Call: Europäische Beobachtungsstelle für digitale Medien (EDMO) - nationale und multinationale Knotenpunkte

Programm
Akronym DIGITAL
Art des Fonds Direkte Mittelverwaltung
Beschreibung zu Programm
"Digitales Europa"

Die allgemeinen Ziele des Programms bestehen darin, den digitalen Wandel der europäischen Wirtschaft, Industrie und Gesellschaft zu unterstützen und zu beschleunigen, seine Vorteile den Bürgern, öffentlichen Verwaltungen und Unternehmen unionsweit zugutekommen zu lassen, die Wettbewerbsfähigkeit Europas in der globalen digitalen Wirtschaft zu steigern und zugleich unionsweit zur Überbrückung der digitalen Kluft beizutragen und die strategische Autonomie der Union zu stärken, und zwar durch eine ganzheitliche, sektorübergreifende und grenzüberschreitende Unterstützung und einen größeren Beitrag der Union

Das Programm wird gegebenenfalls in enger Abstimmung mit anderen Programmen der Union durchgeführt und zielt darauf ab,

  1. Europas Kapazitäten in Bereichen digitaler Schlüsseltechnologien durch großflächige Einführung zu stärken und zu fördern;
  2. im Privatsektor und in Bereichen von öffentlichem Interesse die Verbreitung und Akzeptanz von Europas digitalen Schlüsseltechnologien auszubauen, indem sie den digitalen Wandel und den Zugang zu digitalen Technologien fördert.

Es wird die kritischen digitalen Kapazitäten der EU stärken, indem es sich auf die Schlüsselbereiche künstliche Intelligenz (KI), Cybersicherheit, fortgeschrittene Datenverarbeitung, Dateninfrastruktur, Governance und Verarbeitung, den Einsatz dieser Technologien und ihre optimale Nutzung in kritischen Sektoren wie Energie, Klimawandel und Umwelt, Fertigung, Landwirtschaft und Gesundheit konzentriert. Das Programm verfolgt somit fünf miteinander verknüpfte spezifische Ziele:

  1. Spezifisches Ziel 1 — Hochleistungsrechnen;
  2. Spezifisches Ziel 2 — Künstliche Intelligenz;
  3. Spezifisches Ziel 3 — Cybersicherheit und Vertrauen;
  4. Spezifisches Ziel 4 — Fortgeschrittene digitale Kompetenzen;
  5. Spezifisches Ziel 5 — Einführung und optimale Nutzung digitaler Kapazitäten und Interoperabilität.

Das Programm "Digitales Europa" ist von strategischer Bedeutung für die Unterstützung der digitalen Transformation der industriellen Ökosysteme der EU und zielt darauf ab, Arbeitskräfte für diese fortschrittlichen digitalen Technologien zu qualifizieren. Es unterstützt die Industrie, kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und die öffentliche Verwaltung bei ihrer digitalen Transformation mit einem verstärkten Netzwerk von Europäischen Zentren für digitale Innovation (EDIH). Das Programm wird den wirtschaftlichen Aufschwung beschleunigen und den digitalen Wandel in Europa vorantreiben.

Spezifisches Ziel 1 — Hochleistungsrechnen

Mit dem finanziellen Beitrag der Union im Rahmen des spezifischen Ziels 1 — Hochleistungsrechnen werden die folgenden operativen Ziele verfolgt:

  1. Einführung, Koordinierung auf Unionsebene und Betrieb einer nachfrageorientierten und anwendungsgesteuerten integrierten Exa-Supercomputer- und -Dateninfrastruktur von Weltrang, die für öffentliche und private Nutzer, insbesondere KMU, unabhängig davon, in welchem Mitgliedstaat sie niedergelassen sind, sowie für Forschungszwecke gemäß der Verordnung (EU) 2018/1488 leicht zugänglich ist;
  2. Einführung einsatzbereiter operativer Technologie aus Forschung und Innovation, um ein integriertes Ökosystem für das Hochleistungsrechnen in der Union aufzubauen, das verschiedene Aspekte in den Segmenten der wissenschaftlichen und industriellen Wertschöpfungskette umfasst — einschließlich Hardware, Software, Anwendungen, Dienste, Vernetzung und digitaler Kompetenzen — und ein hohes Sicherheits- und Datenschutzniveau aufweist;
  3. Einführung und Betrieb einer Nach-Exa-Infrastruktur, einschließlich Integration mit Quantencomputertechnologien und Forschungsinfrastrukturen für Informatik, sowie Begünstigung einer in der Union erfolgenden Entwicklung der für diese Einführung nötigen Hardware und Software.

Spezifisches Ziel 2 — Künstliche Intelligenz

Mit dem finanziellen Beitrag der Union im Rahmen des spezifischen Ziels 2 — Künstliche Intelligenz werden die folgenden operativen Ziele verfolgt:

  1. Aufbau und Stärkung der Kernkapazitäten und des Basiswissens im Bereich der KI in der Union, darunter der Aufbau und die Stärkung hochwertiger Datenressourcen und entsprechender Austauschverfahren, sowie von Algorithmenbibliotheken, wobei gleichzeitig ein menschenzentriertes, inklusives Konzept sichergestellt wird, bei dem die Werte der Union geachtet werden;
  2. Zugänglichmachung der unter Buchstabe a genannten Kapazitäten für Unternehmen, insbesondere KMU und Start-up-Unternehmen, sowie für die Zivilgesellschaft, gemeinnützige Organisationen, Forschungseinrichtungen, Hochschulen und öffentliche Verwaltungen, um ihren Nutzen für die europäische Gesellschaft und Wirtschaft zu maximieren;
  3. Stärkung und Vernetzung von Test- und Experimentiereinrichtungen für KI in den Mitgliedstaaten;
  4. Entwicklung und Stärkung kommerzieller Anwendungs- und Produktionssysteme, um die Einbindung von Technologien in Wertschöpfungsketten und die Entwicklung innovativer Geschäftsmodelle zu begünstigen sowie die erforderliche Zeitspanne von der Innovation bis zur kommerziellen Nutzung zu verkürzen und die Einführung KI-gestützter Lösungen in Bereichen von öffentlichem Interesse und in der Gesellschaft zu fördern.

Spezifisches Ziel 3 — Cybersicherheit und Vertrauen

Mit dem finanziellen Beitrag der Union im Rahmen des spezifischen Ziels 3 — Cybersicherheit und Vertrauen werden die folgenden operativen Ziele verfolgt:

  1. Unterstützung der Entwicklung und Beschaffung fortgeschrittener Cybersicherheitsausrüstung und -werkzeuge sowie Dateninfrastrukturen in Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten, um auf europäischer Ebene ein hohes gemeinsames Maß an Cybersicherheit zu erreichen, unter uneingeschränkter Beachtung der Datenschutzvorschriften und der Grundrechte und unter Sicherstellung der strategischen Autonomie der Union;
  2. Unterstützung der Entwicklung und optimalen Nutzung europäischer Kenntnisse, Kapazitäten und Kompetenzen im Bereich der Cybersicherheit sowie der Verbreitung und allgemeinen Anwendung bewährter Verfahren;
  3. Sicherstellung einer breiten Einführung wirksamer moderner Cybersicherheitslösungen in allen Bereichen der europäischen Wirtschaft mit einem besonderen Augenmerk auf Behörden und KMU;
  4. Stärkung der Fähigkeiten in den Mitgliedstaaten und in der Privatwirtschaft, die Einhaltung der Richtlinie (EU) 2016/1148 des Europäischen Parlaments und des Rates zu unterstützen, auch durch Maßnahmen, mit denen die Übernahme bewährter Verfahren auf dem Gebiet der Cybersicherheit vorangebracht wird;
  5. Stärkung der Abwehrfähigkeit gegenüber Cyberangriffen, Hinwirken auf eine bessere Risikoerkennung und bessere Kenntnisse über Cybersicherheitsverfahren, Unterstützung öffentlicher und privater Organisationen bei der Einhaltung eines elementaren Maßes an Cybersicherheit, etwa durch Einführung der Übermittlungsverschlüsselung beim Datenverkehr und durch Softwareaktualisierungen;
  6. Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen dem zivilen und dem Verteidigungsbereich bei Cybersicherheits-Projekten, -Diensten, -Kompetenzen und -Anwendungen mit doppeltem Verwendungszweck gemäß einer Verordnung zur Einrichtung des Europäischen Kompetenzzentrums für Cybersicherheit in Industrie, Technologie und Forschung und des Netzes nationaler Koordinierungszentren (im Folgenden „Verordnung über das Kompetenzzentrum für Cybersicherheit“).

Spezifisches Ziel 4 — Fortgeschrittene digitale Kompetenzen

Mit dem finanziellen Beitrag der Union im Rahmen des spezifischen Ziels 4 — Fortgeschrittene digitale Kompetenzen wird die Entwicklung fortgeschrittener digitaler Kompetenzen in den Bereichen des Programms unterstützt, um einen Beitrag zum Ausbau des europäischen Talentpools zu leisten, die digitale Kluft zu überbrücken und größere Professionalität zu fördern, insbesondere im Hinblick auf Hochleistungsrechnen und Cloud-Computing, Big-Data-Analyse, Cybersicherheit, Distributed-Ledger-Technologien (z. B. Blockchain), Quantentechnologien, Robotik und KI, unter Berücksichtigung einer ausgewogenen Vertretung der Geschlechter. Um Qualifikationsungleichgewichte zu beheben und die Spezialisierung in digitalen Technologien und Anwendungen zu fördern, werden mit dem genannten finanziellen Beitrag die folgenden operativen Ziele verfolgt:

  1. Unterstützung der Konzeption und Durchführung hochwertiger langfristiger Schulungen und Kurse, einschließlich integrierten Lernens, für Studierende und für Arbeitskräfte;
  2. Unterstützung der Konzeption und Durchführung hochwertiger kurzfristiger Schulungen und Kurse für Arbeitskräfte, insbesondere in KMU und im öffentlichen Sektor;
  3. Unterstützung hochwertiger Schulungen am Arbeitsplatz und von Praktika für Studierende und Arbeitskräfte, insbesondere in KMU und im öffentlichen Sektor.

Spezifisches Ziel 5 — Einführung und optimale Nutzung digitaler Kapazitäten und Interoperabilität

Mit dem finanziellen Beitrag der Union im Rahmen des spezifischen Ziels 5 — Einführung und optimale Nutzung digitaler Kapazitäten und Interoperabilität werden die folgenden operativen Ziele bei gleichzeitiger Überbrückung der digitalen Kluft verfolgt:

  1. Unterstützung für den öffentlichen Sektor und für Bereiche von öffentlichem Interesse, wie Gesundheit und Pflege, Bildung, Justiz, Zoll, Verkehr, Mobilität, Energie, Umwelt sowie die Kultur- und Kreativbranche, einschließlich in der Union niedergelassener Unternehmen in diesen Bereichen, damit moderne digitale Technologien, wie etwa Hochleistungsrechnen, KI und Cybersicherheit, tatsächlich eingeführt und genutzt werden;
  2. Einführung, Betrieb und Instandhaltung transeuropäischer interoperabler moderner Infrastrukturen für digitale Dienste, einschließlich zugehöriger Dienste, in der gesamten Union und komplementär zu nationalen und regionalen Maßnahmen;
  3. Unterstützung der Integration und Nutzung transeuropäischer Infrastrukturen für digitale Dienste und vereinbarter europäischer Digitalstandards im öffentlichen Sektor und in Bereichen von öffentlichem Interesse, um eine kosteneffiziente Einführung und Interoperabilität zu erleichtern;
  4. Erleichterung der Entwicklung, Aktualisierung und Nutzung von Lösungen und Rahmen durch öffentliche Verwaltungen, Unternehmen und Bürger, einschließlich Open-Source-Lösungen und der Weiterverwendung von Interoperabilitätslösungen und -rahmen;
  5. ein leicht wahrzunehmendes Angebot an den öffentlichen Sektor und an die Industrie der Union, insbesondere an KMU, digitale Technologien zu testen und in Pilotprojekten zu erproben, und Ausweitung ihrer Nutzung, einschließlich ihrer grenzüberschreitenden Nutzung;
  6. Unterstützung der Einführung fortgeschrittener digitaler und verwandter Technologien — darunter insbesondere Hochleistungsrechnen, KI, Cybersicherheit, andere Spitzentechnologien und Zukunftstechnologien wie Distributed-Ledger-Technologien (z. B. Blockchain) — im öffentlichen Sektor und in der Industrie der Union, insbesondere in KMU und Start-up-Unternehmen;
  7. Unterstützung der Konzeption, Erprobung, Umsetzung sowie Einführung und Instandhaltung interoperabler digitaler Lösungen — einschließlich Lösungen der digitalen Verwaltung — für öffentliche Dienste auf Unionsebene, die mithilfe einer Plattform für datengesteuerte weiterverwendbare Lösungen umgesetzt werden und der Innovationsförderung und Festlegung gemeinsamer Rahmen dienen, um das volle Potenzial der Dienste der öffentlichen Verwaltungen für Bürger und Unternehmen freizusetzen;
  8. Sicherstellung, dass auf Unionsebene durchgängig die Kapazitäten für eine führende Rolle beim digitalen Fortschritt vorhanden sind, zusätzlich zur Beobachtung und Analyse sich rasch entwickelnder digitaler Trends und zur Anpassung daran, sowie Austausch und allgemeine Anwendung bewährter Verfahren;
  9. Unterstützung der Zusammenarbeit bei der Verwirklichung eines europäischen Ökosystems für vertrauenswürdigen Datenaustausch und vertrauenswürdige digitale Infrastrukturen, unter anderem durch Verwendung von Diensten und Anwendungen auf Grundlage von Distributed-Ledger-Technologien (z. B. Blockchain), einschließlich der Unterstützung der Interoperabilität und Normung sowie durch Förderung der Einführung grenzüberschreitender Anwendungen der Union, die auf eingebauter Sicherheit und eingebautem Datenschutz („security and privacy by design“) beruhen, unter Einhaltung der Verbraucher- und Datenschutzvorschriften;
  10. Aufbau und Stärkung der Europäischen Digitalen Innovationszentren und ihres Netzes.
Call
Europäische Beobachtungsstelle für digitale Medien (EDMO) - nationale und multinationale Knotenpunkte
Beschreibung zu Call
"Europäische Beobachtungsstelle für digitale Medien (EDMO) - nationale und multinationale Knotenpunkte"

Ziele:

Wie in den Leitlinien zur Stärkung des Verhaltenskodex für Desinformation6 dargelegt, sind EDMO und seine nationalen Zentren von entscheidender Bedeutung, um das Problem der Desinformation wirksam anzugehen. EDMO bietet nicht nur Unterstützung im Bereich der Recherche und Faktenüberprüfung, sondern spielt auch eine wichtige Rolle im Hinblick auf den Überwachungsrahmen, einschließlich der Unterstützung der Kommission bei der Bewertung der Umsetzung des Kodexes und der Teilnahme an der ständigen Taskforce.

Diese Aufforderung zielt darauf ab, neue unabhängige nationale oder multinationale Zentren zu schaffen, um die regionale Abdeckung von EDMO und seinen Zentren zu erweitern. Ziel des Aufrufs ist es, die Einrichtung von EDMO-Zentren in den Mitgliedstaaten zu unterstützen, die noch nicht von den bestehenden Zentren abgedeckt werden. In dieser Hinsicht sollte ein Mitgliedstaat nur von einem Zentrum abgedeckt werden (einschließlich bestehender und noch zu errichtender Zentren). Gleichzeitig kann ein Hub mehr als einen Mitgliedstaat abdecken.

Eine nationale/multinationale Drehscheibe ist ein Netzwerk von Organisationen, die in einem oder mehreren Mitgliedstaaten tätig sind und spezifische Kenntnisse über lokale Informationsumgebungen bereitstellen, um die Aufdeckung und Analyse von Desinformationskampagnen zu verstärken, die Öffentlichkeit zu sensibilisieren und wirksame, für nationale und regionale Zielgruppen relevante Reaktionen zu entwickeln. Die Aktivitäten der Zentren sollten von jeder öffentlichen Behörde unabhängig sein.

Diese nationalen/multinationalen Zentren werden ihre Aktivitäten auf neu auftretende Schwachstellen in den digitalen Medien und Desinformationskampagnen konzentrieren, die in dem Gebiet und/oder Sprachraum, in dem sie tätig sind, von besonderer Bedeutung sind. Multinationale Zentren werden mehr als einen Mitgliedstaat abdecken, vorzugsweise mit ähnlichen Medienökosystemen innerhalb einer EU-Region. Die Zentren sollten auch die Netzwerke unabhängiger Faktenprüfer auf nationaler und regionaler Ebene stärken.

Umfang:

  • Erhöhung der Zahl unabhängiger nationaler oder multinationaler EDMO-Zentren und Abdeckung von Mitgliedstaaten, die noch nicht von bestehenden EDMO-Zentren abgedeckt sind, wobei geografische Überschneidungen zwischen den Zentren zu vermeiden sind - ein Mitgliedstaat sollte nur von einem Zentrum abgedeckt werden.
  • Zusammenführung und Förderung des Wachstums einer nationalen/multinationalen multidisziplinären Gemeinschaft, die sich aus akademischen Forschern, unabhängigen Faktenprüfern in den abgedeckten Regionen, Medienfachleuten und anderen relevanten Akteuren zusammensetzt, um ein Netzwerk zu schaffen, das in der Lage ist, Desinformationskampagnen schnell aufzudecken und zu analysieren sowie Inhalte zu produzieren, die die Mainstream- und Lokalmedien und die Behörden bei der Aufdeckung schädlicher Desinformationskampagnen unterstützen. Zu diesem Zweck müssen die Antragsteller nachweisen, dass sie in der Lage sind, mindestens drei Experten und/oder Organisationen zu erreichen, die nicht an dem Vorschlag beteiligt sind und über Fachwissen in relevanten Untersuchungs- und Forschungsbereichen verfügen (z. B. Gesundheit, Klimawandel, Einwanderung, Sicherheit, Wirtschaft, europäische Politik oder andere relevante Bereiche, die für Desinformation anfällig sind).
  • mit EDMO zusammenzuarbeiten und zu dessen Beständen an Faktenchecks, Materialien zur Medienkompetenz und wissenschaftlichen Artikeln beizutragen, einschließlich Erhebungen zu Desinformationstrends, Situationsanalysen und Bewertungen der Maßnahmen von Online-Plattformen zur Bekämpfung von Schäden durch Desinformation. Die Zentren sollten darauf abzielen, das Wachstum lokaler Aktivitäten zur Faktenüberprüfung und Medienkompetenz zu unterstützen.
  • Aufdeckung, Analyse und Offenlegung schädlicher Desinformationskampagnen auf regionaler, nationaler, multinationaler und EU-Ebene und Analyse ihrer Auswirkungen auf Gesellschaft und Demokratie. Die Knotenpunkte werden relevante Akteure, Vektoren, Instrumente, Methoden, Verbreitungsdynamik und vorrangige Ziele von Desinformationskampagnen analysieren, indem sie eine gemeinsame Methodik anwenden, die in Abstimmung mit EDMO erstellt wird, um die Entwicklung des Schadens, der durch Desinformation bei den relevanten Zielgruppen entsteht, zu überwachen. Jeder Knotenpunkt sollte in seinem Vorschlag die Art der geplanten Zusammenarbeit mit unabhängigen Medien, die in seinem Gebiet oder Sprachraum tätig sind, angeben.
  • Regelmäßige Bewertung der Auswirkungen einschlägiger Desinformationskampagnen auf die Gesellschaft und die demokratischen Prozesse sowie der Wirksamkeit der von den Online-Plattformen festgelegten Maßnahmen zur Bekämpfung von Desinformation. Darüber hinaus werden sich die Knotenpunkte aktiv an den gemeinsamen Forschungsaktivitäten der EDMO beteiligen, die vom EDMO-Governance-Gremium ausgewählt werden, und umgehend auf EDMO-Anfragen im Zusammenhang mit neu auftretenden Desinformationsfragen reagieren.
  • Unterstützung maßgeschneiderter Medienkompetenzkampagnen für das abgedeckte Gebiet oder Sprachgebiet. Die Zentren werden den Austausch von bewährten Verfahren und von auf der EDMO-Plattform gespeicherten Materialien nutzen und mit eigenem Material zu den EDMO-Repositorien beitragen.
  • Zusammenarbeit mit Einrichtungen, die für die Überwachung der Politik von Online-Plattformen und des Ökosystems der digitalen Medien auf nationaler Ebene zuständig sind. Insbesondere werden sie die zuständigen Stellen unterstützen, die die Umsetzung des Verhaltenskodex für Desinformation durch die Unterzeichner beaufsichtigen und sich an der Überwachung beteiligen.

Erwartetes Ergebnis:

Es wird erwartet, dass die folgenden Ergebnisse in dem Vorschlag ausgearbeitet werden, damit sie in die Vorbereitung der Finanzhilfevereinbarung und die Durchführung der Maßnahmen einbezogen werden können:

  • Einrichtung der nationalen/multinationalen Drehscheibe, einschließlich einer Website und einer Kommunikationskampagne auf nationaler/multinationaler Ebene;
  • Integration der Drehscheibe in die EDMO in Zusammenarbeit mit dem Leitungsorgan der EDMO und Verknüpfung ihrer Plattform mit der EDMO-Plattform;
  • Sicherstellung eines kontinuierlichen Flusses von Faktenüberprüfungen, die im EDMO-Repository gespeichert werden;
  • Erstellung von mindestens 10 analytischen Berichten über spezifische Desinformationskampagnen und/oder Studien im Zusammenhang mit relevanten Desinformationsphänomenen;
  • Durchführung von mindestens 5 Kampagnen oder Veranstaltungen zur Medienkompetenz auf nationaler/multinationaler Ebene, um das Bewusstsein der Bürger zu schärfen und die Widerstandsfähigkeit der Gesellschaft zu erhöhen;
  • Vorlage von Jahresberichten über die Unterstützung bei der Überwachung der Maßnahmen, die von Online-Plattformen zur Begrenzung der Auswirkungen von Desinformation ergriffen wurden;
  • Vorlage der Jahresberichte über die Aktivitäten, einschließlich Informationen über: i) die Zusammenarbeit mit anderen nationalen/multinationalen Knotenpunkten durch EDMO; ii) zusätzliche Mittel, die die Knotenpunkte erhalten haben; und iii) das Verfahren, das zur Wahrung der Unabhängigkeit des Knotenpunkts eingeführt wurde.
Themen Digitalisierung, IKT, Telekommunikation, Forschung & Innovation, Technologietransfer & -austausch, Integration in die Gesellschaft, Europäische Bürgerschaft, Shared Services, Verwaltung & Governance, Kapazitätenaufbau, Kooperationsnetzwerke, Institutionelle Kooperation, Justiz, Sicherheit, Kunst & Kultur, Kulturerbe, Geschichte, Medien
Fördergebiet EU Mitgliedstaaten
Überseeische Länder und Hoheitsgebiete (ÜLG)
Island
Israel
Liechtenstein
Moldau
Norwegen
Serbien
Türkei
Ukraine
Herkunftsgebiet Antragsteller EU Mitgliedstaaten
Überseeische Länder und Hoheitsgebiete (ÜLG)
Island
Israel
Liechtenstein
Moldau
Norwegen
Serbien
Türkei
Ukraine
Förderfähige Antragsteller Kleine und mittlere Unternehmen, KMU (10 bis 249 Beschäftigte), Kleinstunternehmen (unter 10 Beschäftigte), Sonstiges, Unternehmen (mehr als 250 Beschäftigte bzw. undefiniert), Öffentliche Einrichtung, Universität/(Fach)Hochschule, NGO / NPO, Verein, Start-Up Unternehmen
Antragsteller Details Um förderfähig zu sein, müssen die Antragsteller (Begünstigte und angeschlossene Einrichtungen):
  • juristische Personen sein (öffentliche oder private Einrichtungen)
  • in einem der förderfähigen Länder ansässig sein, d.h.:
    • EU-Mitgliedstaaten (einschließlich überseeischer Länder und Gebiete (ÜLG))
    • gelistete EWR-Länder und Länder, die mit dem Programm "Digitales Europa" assoziiert sind, oder Länder, mit denen derzeit über ein Assoziierungsabkommen verhandelt wird und bei denen das Abkommen vor der Unterzeichnung in Kraft tritt
  • Natürliche Personen sind NICHT förderfähig (mit Ausnahme von Selbstständigen, d.h. Einzelunternehmern, bei denen das Unternehmen keine von der natürlichen Person getrennte Rechtspersönlichkeit besitzt).
  • Internationale Organisationen sind NICHT förderfähig, es sei denn, es handelt sich um internationale Organisationen von europäischem Interesse im Sinne von Artikel 2 der Verordnung "Digitales Europa" (d. h. internationale Organisationen, deren Mitglieder mehrheitlich Mitgliedstaaten sind oder deren Hauptsitz sich in einem Mitgliedstaat befindet).
  • EU-Einrichtungen (mit Ausnahme der Gemeinsamen Forschungsstelle der Europäischen Kommission) können NICHT Teil des Konsortiums sein.
Projektpartner Details Die Vorschläge müssen eingereicht werden von:
  • Mindestens 2 Antragsteller (Begünstigte; nicht verbundene Einrichtungen).
  • Der Koordinator des Konsortiums ist in einem Mitgliedstaat ansässig, der von der Drehscheibe abgedeckt wird.
  • Dem Konsortium gehört mindestens eine unabhängige Organisation zur Überprüfung der Fakten oder eine Abteilung zur Überprüfung der Fakten einer unabhängigen Medienorganisation an. Das Konsortium muss über Faktenkontrolldienste verfügen, die das gesamte geografische Gebiet abdecken, das von der Drehscheibe abgedeckt werden soll (d. h. in jedem Mitgliedstaat, der von der Drehscheibe abgedeckt werden soll).

Zielgruppen sind Fact-Checking-Organisationen, öffentliche und private Forschungseinrichtungen, Medienorganisationen und andere Akteure, die relevante Aktivitäten zur Bekämpfung des Phänomens der Desinformation durchführen.
Art der Finanzierung Finanzhilfen

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