Call: Marktplatz für föderierte Cloud-to-Edge-basierte Dienste

Programm
Akronym DIGITAL
Art des Fonds Direkte Mittelverwaltung
Beschreibung zu Programm
"Digitales Europa"

Die allgemeinen Ziele des Programms bestehen darin, den digitalen Wandel der europäischen Wirtschaft, Industrie und Gesellschaft zu unterstützen und zu beschleunigen, seine Vorteile den Bürgern, öffentlichen Verwaltungen und Unternehmen unionsweit zugutekommen zu lassen, die Wettbewerbsfähigkeit Europas in der globalen digitalen Wirtschaft zu steigern und zugleich unionsweit zur Überbrückung der digitalen Kluft beizutragen und die strategische Autonomie der Union zu stärken, und zwar durch eine ganzheitliche, sektorübergreifende und grenzüberschreitende Unterstützung und einen größeren Beitrag der Union

Das Programm wird gegebenenfalls in enger Abstimmung mit anderen Programmen der Union durchgeführt und zielt darauf ab,

  1. Europas Kapazitäten in Bereichen digitaler Schlüsseltechnologien durch großflächige Einführung zu stärken und zu fördern;
  2. im Privatsektor und in Bereichen von öffentlichem Interesse die Verbreitung und Akzeptanz von Europas digitalen Schlüsseltechnologien auszubauen, indem sie den digitalen Wandel und den Zugang zu digitalen Technologien fördert.

Es wird die kritischen digitalen Kapazitäten der EU stärken, indem es sich auf die Schlüsselbereiche künstliche Intelligenz (KI), Cybersicherheit, fortgeschrittene Datenverarbeitung, Dateninfrastruktur, Governance und Verarbeitung, den Einsatz dieser Technologien und ihre optimale Nutzung in kritischen Sektoren wie Energie, Klimawandel und Umwelt, Fertigung, Landwirtschaft und Gesundheit konzentriert. Das Programm verfolgt somit fünf miteinander verknüpfte spezifische Ziele:

  1. Spezifisches Ziel 1 — Hochleistungsrechnen;
  2. Spezifisches Ziel 2 — Künstliche Intelligenz;
  3. Spezifisches Ziel 3 — Cybersicherheit und Vertrauen;
  4. Spezifisches Ziel 4 — Fortgeschrittene digitale Kompetenzen;
  5. Spezifisches Ziel 5 — Einführung und optimale Nutzung digitaler Kapazitäten und Interoperabilität.

Das Programm "Digitales Europa" ist von strategischer Bedeutung für die Unterstützung der digitalen Transformation der industriellen Ökosysteme der EU und zielt darauf ab, Arbeitskräfte für diese fortschrittlichen digitalen Technologien zu qualifizieren. Es unterstützt die Industrie, kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und die öffentliche Verwaltung bei ihrer digitalen Transformation mit einem verstärkten Netzwerk von Europäischen Zentren für digitale Innovation (EDIH). Das Programm wird den wirtschaftlichen Aufschwung beschleunigen und den digitalen Wandel in Europa vorantreiben.

Spezifisches Ziel 1 — Hochleistungsrechnen

Mit dem finanziellen Beitrag der Union im Rahmen des spezifischen Ziels 1 — Hochleistungsrechnen werden die folgenden operativen Ziele verfolgt:

  1. Einführung, Koordinierung auf Unionsebene und Betrieb einer nachfrageorientierten und anwendungsgesteuerten integrierten Exa-Supercomputer- und -Dateninfrastruktur von Weltrang, die für öffentliche und private Nutzer, insbesondere KMU, unabhängig davon, in welchem Mitgliedstaat sie niedergelassen sind, sowie für Forschungszwecke gemäß der Verordnung (EU) 2018/1488 leicht zugänglich ist;
  2. Einführung einsatzbereiter operativer Technologie aus Forschung und Innovation, um ein integriertes Ökosystem für das Hochleistungsrechnen in der Union aufzubauen, das verschiedene Aspekte in den Segmenten der wissenschaftlichen und industriellen Wertschöpfungskette umfasst — einschließlich Hardware, Software, Anwendungen, Dienste, Vernetzung und digitaler Kompetenzen — und ein hohes Sicherheits- und Datenschutzniveau aufweist;
  3. Einführung und Betrieb einer Nach-Exa-Infrastruktur, einschließlich Integration mit Quantencomputertechnologien und Forschungsinfrastrukturen für Informatik, sowie Begünstigung einer in der Union erfolgenden Entwicklung der für diese Einführung nötigen Hardware und Software.

Spezifisches Ziel 2 — Künstliche Intelligenz

Mit dem finanziellen Beitrag der Union im Rahmen des spezifischen Ziels 2 — Künstliche Intelligenz werden die folgenden operativen Ziele verfolgt:

  1. Aufbau und Stärkung der Kernkapazitäten und des Basiswissens im Bereich der KI in der Union, darunter der Aufbau und die Stärkung hochwertiger Datenressourcen und entsprechender Austauschverfahren, sowie von Algorithmenbibliotheken, wobei gleichzeitig ein menschenzentriertes, inklusives Konzept sichergestellt wird, bei dem die Werte der Union geachtet werden;
  2. Zugänglichmachung der unter Buchstabe a genannten Kapazitäten für Unternehmen, insbesondere KMU und Start-up-Unternehmen, sowie für die Zivilgesellschaft, gemeinnützige Organisationen, Forschungseinrichtungen, Hochschulen und öffentliche Verwaltungen, um ihren Nutzen für die europäische Gesellschaft und Wirtschaft zu maximieren;
  3. Stärkung und Vernetzung von Test- und Experimentiereinrichtungen für KI in den Mitgliedstaaten;
  4. Entwicklung und Stärkung kommerzieller Anwendungs- und Produktionssysteme, um die Einbindung von Technologien in Wertschöpfungsketten und die Entwicklung innovativer Geschäftsmodelle zu begünstigen sowie die erforderliche Zeitspanne von der Innovation bis zur kommerziellen Nutzung zu verkürzen und die Einführung KI-gestützter Lösungen in Bereichen von öffentlichem Interesse und in der Gesellschaft zu fördern.

Spezifisches Ziel 3 — Cybersicherheit und Vertrauen

Mit dem finanziellen Beitrag der Union im Rahmen des spezifischen Ziels 3 — Cybersicherheit und Vertrauen werden die folgenden operativen Ziele verfolgt:

  1. Unterstützung der Entwicklung und Beschaffung fortgeschrittener Cybersicherheitsausrüstung und -werkzeuge sowie Dateninfrastrukturen in Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten, um auf europäischer Ebene ein hohes gemeinsames Maß an Cybersicherheit zu erreichen, unter uneingeschränkter Beachtung der Datenschutzvorschriften und der Grundrechte und unter Sicherstellung der strategischen Autonomie der Union;
  2. Unterstützung der Entwicklung und optimalen Nutzung europäischer Kenntnisse, Kapazitäten und Kompetenzen im Bereich der Cybersicherheit sowie der Verbreitung und allgemeinen Anwendung bewährter Verfahren;
  3. Sicherstellung einer breiten Einführung wirksamer moderner Cybersicherheitslösungen in allen Bereichen der europäischen Wirtschaft mit einem besonderen Augenmerk auf Behörden und KMU;
  4. Stärkung der Fähigkeiten in den Mitgliedstaaten und in der Privatwirtschaft, die Einhaltung der Richtlinie (EU) 2016/1148 des Europäischen Parlaments und des Rates zu unterstützen, auch durch Maßnahmen, mit denen die Übernahme bewährter Verfahren auf dem Gebiet der Cybersicherheit vorangebracht wird;
  5. Stärkung der Abwehrfähigkeit gegenüber Cyberangriffen, Hinwirken auf eine bessere Risikoerkennung und bessere Kenntnisse über Cybersicherheitsverfahren, Unterstützung öffentlicher und privater Organisationen bei der Einhaltung eines elementaren Maßes an Cybersicherheit, etwa durch Einführung der Übermittlungsverschlüsselung beim Datenverkehr und durch Softwareaktualisierungen;
  6. Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen dem zivilen und dem Verteidigungsbereich bei Cybersicherheits-Projekten, -Diensten, -Kompetenzen und -Anwendungen mit doppeltem Verwendungszweck gemäß einer Verordnung zur Einrichtung des Europäischen Kompetenzzentrums für Cybersicherheit in Industrie, Technologie und Forschung und des Netzes nationaler Koordinierungszentren (im Folgenden „Verordnung über das Kompetenzzentrum für Cybersicherheit“).

Spezifisches Ziel 4 — Fortgeschrittene digitale Kompetenzen

Mit dem finanziellen Beitrag der Union im Rahmen des spezifischen Ziels 4 — Fortgeschrittene digitale Kompetenzen wird die Entwicklung fortgeschrittener digitaler Kompetenzen in den Bereichen des Programms unterstützt, um einen Beitrag zum Ausbau des europäischen Talentpools zu leisten, die digitale Kluft zu überbrücken und größere Professionalität zu fördern, insbesondere im Hinblick auf Hochleistungsrechnen und Cloud-Computing, Big-Data-Analyse, Cybersicherheit, Distributed-Ledger-Technologien (z. B. Blockchain), Quantentechnologien, Robotik und KI, unter Berücksichtigung einer ausgewogenen Vertretung der Geschlechter. Um Qualifikationsungleichgewichte zu beheben und die Spezialisierung in digitalen Technologien und Anwendungen zu fördern, werden mit dem genannten finanziellen Beitrag die folgenden operativen Ziele verfolgt:

  1. Unterstützung der Konzeption und Durchführung hochwertiger langfristiger Schulungen und Kurse, einschließlich integrierten Lernens, für Studierende und für Arbeitskräfte;
  2. Unterstützung der Konzeption und Durchführung hochwertiger kurzfristiger Schulungen und Kurse für Arbeitskräfte, insbesondere in KMU und im öffentlichen Sektor;
  3. Unterstützung hochwertiger Schulungen am Arbeitsplatz und von Praktika für Studierende und Arbeitskräfte, insbesondere in KMU und im öffentlichen Sektor.

Spezifisches Ziel 5 — Einführung und optimale Nutzung digitaler Kapazitäten und Interoperabilität

Mit dem finanziellen Beitrag der Union im Rahmen des spezifischen Ziels 5 — Einführung und optimale Nutzung digitaler Kapazitäten und Interoperabilität werden die folgenden operativen Ziele bei gleichzeitiger Überbrückung der digitalen Kluft verfolgt:

  1. Unterstützung für den öffentlichen Sektor und für Bereiche von öffentlichem Interesse, wie Gesundheit und Pflege, Bildung, Justiz, Zoll, Verkehr, Mobilität, Energie, Umwelt sowie die Kultur- und Kreativbranche, einschließlich in der Union niedergelassener Unternehmen in diesen Bereichen, damit moderne digitale Technologien, wie etwa Hochleistungsrechnen, KI und Cybersicherheit, tatsächlich eingeführt und genutzt werden;
  2. Einführung, Betrieb und Instandhaltung transeuropäischer interoperabler moderner Infrastrukturen für digitale Dienste, einschließlich zugehöriger Dienste, in der gesamten Union und komplementär zu nationalen und regionalen Maßnahmen;
  3. Unterstützung der Integration und Nutzung transeuropäischer Infrastrukturen für digitale Dienste und vereinbarter europäischer Digitalstandards im öffentlichen Sektor und in Bereichen von öffentlichem Interesse, um eine kosteneffiziente Einführung und Interoperabilität zu erleichtern;
  4. Erleichterung der Entwicklung, Aktualisierung und Nutzung von Lösungen und Rahmen durch öffentliche Verwaltungen, Unternehmen und Bürger, einschließlich Open-Source-Lösungen und der Weiterverwendung von Interoperabilitätslösungen und -rahmen;
  5. ein leicht wahrzunehmendes Angebot an den öffentlichen Sektor und an die Industrie der Union, insbesondere an KMU, digitale Technologien zu testen und in Pilotprojekten zu erproben, und Ausweitung ihrer Nutzung, einschließlich ihrer grenzüberschreitenden Nutzung;
  6. Unterstützung der Einführung fortgeschrittener digitaler und verwandter Technologien — darunter insbesondere Hochleistungsrechnen, KI, Cybersicherheit, andere Spitzentechnologien und Zukunftstechnologien wie Distributed-Ledger-Technologien (z. B. Blockchain) — im öffentlichen Sektor und in der Industrie der Union, insbesondere in KMU und Start-up-Unternehmen;
  7. Unterstützung der Konzeption, Erprobung, Umsetzung sowie Einführung und Instandhaltung interoperabler digitaler Lösungen — einschließlich Lösungen der digitalen Verwaltung — für öffentliche Dienste auf Unionsebene, die mithilfe einer Plattform für datengesteuerte weiterverwendbare Lösungen umgesetzt werden und der Innovationsförderung und Festlegung gemeinsamer Rahmen dienen, um das volle Potenzial der Dienste der öffentlichen Verwaltungen für Bürger und Unternehmen freizusetzen;
  8. Sicherstellung, dass auf Unionsebene durchgängig die Kapazitäten für eine führende Rolle beim digitalen Fortschritt vorhanden sind, zusätzlich zur Beobachtung und Analyse sich rasch entwickelnder digitaler Trends und zur Anpassung daran, sowie Austausch und allgemeine Anwendung bewährter Verfahren;
  9. Unterstützung der Zusammenarbeit bei der Verwirklichung eines europäischen Ökosystems für vertrauenswürdigen Datenaustausch und vertrauenswürdige digitale Infrastrukturen, unter anderem durch Verwendung von Diensten und Anwendungen auf Grundlage von Distributed-Ledger-Technologien (z. B. Blockchain), einschließlich der Unterstützung der Interoperabilität und Normung sowie durch Förderung der Einführung grenzüberschreitender Anwendungen der Union, die auf eingebauter Sicherheit und eingebautem Datenschutz („security and privacy by design“) beruhen, unter Einhaltung der Verbraucher- und Datenschutzvorschriften;
  10. Aufbau und Stärkung der Europäischen Digitalen Innovationszentren und ihres Netzes.
Call
Marktplatz für föderierte Cloud-to-Edge-basierte Dienste
Beschreibung zu Call
"Marktplatz für föderierte Cloud-to-Edge-basierte Dienste"

Ziele:

Ziel ist die Einrichtung und der Betrieb eines EU-Online-Marktplatzes für Cloud- und Edge-Dienste. Der Marktplatz sollte die zentrale Anlaufstelle für vertrauenswürdige Dienste sein, insbesondere für Cloud- und Edge-Dienste, für Bausteine, die im Rahmen der Gemeinsamen Diensteplattform bereitgestellt werden, und ganz allgemein für alle Software- und Datenverarbeitungsdienste, die im Rahmen von EU-Programmen wie dem Programm "Digitales Europa", "Horizont 2020" oder "Horizont Europa" entwickelt werden. Sie sollte auch die Plattform für KI auf Abruf ergänzen, indem sie Zugang zu den erforderlichen Cloud-Diensten bietet. Durch die Erleichterung des Zugangs zu diesen Diensten für wichtige EU-Sektoren wird der Katalog der kuratierten Dienste, d. h. der Dienste, die den EU-Vorschriften und -Anforderungen entsprechen, die offene strategische Autonomie der EU verbessern. Damit wird sichergestellt, dass die digitale Transformation der Wirtschaft auf der Grundlage sicherer, fairer, integrativer und ressourceneffizienter Infrastrukturen und Dienste erfolgt.

Als Minimum wird der EU-Online-Marktplatz eine Vermittlungsstelle für die Transaktion und Bereitstellung von Cloud-Infrastrukturen und -Diensten sein, die von Einrichtungen des öffentlichen Sektors angeboten werden. Im Laufe der Zeit soll er zu einer wichtigen Ressource für die Bereitstellung von Cloud-to-Edge-Diensten für den öffentlichen Sektor, für Dienste von allgemeinem Interesse und gegebenenfalls für den privaten Sektor werden. Daher wird die in diesem Abschnitt beschriebene Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen auf der Grundlage von Artikel 12 Absatz 6 der Verordnung über das Programm "Digitales Europa" beschränkt sein.

Der Marktplatz selbst sollte sich bis zum Ende dieser ersten Finanzhilfe finanziell und betrieblich selbst tragen können. Er sollte daher, soweit erforderlich, einnahmenorientiert sein. Seine Umsetzung, die Überwachung von Transparenz und fairen Betriebsregeln sowie die langfristige Nachhaltigkeit sollten von einem breiten Spektrum einschlägiger Interessengruppen (Anbieter von Cloud-Diensten, Cloud-Nutzer, Regulierungsbehörden, öffentlicher Sektor und Zivilgesellschaft) gewährleistet und gesteuert werden, die beispielsweise die Grundsätze des künftigen EU-Regelwerks für Cloud-Dienste umsetzen würden. Im Vorfeld der Aufforderung wird die Kommission die einschlägigen Akteure konsultieren, um die geeignete Governance zu ermitteln.

Umfang:

Das ausgewählte Projekt soll:

  • Festlegung klarer Regeln für das offene, faire und transparente Funktionieren des Marktplatzes, einschließlich der Frage, wie diese langfristig durch eine geeignete Governance-Struktur gewährleistet werden können;
  • die technische Infrastruktur der Marktplatzplattform mit starker Kundenorientierung, Benutzerfreundlichkeit und den Grundsätzen der Inklusion und Gleichberechtigung bereitstellen;
  • Sicherstellen, dass der Marktplatz auf der Cloud-to-Edge-Middleware-Plattform aufgebaut ist;
  • Betrieb der Plattform unter Berücksichtigung von Sicherheit, Energie- und Ressourceneffizienz, Datenschutz, ethischen Standards und Portabilitätsanforderungen;
  • Sicherstellung der Integration modernster Identitäts- und Zugangsverwaltungsdienste auf der Marktplatzplattform zur Unterstützung ihres Betriebs;
  • Entwicklung eines Kurations-/Prüfungsverfahrens für die auf dem Marktplatz angebotenen Dienste, insbesondere für sektorspezifische Dienste in regulierten Sektoren (z. B. Gesundheit, Energie, Finanzen usw.); diese Dienste sollten unter anderem die Cloud-to-Edge-Dienste und Middleware, die Werkzeuge der künstlichen Intelligenz sowie die im Rahmen der gemeinsamen Diensteplattform eingesetzten Bausteine umfassen.
  • Wo es andere Marktplätze gibt, z. B. in einigen Mitgliedstaaten bereits entwickelte Marktplätze oder Dienstleistungsplattformen für bestimmte Bereiche, wird dieser Marktplatz die erforderlichen Mechanismen einrichten, um eine nahtlose und integrierte Erfahrung für die Endnutzer zu bieten.
  • eine geeignete Governance einführen, um die ordnungsgemäße Beaufsichtigung des Marktplatzes durch alle einschlägigen Akteure zu gewährleisten, und die Vernetzung mit ähnlichen Marktplätzen und Dienstleistungskatalogen fördern, die in einigen Mitgliedstaaten bestehen;
  • Ermöglichung des Zugangs auf solchen Plattformen über ein einziges EU-Portal für Cloud-Nutzer zu einem Online-Katalog bestehender Cloud-to-Edge-basierter Dienste (z. B. prädiktive Analysen, Datenvisualisierung, Edge-Dienste, Dienste für künstliche Intelligenz und Sprachtechnologiedienste ...), die mit einem vordefinierten Satz von EU-Vorschriften und -Anforderungen (die im EU-Cloud-Regelwerk zusammengestellt werden sollen) konform sind;
  • Implementierung einer Service-Brokerage-Funktion, um Transaktionen zwischen Anbietern und Nutzern auf dem Marktplatz zu ermöglichen;
  • Sicherstellung einer anbieterneutralen technischen Architektur und eines Referenzrahmens;
  • Entwicklung eines flexiblen und zukunftssicheren Einnahmemodells, um die langfristige wirtschaftliche Lebensfähigkeit des EU-Online-Marktplatzes zu sichern und gleichzeitig einen unvoreingenommenen Wettbewerb und strikte Anbieterneutralität bei der Positionierung der Dienste auf dem Marktplatz zu gewährleisten; und (falls erforderlich) Gewährleistung der Integration vertrauenswürdiger Zahlungsdienste in die Marktplatzplattform, um Transaktionen zu erleichtern;
  • der Kommission während der gesamten Einführungsphase des Projekts regelmäßig (mindestens einmal im Monat) Bericht zu erstatten.

Für die Entwicklung des Marktplatzes sollte nach Möglichkeit Open-Source-Software verwendet werden, insbesondere um Transparenz, Herstellerunabhängigkeit und Neutralität beim Angebot von Dienstleistungen auf der Plattform zu demonstrieren.

Zur Förderung gemeinsamer Bausteine wird das im Rahmen dieser Aktion unterstützte Projekt mit den vom Unterstützungszentrum für Datenräume unterstützten Projekten in den Bereichen Datenräume, Pool-Datenbereitstellung, Nachfrage nach der Cloud, Förderung des wettbewerbsfähigen und nahtlosen Zugangs zu und der Nutzung von Cloud-Infrastrukturen und -Diensten zusammenarbeiten.

Erwartetes Ergebnis:

  • Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und Innovation der europäischen Wirtschaft und der gemeinsamen Datenräume im grünen digitalen Zeitalter.
  • Verbesserung der Verfügbarkeit hochgradig vertrauenswürdiger, kuratierter Cloud- und Edge-Dienste, die den Interessen wichtiger Sektoren dienen, die mit sensiblen Daten umgehen, wie z. B. dem öffentlichen Sektor.
  • Steigerung der Akzeptanz von Cloud-to-Edge-Diensten bei öffentlichen Einrichtungen und privaten Sektoren, die bei der Cloud-Einführung hinterherhinken, wie z. B. der europäische Gesundheitssektor.
Themen Clustering, Entwicklungszusammenarbeit, wirtschaftliche Zusammenarbeit, Digitalisierung, IKT, Telekommunikation, Forschung & Innovation, Technologietransfer & -austausch, Justiz, Sicherheit, Kapazitätenaufbau, Kooperationsnetzwerke, Institutionelle Kooperation
Fördergebiet EU Mitgliedstaaten
Überseeische Länder und Hoheitsgebiete (ÜLG)
Herkunftsgebiet Antragsteller EU Mitgliedstaaten
Überseeische Länder und Hoheitsgebiete (ÜLG)
Förderfähige Antragsteller Forschungseinrichtung, Kleine und mittlere Unternehmen, KMU (10 bis 249 Beschäftigte), Kleinstunternehmen (unter 10 Beschäftigte), Sonstiges, Unternehmen (mehr als 250 Beschäftigte bzw. undefiniert), Öffentliche Einrichtung, Universität/(Fach)Hochschule, Interessensvertretung / Berufsverband / Gewerkschaft
Antragsteller Details Um förderfähig zu sein, müssen die Antragsteller (Begünstigte und angeschlossene Einrichtungen):
  • juristische Personen sein (öffentliche oder private Einrichtungen)
  • in einem der förderfähigen Länder ansässig sein, d.h.:
    • EU-Mitgliedstaaten (einschließlich überseeischer Länder und Gebiete (ÜLG))

  • Natürliche Personen sind NICHT förderfähig (mit Ausnahme von Selbstständigen, d.h. Einzelunternehmern, bei denen das Unternehmen keine von der natürlichen Person getrennte Rechtspersönlichkeit besitzt).
  • Internationale Organisationen sind NICHT förderfähig, es sei denn, es handelt sich um internationale Organisationen von europäischem Interesse im Sinne von Artikel 2 der Verordnung "Digitales Europa" (d. h. internationale Organisationen, deren Mitglieder mehrheitlich Mitgliedstaaten sind oder deren Hauptsitz sich in einem Mitgliedstaat befindet).
  • EU-Einrichtungen (mit Ausnahme der Gemeinsamen Forschungsstelle der Europäischen Kommission) können NICHT Teil des Konsortiums sein.
Projektpartner Details Die Vorschläge müssen eingereicht werden von:
  • einem Konsortium von mindestens 3 Antragstellern (Begünstigte; nicht verbundene Einrichtungen), das die folgenden Bedingungen erfüllt:
    • mindestens 3 unabhängige Einrichtungen aus 3 verschiedenen förderfähigen Ländern
Zielgruppen sind europäische Cloud-Anbieter, öffentliche Einrichtungen, KMU, Telekommunikationsunternehmen, IoT- und Edge-Anbieter, Softwareunternehmen, professionelle IT-Dienstleistungsunternehmen, Sicherheitsunternehmen, grüne Dienstleistungsunternehmen sowie Anbieter und Nutzer von gemeinsamen Datenräumen.
Art der Finanzierung Finanzhilfen

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