Call: Ein Ökosystem für digitale Zwillinge im Gesundheitswesen

Programm
Akronym DIGITAL
Art des Fonds Direkte Mittelverwaltung
Beschreibung zu Programm
"Digitales Europa"

Die allgemeinen Ziele des Programms bestehen darin, den digitalen Wandel der europäischen Wirtschaft, Industrie und Gesellschaft zu unterstützen und zu beschleunigen, seine Vorteile den Bürgern, öffentlichen Verwaltungen und Unternehmen unionsweit zugutekommen zu lassen, die Wettbewerbsfähigkeit Europas in der globalen digitalen Wirtschaft zu steigern und zugleich unionsweit zur Überbrückung der digitalen Kluft beizutragen und die strategische Autonomie der Union zu stärken, und zwar durch eine ganzheitliche, sektorübergreifende und grenzüberschreitende Unterstützung und einen größeren Beitrag der Union

Das Programm wird gegebenenfalls in enger Abstimmung mit anderen Programmen der Union durchgeführt und zielt darauf ab,

  1. Europas Kapazitäten in Bereichen digitaler Schlüsseltechnologien durch großflächige Einführung zu stärken und zu fördern;
  2. im Privatsektor und in Bereichen von öffentlichem Interesse die Verbreitung und Akzeptanz von Europas digitalen Schlüsseltechnologien auszubauen, indem sie den digitalen Wandel und den Zugang zu digitalen Technologien fördert.

Es wird die kritischen digitalen Kapazitäten der EU stärken, indem es sich auf die Schlüsselbereiche künstliche Intelligenz (KI), Cybersicherheit, fortgeschrittene Datenverarbeitung, Dateninfrastruktur, Governance und Verarbeitung, den Einsatz dieser Technologien und ihre optimale Nutzung in kritischen Sektoren wie Energie, Klimawandel und Umwelt, Fertigung, Landwirtschaft und Gesundheit konzentriert. Das Programm verfolgt somit fünf miteinander verknüpfte spezifische Ziele:

  1. Spezifisches Ziel 1 — Hochleistungsrechnen;
  2. Spezifisches Ziel 2 — Künstliche Intelligenz;
  3. Spezifisches Ziel 3 — Cybersicherheit und Vertrauen;
  4. Spezifisches Ziel 4 — Fortgeschrittene digitale Kompetenzen;
  5. Spezifisches Ziel 5 — Einführung und optimale Nutzung digitaler Kapazitäten und Interoperabilität.

Das Programm "Digitales Europa" ist von strategischer Bedeutung für die Unterstützung der digitalen Transformation der industriellen Ökosysteme der EU und zielt darauf ab, Arbeitskräfte für diese fortschrittlichen digitalen Technologien zu qualifizieren. Es unterstützt die Industrie, kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und die öffentliche Verwaltung bei ihrer digitalen Transformation mit einem verstärkten Netzwerk von Europäischen Zentren für digitale Innovation (EDIH). Das Programm wird den wirtschaftlichen Aufschwung beschleunigen und den digitalen Wandel in Europa vorantreiben.

Spezifisches Ziel 1 — Hochleistungsrechnen

Mit dem finanziellen Beitrag der Union im Rahmen des spezifischen Ziels 1 — Hochleistungsrechnen werden die folgenden operativen Ziele verfolgt:

  1. Einführung, Koordinierung auf Unionsebene und Betrieb einer nachfrageorientierten und anwendungsgesteuerten integrierten Exa-Supercomputer- und -Dateninfrastruktur von Weltrang, die für öffentliche und private Nutzer, insbesondere KMU, unabhängig davon, in welchem Mitgliedstaat sie niedergelassen sind, sowie für Forschungszwecke gemäß der Verordnung (EU) 2018/1488 leicht zugänglich ist;
  2. Einführung einsatzbereiter operativer Technologie aus Forschung und Innovation, um ein integriertes Ökosystem für das Hochleistungsrechnen in der Union aufzubauen, das verschiedene Aspekte in den Segmenten der wissenschaftlichen und industriellen Wertschöpfungskette umfasst — einschließlich Hardware, Software, Anwendungen, Dienste, Vernetzung und digitaler Kompetenzen — und ein hohes Sicherheits- und Datenschutzniveau aufweist;
  3. Einführung und Betrieb einer Nach-Exa-Infrastruktur, einschließlich Integration mit Quantencomputertechnologien und Forschungsinfrastrukturen für Informatik, sowie Begünstigung einer in der Union erfolgenden Entwicklung der für diese Einführung nötigen Hardware und Software.

Spezifisches Ziel 2 — Künstliche Intelligenz

Mit dem finanziellen Beitrag der Union im Rahmen des spezifischen Ziels 2 — Künstliche Intelligenz werden die folgenden operativen Ziele verfolgt:

  1. Aufbau und Stärkung der Kernkapazitäten und des Basiswissens im Bereich der KI in der Union, darunter der Aufbau und die Stärkung hochwertiger Datenressourcen und entsprechender Austauschverfahren, sowie von Algorithmenbibliotheken, wobei gleichzeitig ein menschenzentriertes, inklusives Konzept sichergestellt wird, bei dem die Werte der Union geachtet werden;
  2. Zugänglichmachung der unter Buchstabe a genannten Kapazitäten für Unternehmen, insbesondere KMU und Start-up-Unternehmen, sowie für die Zivilgesellschaft, gemeinnützige Organisationen, Forschungseinrichtungen, Hochschulen und öffentliche Verwaltungen, um ihren Nutzen für die europäische Gesellschaft und Wirtschaft zu maximieren;
  3. Stärkung und Vernetzung von Test- und Experimentiereinrichtungen für KI in den Mitgliedstaaten;
  4. Entwicklung und Stärkung kommerzieller Anwendungs- und Produktionssysteme, um die Einbindung von Technologien in Wertschöpfungsketten und die Entwicklung innovativer Geschäftsmodelle zu begünstigen sowie die erforderliche Zeitspanne von der Innovation bis zur kommerziellen Nutzung zu verkürzen und die Einführung KI-gestützter Lösungen in Bereichen von öffentlichem Interesse und in der Gesellschaft zu fördern.

Spezifisches Ziel 3 — Cybersicherheit und Vertrauen

Mit dem finanziellen Beitrag der Union im Rahmen des spezifischen Ziels 3 — Cybersicherheit und Vertrauen werden die folgenden operativen Ziele verfolgt:

  1. Unterstützung der Entwicklung und Beschaffung fortgeschrittener Cybersicherheitsausrüstung und -werkzeuge sowie Dateninfrastrukturen in Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten, um auf europäischer Ebene ein hohes gemeinsames Maß an Cybersicherheit zu erreichen, unter uneingeschränkter Beachtung der Datenschutzvorschriften und der Grundrechte und unter Sicherstellung der strategischen Autonomie der Union;
  2. Unterstützung der Entwicklung und optimalen Nutzung europäischer Kenntnisse, Kapazitäten und Kompetenzen im Bereich der Cybersicherheit sowie der Verbreitung und allgemeinen Anwendung bewährter Verfahren;
  3. Sicherstellung einer breiten Einführung wirksamer moderner Cybersicherheitslösungen in allen Bereichen der europäischen Wirtschaft mit einem besonderen Augenmerk auf Behörden und KMU;
  4. Stärkung der Fähigkeiten in den Mitgliedstaaten und in der Privatwirtschaft, die Einhaltung der Richtlinie (EU) 2016/1148 des Europäischen Parlaments und des Rates zu unterstützen, auch durch Maßnahmen, mit denen die Übernahme bewährter Verfahren auf dem Gebiet der Cybersicherheit vorangebracht wird;
  5. Stärkung der Abwehrfähigkeit gegenüber Cyberangriffen, Hinwirken auf eine bessere Risikoerkennung und bessere Kenntnisse über Cybersicherheitsverfahren, Unterstützung öffentlicher und privater Organisationen bei der Einhaltung eines elementaren Maßes an Cybersicherheit, etwa durch Einführung der Übermittlungsverschlüsselung beim Datenverkehr und durch Softwareaktualisierungen;
  6. Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen dem zivilen und dem Verteidigungsbereich bei Cybersicherheits-Projekten, -Diensten, -Kompetenzen und -Anwendungen mit doppeltem Verwendungszweck gemäß einer Verordnung zur Einrichtung des Europäischen Kompetenzzentrums für Cybersicherheit in Industrie, Technologie und Forschung und des Netzes nationaler Koordinierungszentren (im Folgenden „Verordnung über das Kompetenzzentrum für Cybersicherheit“).

Spezifisches Ziel 4 — Fortgeschrittene digitale Kompetenzen

Mit dem finanziellen Beitrag der Union im Rahmen des spezifischen Ziels 4 — Fortgeschrittene digitale Kompetenzen wird die Entwicklung fortgeschrittener digitaler Kompetenzen in den Bereichen des Programms unterstützt, um einen Beitrag zum Ausbau des europäischen Talentpools zu leisten, die digitale Kluft zu überbrücken und größere Professionalität zu fördern, insbesondere im Hinblick auf Hochleistungsrechnen und Cloud-Computing, Big-Data-Analyse, Cybersicherheit, Distributed-Ledger-Technologien (z. B. Blockchain), Quantentechnologien, Robotik und KI, unter Berücksichtigung einer ausgewogenen Vertretung der Geschlechter. Um Qualifikationsungleichgewichte zu beheben und die Spezialisierung in digitalen Technologien und Anwendungen zu fördern, werden mit dem genannten finanziellen Beitrag die folgenden operativen Ziele verfolgt:

  1. Unterstützung der Konzeption und Durchführung hochwertiger langfristiger Schulungen und Kurse, einschließlich integrierten Lernens, für Studierende und für Arbeitskräfte;
  2. Unterstützung der Konzeption und Durchführung hochwertiger kurzfristiger Schulungen und Kurse für Arbeitskräfte, insbesondere in KMU und im öffentlichen Sektor;
  3. Unterstützung hochwertiger Schulungen am Arbeitsplatz und von Praktika für Studierende und Arbeitskräfte, insbesondere in KMU und im öffentlichen Sektor.

Spezifisches Ziel 5 — Einführung und optimale Nutzung digitaler Kapazitäten und Interoperabilität

Mit dem finanziellen Beitrag der Union im Rahmen des spezifischen Ziels 5 — Einführung und optimale Nutzung digitaler Kapazitäten und Interoperabilität werden die folgenden operativen Ziele bei gleichzeitiger Überbrückung der digitalen Kluft verfolgt:

  1. Unterstützung für den öffentlichen Sektor und für Bereiche von öffentlichem Interesse, wie Gesundheit und Pflege, Bildung, Justiz, Zoll, Verkehr, Mobilität, Energie, Umwelt sowie die Kultur- und Kreativbranche, einschließlich in der Union niedergelassener Unternehmen in diesen Bereichen, damit moderne digitale Technologien, wie etwa Hochleistungsrechnen, KI und Cybersicherheit, tatsächlich eingeführt und genutzt werden;
  2. Einführung, Betrieb und Instandhaltung transeuropäischer interoperabler moderner Infrastrukturen für digitale Dienste, einschließlich zugehöriger Dienste, in der gesamten Union und komplementär zu nationalen und regionalen Maßnahmen;
  3. Unterstützung der Integration und Nutzung transeuropäischer Infrastrukturen für digitale Dienste und vereinbarter europäischer Digitalstandards im öffentlichen Sektor und in Bereichen von öffentlichem Interesse, um eine kosteneffiziente Einführung und Interoperabilität zu erleichtern;
  4. Erleichterung der Entwicklung, Aktualisierung und Nutzung von Lösungen und Rahmen durch öffentliche Verwaltungen, Unternehmen und Bürger, einschließlich Open-Source-Lösungen und der Weiterverwendung von Interoperabilitätslösungen und -rahmen;
  5. ein leicht wahrzunehmendes Angebot an den öffentlichen Sektor und an die Industrie der Union, insbesondere an KMU, digitale Technologien zu testen und in Pilotprojekten zu erproben, und Ausweitung ihrer Nutzung, einschließlich ihrer grenzüberschreitenden Nutzung;
  6. Unterstützung der Einführung fortgeschrittener digitaler und verwandter Technologien — darunter insbesondere Hochleistungsrechnen, KI, Cybersicherheit, andere Spitzentechnologien und Zukunftstechnologien wie Distributed-Ledger-Technologien (z. B. Blockchain) — im öffentlichen Sektor und in der Industrie der Union, insbesondere in KMU und Start-up-Unternehmen;
  7. Unterstützung der Konzeption, Erprobung, Umsetzung sowie Einführung und Instandhaltung interoperabler digitaler Lösungen — einschließlich Lösungen der digitalen Verwaltung — für öffentliche Dienste auf Unionsebene, die mithilfe einer Plattform für datengesteuerte weiterverwendbare Lösungen umgesetzt werden und der Innovationsförderung und Festlegung gemeinsamer Rahmen dienen, um das volle Potenzial der Dienste der öffentlichen Verwaltungen für Bürger und Unternehmen freizusetzen;
  8. Sicherstellung, dass auf Unionsebene durchgängig die Kapazitäten für eine führende Rolle beim digitalen Fortschritt vorhanden sind, zusätzlich zur Beobachtung und Analyse sich rasch entwickelnder digitaler Trends und zur Anpassung daran, sowie Austausch und allgemeine Anwendung bewährter Verfahren;
  9. Unterstützung der Zusammenarbeit bei der Verwirklichung eines europäischen Ökosystems für vertrauenswürdigen Datenaustausch und vertrauenswürdige digitale Infrastrukturen, unter anderem durch Verwendung von Diensten und Anwendungen auf Grundlage von Distributed-Ledger-Technologien (z. B. Blockchain), einschließlich der Unterstützung der Interoperabilität und Normung sowie durch Förderung der Einführung grenzüberschreitender Anwendungen der Union, die auf eingebauter Sicherheit und eingebautem Datenschutz („security and privacy by design“) beruhen, unter Einhaltung der Verbraucher- und Datenschutzvorschriften;
  10. Aufbau und Stärkung der Europäischen Digitalen Innovationszentren und ihres Netzes.
Call
Ein Ökosystem für digitale Zwillinge im Gesundheitswesen
Beschreibung zu Call
"Ein Ökosystem für digitale Zwillinge im Gesundheitswesen"

Ziele:

Digitale Zwillinge im Gesundheitswesen (DTH) bergen ein ungenutztes Potenzial für die Förderung der personalisierten Medizin, angefangen bei gezielter Prävention, schnellerer Diagnose und prognostischer Bewertung bis hin zu maßgeschneiderten Behandlungen und der Entwicklung biomedizinischer Produkte, während sie gleichzeitig die Patienten stärken und die Gesundheitssysteme effizienter machen. Um ihre Vorteile im Hinblick auf bessere Präventionsansätze, schnellere und genauere Diagnosen, personalisierte Behandlungen und Pflege zu nutzen, muss ein Rahmen für die Strukturierung der Zusammenarbeit und die Nutzung von Synergien zwischen Hochschulen, Privatsektor, Regulierungsbehörden und Endnutzern geschaffen werden.

Ziel ist es, die Einführung von DTH zu unterstützen, indem das Ökosystem in den EU-Mitgliedstaaten und den assoziierten Ländern kartiert und strukturiert wird, um vorhandene Ressourcen zu ermitteln und zu bündeln, die Zusammenarbeit und die allgemeine Integration der Beteiligten zu fördern und gleichzeitig eine angemessene klinische Vertretung sicherzustellen. Erleichtert wird dies durch einen Fahrplan, ein gemeinsames Repository, das die Ressourcen verbindet, und eine Simulationsplattform.

Die Maßnahme wird in die bestehende Infrastruktur eingebettet und stützt sich auf frühere und aktuelle einschlägige Entwicklungen, einschließlich der nationalen und regionalen Strategien der Mitgliedstaaten, einschlägiger Projekte, die im Rahmen von Horizont 2020 finanziert werden, des Formats für den Austausch elektronischer Patientenakten, des Hochleistungscomputers (HPC), des Europäischen Gesundheitsdatenraums (EHDS), der Telemedizin und der Initiativen zur Fernüberwachung. Sie wird auch auf bestehenden Maßnahmen für die digitale Pandemievorsorge und die Cloud-Vorsorge aufbauen.

Umfang:

Die Aktion sollte alle folgenden Elemente berücksichtigen:

  • Schaffung und Förderung eines integrativen Ökosystems für DTH in Europa durch Kartierung und Verknüpfung der einschlägigen Akteure und Initiativen für DTH. Technische und nicht-technische Hindernisse für die Einführung von DTH sollten ermittelt und beseitigt werden, um ein funktionierendes Ökosystem zu schaffen, das alle relevanten Akteure einbezieht und sicherstellt, dass digitale Zwillinge die Bedürfnisse der Endnutzer angemessen repräsentieren, und ihre klinische Validierung fördert.
  • Erstellung eines Fahrplans für die Einführung von DTH und ihre weitere Integration in Richtung des digitalen Zwillings des Menschen, d. h. eines validierten, integrierten digitalen Zwillings des gesamten Körpers in mehreren Maßstäben, zu verschiedenen Zeiten und in verschiedenen Disziplinen, der eine umfassende Charakterisierung des physiologischen und pathologischen Zustands in seiner ganzen Komplexität und Heterogenität ermöglicht. Neben greifbaren Meilensteinen und Ergebnissen wird der Fahrplan die notwendigen Bausteine bis zum klinischen Einsatz personalisierter digitaler Begleiter aufzeigen und klare kurz- und mittelfristige politische Empfehlungen formulieren. Er wird auch Aspekte der Interoperabilität, der Berechenbarkeit und der Integration von Gesundheitsinformationen aus verschiedenen Quellen behandeln, um einen aktuellen digitalen Zwilling der Person darzustellen. Unter Berücksichtigung der länderspezifischen Besonderheiten sollten Anwendungsbereiche mit hohem medizinischem Bedarf und/oder hohem gesellschaftlichem Nutzen und klinischem Wert vorgesehen werden. Die Tätigkeiten werden in enger Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission und in Abstimmung mit den einschlägigen Interessengruppen durchgeführt.
  • Koordinierung der Einrichtung eines föderierten DTH-Repositoriums. Im Rahmen dieser Aktivität wird ein operationelles Repository entwickelt, das verschiedene Arten von bestehenden DTH-Ressourcen in ganz Europa in einer föderierten, cloudbasierten Weise zusammenführt. Dazu gehört die Katalogisierung aller bestehenden europäischen DTH-Ressourcen wie digitale Zwillingsmodelle, Datensätze, Methoden, Infrastrukturen und auf dem digitalen Zwilling basierende Lösungen und Dienstleistungen. Die zusammenzuführenden digitalen Zwillingsressourcen sollten auf der Grundlage ihres Entwicklungs-, Test- und klinischen Validierungsstatus, ihrer tatsächlichen Umsetzung, ihrer Cloud-Fähigkeit sowie der Zugangsmodalitäten und Anwendungsfälle, einschließlich der Interoperabilität zwischen Repositories, Modellen und anderen relevanten Gesundheitsdatensätzen, kommentiert werden. Darüber hinaus soll ein Governance-Rahmen geschaffen werden, der verschiedenen Akteuren einen interoperablen, grenzüberschreitenden Zugang zu den Repository-Ressourcen ermöglicht, wobei u. a. die Aspekte Zugänglichkeit, Vertrauenswürdigkeit, Cybersicherheit, Datenschutz und Haftung sowie die FAIR-Grundsätze berücksichtigt werden.
  • Entwicklung der technischen Spezifikationen für eine Simulationsplattform, die es Entwicklern, Ingenieuren und Praktikern ermöglicht, digitale Zwillingsansätze im Gesundheitswesen zu entwerfen, zu entwickeln, zu testen und zu validieren, auch in Verbindung mit Hochleistungsrecheninfrastrukturen und Kapazitäten zur Ausführung anspruchsvoller Berechnungsaufgaben. Die Aktion wird den Bedarf aktueller und künftiger DTH-Ansätze an Rechenleistung und Simulationswerkzeugen ermitteln, um technische Spezifikationen für die angestrebte Simulationsplattform zu erstellen, insbesondere unter Berücksichtigung der Komplexität von Multiskalenmodellen. Die Entwicklung früher Prototypen soll gefördert werden, wobei deren (experimentelle) Umsetzung (oder ausgewählter Komponenten) über die Simulationsplattform und in enger Abstimmung mit der Europäischen Kommission erfolgt.

Erwartetes Ergebnis:

  • Ein konsolidiertes EU-Ökosystem rund um digitale Zwillinge für die Gesundheitsversorgung, das ihre Nutzung durch die verschiedenen Akteure auf koordinierte Weise zusammenführt, rationalisiert und bündelt und so die Patienten stärkt und es den Angehörigen der Gesundheitsberufe, der Wissenschaft, der Industrie und den Regulierungsbehörden ermöglicht, den DTH zu nutzen.
  • Ein Fahrplan zur Beschleunigung der Einführung von DTH-basierten Lösungen und ihrer weiteren Integration in den Humanen Digitalen Zwilling, der den Bedarf der Beteiligten und die Umsetzungshindernisse aufzeigt, die Vision für den Humanen Digitalen Zwilling und seine Anwendungsbereiche mit klaren Meilensteinen darstellt, einschließlich der Entwicklung eines strategischen Ansatzes für den klinischen Einsatz von DTH, um die Einführung personalisierter klinischer Entscheidungen zu fördern, mit besonderem Schwerpunkt auf Bereichen mit ungedecktem medizinischen Bedarf.
  • Ausführliche Analyse der Bedürfnisse und Hindernisse der Industrie, die nach Schweregrad geordnet sind, wobei kurz- und mittelfristige Abhilfemaßnahmen hervorgehoben werden und klare politische Empfehlungen auf der Grundlage (internationaler) politischer Analysen formuliert werden.
  • Ein Governance-Rahmen für ein föderiertes, cloudbasiertes Repository, das DTH-Ressourcen zusammenfasst, sowie dessen anschließende Nutzung und Bereitstellung.
  • Der Entwurf und die technischen Spezifikationen für eine Simulationsplattform für DTH und relevante Bausteine, die für die Entwicklung des menschlichen digitalen Zwillings benötigt werden, bis hin zu frühen Prototypen.
Themen Digitalisierung, IKT, Telekommunikation, Forschung & Innovation, Technologietransfer & -austausch, Integration in die Gesellschaft, Europäische Bürgerschaft, Shared Services, Verwaltung & Governance, Gesundheit, Soziale Angelegenheiten, Sport, Kapazitätenaufbau, Kooperationsnetzwerke, Institutionelle Kooperation
Fördergebiet EU Mitgliedstaaten
Überseeische Länder und Hoheitsgebiete (ÜLG)
Island
Israel
Liechtenstein
Moldau
Norwegen
Serbien
Türkei
Ukraine
Herkunftsgebiet Antragsteller EU Mitgliedstaaten
Überseeische Länder und Hoheitsgebiete (ÜLG)
Island
Israel
Liechtenstein
Moldau
Norwegen
Serbien
Türkei
Ukraine
Förderfähige Antragsteller Kleine und mittlere Unternehmen, KMU (10 bis 249 Beschäftigte), Kleinstunternehmen (unter 10 Beschäftigte), Sonstiges, Unternehmen (mehr als 250 Beschäftigte bzw. undefiniert), Öffentliche Einrichtung, Universität/(Fach)Hochschule, Interessensvertretung / Berufsverband / Gewerkschaft, Bundesland / Region / Stadt / Gemeinde / Gebietskörperschaft, NGO / NPO
Antragsteller Details Um förderfähig zu sein, müssen die Antragsteller (Begünstigte und angeschlossene Einrichtungen):
  • juristische Personen sein (öffentliche oder private Einrichtungen)
  • in einem der förderfähigen Länder ansässig sein, d.h.:
    • EU-Mitgliedstaaten (einschließlich überseeischer Länder und Gebiete (ÜLG))

  • Natürliche Personen sind NICHT förderfähig (mit Ausnahme von Selbstständigen, d.h. Einzelunternehmern, bei denen das Unternehmen keine von der natürlichen Person getrennte Rechtspersönlichkeit besitzt).
  • Internationale Organisationen sind NICHT förderfähig, es sei denn, es handelt sich um internationale Organisationen von europäischem Interesse im Sinne von Artikel 2 der Verordnung "Digitales Europa" (d. h. internationale Organisationen, deren Mitglieder mehrheitlich Mitgliedstaaten sind oder deren Hauptsitz sich in einem Mitgliedstaat befindet).
  • EU-Einrichtungen (mit Ausnahme der Gemeinsamen Forschungsstelle der Europäischen Kommission) können NICHT Teil des Konsortiums sein.
Projektpartner Details Die Vorschläge müssen eingereicht werden von:
  • einem Konsortium von mindestens 3 Antragstellern (Begünstigte; nicht verbundene Einrichtungen), das die folgenden Bedingungen erfüllt:
    • mindestens 3 unabhängige Einrichtungen aus 3 verschiedenen förderfähigen Ländern
Der Vorschlag sollte Partner einbeziehen, die nachweislich Erfahrung mit der Umsetzung in den oben genannten Bereichen haben, die für ihr Fachwissen und ihre Ergebnisse weithin anerkannt sind, und die gleichzeitig eine breite Vertretung der für digitale Zwillinge im Gesundheitswesen relevanten Gruppen bieten. Von der CSA wird erwartet, dass sie während der Projektlaufzeit mindestens die folgenden Interessengruppen zusammenbringt oder nachweislich in der Lage ist, diese einzubeziehen (ohne Anspruch auf Vollständigkeit): Entwickler und Innovatoren von Lösungen für die digitale Gesundheit, Anbieter von Ressourcen und technologischer Infrastruktur (z. B. HPC), Endnutzer (wie Patienten und entsprechende Patientenvertreter und Angehörige der Gesundheitsberufe), Regulierungsbehörden und Stellen für die Bewertung von Gesundheitstechnologie.
Art der Finanzierung Finanzhilfen

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