Union geachtet werden;
  2. Zugänglichmachung der unter Buchstabe a genannten Kapazitäten für Unternehmen, insbesondere KMU und Start-up-Unternehmen, sowie für die Zivilgesellschaft, gemeinnützige Organisationen, Forschungseinrichtungen, Hochschulen und öffentliche Verwaltungen, um ihren Nutzen für die europäische Gesellschaft und Wirtschaft zu maximieren;
  3. Stärkung und Vernetzung von Test- und Experimentiereinrichtungen für KI in den Mitgliedstaaten;
  4. Entwicklung und Stärkung kommerzieller Anwendungs- und Produktionssysteme, um die Einbindung von Technologien in Wertschöpfungsketten und die Entwicklung innovativer Geschäftsmodelle zu begünstigen sowie die erforderliche Zeitspanne von der Innovation bis zur kommerziellen Nutzung zu verkürzen und die Einführung KI-gestützter Lösungen in Bereichen von öffentlichem Interesse und in der Gesellschaft zu fördern.

Spezifisches Ziel 3 — Cybersicherheit und Vertrauen

Mit dem finanziellen Beitrag der Union im Rahmen des spezifischen Ziels 3 — Cybersicherheit und Vertrauen werden die folgenden operativen Ziele verfolgt:

  1. Unterstützung der Entwicklung und Beschaffung fortgeschrittener Cybersicherheitsausrüstung und -werkzeuge sowie Dateninfrastrukturen in Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten, um auf europäischer Ebene ein hohes gemeinsames Maß an Cybersicherheit zu erreichen, unter uneingeschränkter Beachtung der Datenschutzvorschriften und der Grundrechte und unter Sicherstellung der strategischen Autonomie der Union;
  2. Unterstützung der Entwicklung und optimalen Nutzung europäischer Kenntnisse, Kapazitäten und Kompetenzen im Bereich der Cybersicherheit sowie der Verbreitung und allgemeinen Anwendung bewährter Verfahren;
  3. Sicherstellung einer breiten Einführung wirksamer moderner Cybersicherheitslösungen in allen Bereichen der europäischen Wirtschaft mit einem besonderen Augenmerk auf Behörden und KMU;
  4. Stärkung der Fähigkeiten in den Mitgliedstaaten und in der Privatwirtschaft, die Einhaltung der Richtlinie (EU) 2016/1148 des Europäischen Parlaments und des Rates zu unterstützen, auch durch Maßnahmen, mit denen die Übernahme bewährter Verfahren auf dem Gebiet der Cybersicherheit vorangebracht wird;
  5. Stärkung der Abwehrfähigkeit gegenüber Cyberangriffen, Hinwirken auf eine bessere Risikoerkennung und bessere Kenntnisse über Cybersicherheitsverfahren, Unterstützung öffentlicher und privater Organisationen bei der Einhaltung eines elementaren Maßes an Cybersicherheit, etwa durch Einführung der Übermittlungsverschlüsselung beim Datenverkehr und durch Softwareaktualisierungen;
  6. Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen dem zivilen und dem Verteidigungsbereich bei Cybersicherheits-Projekten, -Diensten, -Kompetenzen und -Anwendungen mit doppeltem Verwendungszweck gemäß einer Verordnung zur Einrichtung des Europäischen Kompetenzzentrums für Cybersicherheit in Industrie, Technologie und Forschung und des Netzes nationaler Koordinierungszentren (im Folgenden „Verordnung über das Kompetenzzentrum für Cybersicherheit“).

Spezifisches Ziel 4 — Fortgeschrittene digitale Kompetenzen

Mit dem finanziellen Beitrag der Union im Rahmen des spezifischen Ziels 4 — Fortgeschrittene digitale Kompetenzen wird die Entwicklung fortgeschrittener digitaler Kompetenzen in den Bereichen des Programms unterstützt, um einen Beitrag zum Ausbau des europäischen Talentpools zu leisten, die digitale Kluft zu überbrücken und größere Professionalität zu fördern, insbesondere im Hinblick auf Hochleistungsrechnen und Cloud-Computing, Big-Data-Analyse, Cybersicherheit, Distributed-Ledger-Technologien (z. B. Blockchain), Quantentechnologien, Robotik und KI, unter Berücksichtigung einer ausgewogenen Vertretung der Geschlechter. Um Qualifikationsungleichgewichte zu beheben und die Spezialisierung in digitalen Technologien und Anwendungen zu fördern, werden mit dem genannten finanziellen Beitrag die folgenden operativen Ziele verfolgt:

  1. Unterstützung der Konzeption und Durchführung hochwertiger langfristiger Schulungen und Kurse, einschließlich integrierten Lernens, für Studierende und für Arbeitskräfte;
  2. Unterstützung der Konzeption und Durchführung hochwertiger kurzfristiger Schulungen und Kurse für Arbeitskräfte, insbesondere in KMU und im öffentlichen Sektor;
  3. Unterstützung hochwertiger Schulungen am Arbeitsplatz und von Praktika für Studierende und Arbeitskräfte, insbesondere in KMU und im öffentlichen Sektor.

Spezifisches Ziel 5 — Einführung und optimale Nutzung digitaler Kapazitäten und Interoperabilität

Mit dem finanziellen Beitrag der Union im Rahmen des spezifischen Ziels 5 — Einführung und optimale Nutzung digitaler Kapazitäten und Interoperabilität werden die folgenden operativen Ziele bei gleichzeitiger Überbrückung der digitalen Kluft verfolgt:

  1. Unterstützung für den öffentlichen Sektor und für Bereiche von öffentlichem Interesse, wie Gesundheit und Pflege, Bildung, Justiz, Zoll, Verkehr, Mobilität, Energie, Umwelt sowie die Kultur- und Kreativbranche, einschließlich in der Union niedergelassener Unternehmen in diesen Bereichen, damit moderne digitale Technologien, wie etwa Hochleistungsrechnen, KI und Cybersicherheit, tatsächlich eingeführt und genutzt werden;
  2. Einführung, Betrieb und Instandhaltung transeuropäischer interoperabler moderner Infrastrukturen für digitale Dienste, einschließlich zugehöriger Dienste, in der gesamten Union und komplementär zu nationalen und regionalen Maßnahmen;
  3. Unterstützung der Integration und Nutzung transeuropäischer Infrastrukturen für digitale Dienste und vereinbarter europäischer Digitalstandards im öffentlichen Sektor und in Bereichen von öffentlichem Interesse, um eine kosteneffiziente Einführung und Interoperabilität zu erleichtern;
  4. Erleichterung der Entwicklung, Aktualisierung und Nutzung von Lösungen und Rahmen durch öffentliche Verwaltungen, Unternehmen und Bürger, einschließlich Open-Source-Lösungen und der Weiterverwendung von Interoperabilitätslösungen und -rahmen;
  5. ein leicht wahrzunehmendes Angebot an den öffentlichen Sektor und an die Industrie der Union, insbesondere an KMU, digitale Technologien zu testen und in Pilotprojekten zu erproben, und Ausweitung ihrer Nutzung, einschließlich ihrer grenzüberschreitenden Nutzung;
  6. Unterstützung der Einführung fortgeschrittener digitaler und verwandter Technologien — darunter insbesondere Hochleistungsrechnen, KI, Cybersicherheit, andere Spitzentechnologien und Zukunftstechnologien wie Distributed-Ledger-Technologien (z. B. Blockchain) — im öffentlichen Sektor und in der Industrie der Union, insbesondere in KMU und Start-up-Unternehmen;
  7. Unterstützung der Konzeption, Erprobung, Umsetzung sowie Einführung und Instandhaltung interoperabler digitaler Lösungen — einschließlich Lösungen der digitalen Verwaltung — für öffentliche Dienste auf Unionsebene, die mithilfe einer Plattform für datengesteuerte weiterverwendbare Lösungen umgesetzt werden und der Innovationsförderung und Festlegung gemeinsamer Rahmen dienen, um das volle Potenzial der Dienste der öffentlichen Verwaltungen für Bürger und Unternehmen freizusetzen;
  8. Sicherstellung, dass auf Unionsebene durchgängig die Kapazitäten für eine führende Rolle beim digitalen Fortschritt vorhanden sind, zusätzlich zur Beobachtung und Analyse sich rasch entwickelnder digitaler Trends und zur Anpassung daran, sowie Austausch und allgemeine Anwendung bewährter Verfahren;
  9. Unterstützung der Zusammenarbeit bei der Verwirklichung eines europäischen Ökosystems für vertrauenswürdigen Datenaustausch und vertrauenswürdige digitale Infrastrukturen, unter anderem durch Verwendung von Diensten und Anwendungen auf Grundlage von Distributed-Ledger-Technologien (z. B. Blockchain), einschließlich der Unterstützung der Interoperabilität und Normung sowie durch Förderung der Einführung grenzüberschreitender Anwendungen der Union, die auf eingebauter Sicherheit und eingebautem Datenschutz („security and privacy by design“) beruhen, unter Einhaltung der Verbraucher- und Datenschutzvorschriften;
  10. Aufbau und Stärkung der Europäischen Digitalen Innovationszentren und ihres Netzes.
Call
Safer Internet Centres (SICs)
Beschreibung zu Call
"Safer Internet Centres (SICs)"

Ziele:

Ziel des Themas ist es, nationale SICs (d. h. Knotenpunkte, in denen sich NROs, staatliche Stellen/Agenturen und Organisationen des Privatsektors versammeln) bei der Bereitstellung von Informationen zur Online-Sicherheit, Bildungsressourcen, Instrumenten zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit sowie Beratungs- und Meldediensten (über spezielle Helplines und Hotlines) für junge Menschen, Lehrer und Eltern zu unterstützen. Die von den SICs durchgeführten Aktivitäten werden Minderjährigen dabei helfen, mit Online-Risiken umzugehen und sich zu medienkompetenten, widerstandsfähigen digitalen Bürgern zu entwickeln, und sie werden es den Bürgern ermöglichen, anonym Material über sexuellen Kindesmissbrauch im Internet zu melden (CSAM).

Umfang:

Die Finanzierung wird die finanzielle Nachhaltigkeit des europäischen SIC-Netzes sicherstellen, indem sie es dem ausgezeichneten nationalen Safer-Internet-Zentrum ermöglicht, mindestens Folgendes anzubieten:

Aktivität 1

Ein Zentrum zur Sensibilisierung von Kindern, Eltern, Lehrern und anderen Fachleuten, die mit Kindern arbeiten (z. B. Erzieher, Kinderbetreuer, Gesundheitspersonal), für die Chancen und Risiken des Internets. Der Schwerpunkt wird - auch im Lichte der Erfahrungen mit der Covid-19-Krise - darauf liegen, neu auftretende Risiken (z. B. selbst erstellte sexualisierte Inhalte, Live-Streaming von gewalttätigen und altersunangemessenen Inhalten, Datafizierung der Kindheit) und Herausforderungen wie psychische und physische Gesundheitsprobleme im Zusammenhang mit der Nutzung von Technologien (Selbstbeschädigung, Sucht, Wahrnehmung der eigenen Identität und des Selbstbildes) zu erkennen und anzugehen sowie die digitale Kompetenz, das Empowerment und die Beteiligung junger Menschen zu fördern.

Im Einzelnen wird das Sensibilisierungszentrum:

  1. informative und innovative Sensibilisierungskampagnen und Ressourcen entwickeln, um Kindern die digitalen Fähigkeiten und Werkzeuge zu vermitteln, die sie benötigen, um die Vorteile des digitalen Wandels zu nutzen. Förderung des Bewusstseins von Eltern und Kindern für qualitativ hochwertige und altersgerechte Online-Inhalte und -Erfahrungen und Bereitstellung der entsprechenden Ressourcen über ihre Dienste. Die vorgeschlagenen Ressourcen sollten eine ausgewogene Mischung aus verschiedenen publikumsfreundlichen und zugänglichen Online- und Offline-Ressourcen darstellen, wie z. B.: Lehrmittel, Apps, Broschüren und Faltblätter, Videos, Spiele, Blogs, Vlogs, Poster usw. Die Ressourcen sollten sich mit den Rechten von Kindern befassen und eine Reihe von Altersgruppen und Themen abdecken. Darüber hinaus sollten positive Online-Erfahrungen gefördert werden, z. B. durch die Anregung der Nutzung von Spielen und anderen ansprechenden Medien zur Unterstützung der Bewusstseinsbildung und durch die Ermutigung von Kindern, ihre Bedürfnisse für einen besseren Schutz und mehr Selbstbestimmung im digitalen Wandel zu definieren.
  2. Direkter Kontakt mit Kindern aus verschiedenen demografischen Gruppen, einschließlich der Organisation regelmäßiger Jugendbeteiligungsaktivitäten, die es ihnen ermöglichen, ihre Ansichten zu äußern und ihr Wissen und ihre Erfahrungen im Umgang mit Online-Technologien zu bündeln. Besonderes Augenmerk sollte auf die Maximierung der Chancen und die Minimierung der Risiken für Kinder in gefährdeten Situationen gelegt werden (z. B. Kinder mit Behinderungen, Kinder, die einer rassischen oder ethnischen Minderheit angehören, Opfer im Kindesalter).
  3. Bewertung der Auswirkungen der Sensibilisierungskampagnen auf die Zielgruppen und regelmäßiges qualitatives und quantitatives Feedback auf europäischer Ebene im Sinne der EU-Plattform "Better Internet for Kids" (BIK);
  4. Aufbau und Pflege von Partnerschaften sowie Förderung des Dialogs und des Informationsaustauschs mit wichtigen Akteuren (Regierungsstellen, Privatsektor, Nutzerorganisationen und Bildungsakteure) auf nationaler Ebene.

Aktivität 2

Eine Helpline, die Kindern, Eltern und anderen betroffenen Erwachsenen Rat und Unterstützung in Fragen der Nutzung digitaler Technologien und Dienste durch Kinder gibt. Im Einzelnen wird die Helpline:

  1. Einzelgespräche per Telefon, E-Mail und Online-Chat mit geschulten Helfern anbieten, um Kinder und Eltern in Online-Fragen zu beraten und zu unterstützen; Lösungen für eine "24 Stunden am Tag / 7 Tage die Woche"-Unterstützung sollten geprüft werden, einschließlich des Einsatzes von künstlicher Intelligenz zusammen mit menschlicher Moderation, wenn dies angebracht ist;
  2. Entwicklung/Lancierung einer ehrgeizigen nationalen Kommunikationsstrategie einschließlich wichtiger Leistungsindikatoren, sowohl in Bezug auf die Reichweite als auch auf die Wirkung, um den Bekanntheitsgrad der Beratungsdienste zu erhöhen;
  3. Ausarbeitung bzw. Aktualisierung der Betriebsleitlinien im Einklang mit den nationalen Rechtsvorschriften, einschließlich der Datenschutzbestimmungen;
  4. Regelmäßiges qualitatives und quantitatives Feedback auf europäischer Ebene zu den wichtigsten Online-Risiken und neuen Trends, wie sie von der EU-Plattform "Besseres Internet für Kinder" (BIK) definiert wurden, bereitstellen.

Aktivität 3

Eine Hotline zur Bekämpfung von CSAM (d.h. Entgegennahme, Analyse und Bearbeitung von Meldungen über solches Material). Eine engere Zusammenarbeit mit den Strafverfolgungsbehörden und dem Privatsektor sollte weiter erforscht werden. Zu den spezifischen Aufgaben gehören die folgenden:

  1. Einrichtung bzw. Weiterführung einer Hotline zur Entgegennahme von Informationen aus der Öffentlichkeit in Bezug auf potenzielle CSAM (Meldungen) und gegebenenfalls Rassismus und Fremdenfeindlichkeit;
  2. Erstellung oder Aktualisierung des Verfahrenshandbuchs für die Hotline in Zusammenarbeit mit den Strafverfolgungsbehörden und im Einklang mit den Leitlinien für bewährte Praktiken;
  3. Zusammenarbeit mit dem INHOPE-Netz von Meldestellen und volle Nutzung der technischen Infrastruktur ICCAM und Anschluss daran;
  4. Durchführung einer vorläufigen Bewertung der Rechtmäßigkeit der gemeldeten Inhalte und Rückverfolgung ihrer Herkunft und Weiterleitung der Meldung an die Stelle, die Maßnahmen ergreifen soll (Internetdienstanbieter, Strafverfolgungsbehörde oder entsprechende Hotline), einschließlich der systematischen Benachrichtigung des Host-Providers über als CSAM bewertete Inhalte und Überwachung der Abschaltung; Weiterleitung des Verdachts auf illegale Inhalte an bestimmte Akteure (Internetdienstanbieter, Strafverfolgungsbehörde oder entsprechende Hotline) zur weiteren Bewertung;
  5. Gewährleistung der Kompatibilität mit den Datenformaten der technischen Infrastruktur ICCAM und Bereitstellung von Statistiken, die für die Messung der Auswirkungen und der Wirksamkeit des Hotlinenetzes erforderlich sind (z. B. Zeit bis zur Entfernung des illegalen Inhalts);
  6. Entwicklung/Aktualisierung und Einführung einer ehrgeizigen nationalen Kommunikationsstrategie mit wichtigen Leistungsindikatoren, sowohl in Bezug auf die Reichweite als auch auf die Wirkung, um den Bekanntheitsgrad der Hotline-Dienste zu erhöhen;
  7. Entwicklung/Aktualisierung und Umsetzung eines proaktiven Überwachungs- und Follow-up-Verfahrens für die Löschung von CSAM, wo dies rechtlich möglich ist, einschließlich der Erhebung statistischer Daten (z. B. Zeitpunkt des Eingangs von Meldungen, Hinweisen, Löschung; Anzahl der an die Strafverfolgungsbehörden übermittelten Meldungen, Anträge auf Löschung bei Hosting-Diensten, Rückmeldungen an die Nutzer);
  8. Ausweitung des Melde- und Takedown-Verfahrens auf Material zur sexuellen Ausbeutung von Kindern (CSEM), das auf nationaler Ebene nicht als illegal eingestuft wird (z. B. Posing, Nacktheit), soweit dies rechtlich möglich ist, um die personenbezogenen Daten von Kindern zu schützen;
  9. Ausdehnung des Melde- und Takedown-Verfahrens für CSAM auf Länder ohne nationale Hotline, wo dies rechtlich möglich ist;
  10. Vorschlag eines Konzepts, das einen hohen Automatisierungsgrad bei der Bearbeitung von Meldungen ermöglicht und so manuelle Aufgaben reduziert. Die Automatisierungsstrategie muss das nationale rechtliche Umfeld berücksichtigen, das die Grenzen für den Betrieb der Hotline setzt.

SICs müssen aus einem Sensibilisierungszentrum und einer Helpline, vorzugsweise einer Hotline, bestehen. Wenn eine Hotline nicht Teil des Vorschlags ist, muss dies begründet werden. Von den SICs, die im Rahmen dieser Aufforderung einen Zuschuss erhalten, wird erwartet, dass sie sich dem Insafe-Netz der Sensibilisierungszentren und Beratungsstellen sowie dem INHOPE-Netz der Hotlines anschließen.

Es wird erwartet, dass die drei Bereiche des SIC zusammenarbeiten, indem sie einen einheitlichen Beirat mit relevanten nationalen Interessenvertretern (z. B. aus Behörden, Wissenschaft, Privatsektor, Zivilgesellschaft, Vertretern von Eltern, Lehrern und Kindern) einrichten oder weiterführen und aktiv zur Umsetzung eines europäischen Ansatzes beitragen, indem sie Informationen, bewährte Verfahren und Ressourcen mit der EU-Plattform "Besseres Internet für Kinder" (BIK) austauschen und an Veranstaltungen auf EU-Ebene teilnehmen.

Die Finanzierung ist auf ein Safer-Internet-Zentrum pro förderfähigem Land begrenzt.

Erwartetes Ergebnis:

Die Investition wird ein europaweites Netz von SICs schaffen, das es Kindern ermöglicht, durch Sensibilisierungsmaßnahmen in der informellen und formalen Bildung (z. B. Jugendbeteiligungsmaßnahmen, Workshops, Unterrichtsbesuche, Wettbewerbe) zu widerstandsfähigeren Nutzern digitaler Medien zu werden. Eltern, Lehrer und andere Fachleute, die mit Kindern arbeiten, werden durch Informationsveranstaltungen, Programme zur Schulung von Ausbildern sowie Online- und Offline-Materialien ein besseres Verständnis für die Risiken und Chancen des Zugangs von Kindern zu digitalen Inhalten und Diensten erlangen. Lokale, nationale und europäische Akteure werden durch den Helpline-Dienst rechtzeitig Informationen über neu auftretende Risiken erhalten. Die Behörden, einschließlich der Strafverfolgungsbehörden, werden Zugang zu Ressourcen und Diensten haben und sich mit den Analysten der Hotline austauschen können, um bessere Präventionsmaßnahmen zu entwickeln und CSAM wirksam zu beseitigen. Der Privatsektor wird von den größeren Marktchancen für hochwertige Online-Inhalte profitieren und mit den SICs durch gemeinsame Initiativen und Sensibilisierungskampagnen wie den Safer Internet Day zusammenarbeiten.

Für jeden der drei Aktionsbereiche müssen die für eine Förderung ausgewählten Vorschläge nachweisen, dass sie bis zum Ende der Aktion die folgenden Ergebnisse erzielt haben:

Aktivität 1: Ein Bewusstseinszentrum

  1. Ein Verbreitungs- und Kommunikationsplan für die Sensibilisierungsmaßnahmen, einschließlich der wichtigsten Leistungsindikatoren, sowohl in Bezug auf die Reichweite als auch auf die Wirkung für jede der vorgeschlagenen Maßnahmen und Ressourcen, die sich an Kinder, Eltern, Lehrer und andere Fachleute, die mit Kindern arbeiten, richten.
  2. Regelmäßiges qualitatives und quantitatives Feedback auf europäischer Ebene gemäß der EU-Plattform "Besseres Internet für Kinder".
  3. Eine Bewertung der Auswirkungen der Sensibilisierungskampagnen auf die Zielgruppen und ein Bericht über die wichtigsten Leistungsindikatoren.
  4. Ein Bericht über die aufgebauten/gepflegten Partnerschaften und den Informationsaustausch mit wichtigen Akteuren (z. B. Regierungsstellen, Privatsektor, Nutzerorganisationen, Bildungsakteure) auf nationaler Ebene.

Aktivität 2: Helpline

  1. Eine nationale Kommunikations- und Verbreitungsstrategie mit wichtigen Leistungsindikatoren, sowohl in Bezug auf die Reichweite als auch auf die Wirkung, um die Sichtbarkeit der Helpline-Dienste zu erhöhen.
  2. Ein Leitfaden für den Betrieb der Helpline im Einklang mit den nationalen Rechtsvorschriften, einschließlich der Datenschutzbestimmungen.
  3. Regelmäßiges qualitatives und quantitatives Feedback auf europäischer Ebene im Sinne der EU-Plattform "Besseres Internet für Kinder" (BIK).
  4. Eine Bewertung der Auswirkungen der nationalen Kommunikations- und Verbreitungsstrategie und ein Bericht über die wichtigsten Leistungsindikatoren der Helpline.

Aktivität 3: Hotline

  1. Eine nationale Kommunikations- und Verbreitungsstrategie mit wichtigen Leistungsindikatoren, sowohl in Bezug auf die Reichweite als auch auf die Wirkung, um den Bekanntheitsgrad der Hotline-Dienste zu erhöhen.
  2. Eine Bewertung der Auswirkungen der nationalen Kommunikations- und Verbreitungsstrategie und ein Bericht über die wichtigsten Leistungsindikatoren der Hotline.
  3. Ein Verfahrenshandbuch für die Hotline in Zusammenarbeit mit den Strafverfolgungsbehörden und in Übereinstimmung mit den Leitlinien für bewährte Verfahren.
  4. Regelmäßige und zeitnahe Bearbeitung der eingegangenen Meldungen. Soweit rechtlich möglich, muss die Hotline eine vorläufige Bewertung der Rechtmäßigkeit der gemeldeten Inhalte vornehmen, ihren Ursprung zurückverfolgen und die Meldung an die zuständige Stelle (Internetdienstanbieter, Strafverfolgungsbehörde oder entsprechende Hotline) weiterleiten, damit diese tätig werden kann. Dies sollte, soweit rechtlich möglich, eine systematische Benachrichtigung des Host-Providers über als CSAM bewertete Inhalte, die Überwachung der Abschaltung und/oder die Weiterleitung mutmaßlich illegaler Inhalte an bestimmte Beteiligte (Internetdienstanbieter, Strafverfolgungsbehörde oder entsprechende Hotline) zur weiteren Bewertung umfassen.
  5. Kompatibilität mit den Datenformaten der technischen Infrastruktur ICCAM und die Erstellung von Statistiken, die für die Messung der Auswirkungen und der Effektivität des Hotlinenetzes erforderlich sind (z.B. Zeit bis zur Entfernung des illegalen Inhalts).
  6. Ein proaktives Monitoring- und Follow-up-Verfahren für das Takedown von CSAM, soweit rechtlich möglich, einschließlich der Erhebung statistischer Daten (z.B. Zeitpunkt des Eingangs von Meldung, Hinweis und Takedown).
  7. Ausweitung des Melde- und Takedown-Verfahrens für CSAM auf Länder ohne nationale Hotline, wo dies rechtlich möglich ist.
  8. Eine Ausweitung des Notice-and-Takedown-Verfahrens auf die CSEM, soweit rechtlich möglich, einschließlich der Erhebung statistischer Daten (z.B. Zeitpunkt des Eingangs von Meldungen, Hinweisen, Takedowns).
  9. Ein Bericht über die Konzeption und Umsetzung der automatisierten Bearbeitung von Meldungen.
Themen Digitalisierung, IKT, Telekommunikation, Forschung & Innovation, Technologietransfer & -austausch, Integration in die Gesellschaft, Europäische Bürgerschaft, Shared Services, Verwaltung & Governance, Kapazitätenaufbau, Kooperationsnetzwerke, Institutionelle Kooperation, Justiz, Sicherheit, Kunst & Kultur, Kulturerbe, Geschichte, Medien, Kinder & Jugend, Bildung & Erziehung
Fördergebiet EU Mitgliedstaaten
Überseeische Länder und Hoheitsgebiete (ÜLG)
Island
Israel
Liechtenstein
Moldau
Norwegen
Serbien
Türkei
Ukraine
Herkunftsgebiet Antragsteller EU Mitgliedstaaten
Überseeische Länder und Hoheitsgebiete (ÜLG)
Island
Israel
Liechtenstein
Moldau
Norwegen
Serbien
Türkei
Ukraine
Förderfähige Antragsteller Kleine und mittlere Unternehmen, KMU (10 bis 249 Beschäftigte), Kleinstunternehmen (unter 10 Beschäftigte), Sonstiges, Unternehmen (mehr als 250 Beschäftigte bzw. undefiniert), Öffentliche Einrichtung, Universität/(Fach)Hochschule, NGO / NPO, Verein, Start-Up Unternehmen
Antragsteller Details Um förderfähig zu sein, müssen die Antragsteller (Begünstigte und angeschlossene Einrichtungen):
  • juristische Personen sein (öffentliche oder private Einrichtungen)
  • in einem der förderfähigen Länder ansässig sein, d.h.:
    • EU-Mitgliedstaaten (einschließlich überseeischer Länder und Gebiete (ÜLG))
    • gelistete EWR-Länder und Länder, die mit dem Programm "Digitales Europa" assoziiert sind, oder Länder, mit denen derzeit über ein Assoziierungsabkommen verhandelt wird und bei denen das Abkommen vor der Unterzeichnung in Kraft tritt
  • Natürliche Personen sind NICHT förderfähig (mit Ausnahme von Selbstständigen, d.h. Einzelunternehmern, bei denen das Unternehmen keine von der natürlichen Person getrennte Rechtspersönlichkeit besitzt).
  • Internationale Organisationen sind NICHT förderfähig, es sei denn, es handelt sich um internationale Organisationen von europäischem Interesse im Sinne von Artikel 2 der Verordnung "Digitales Europa" (d. h. internationale Organisationen, deren Mitglieder mehrheitlich Mitgliedstaaten sind oder deren Hauptsitz sich in einem Mitgliedstaat befindet).
  • EU-Einrichtungen (mit Ausnahme der Gemeinsamen Forschungsstelle der Europäischen Kommission) können NICHT Teil des Konsortiums sein.
Projektpartner Details Zielgruppen sind bestehende oder neue Safer-Internet-Zentren in den förderfähigen Ländern.
Art der Finanzierung Finanzhilfen

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