Call: Strategische integrierte Projekte - Klimamaßnahmen

Programm
Akronym LIFE-CLIMA
Beschreibung zu Programm
"LIFE - Teilprogramm "Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel""

Die spezifischen Ziele des Teilprogramms "Climate Change Mitigation and Adaptation" sind:

  • Entwicklung, Demonstration und Förderung innovativer Techniken, Methoden und Ansätze zur Erreichung der Ziele der Rechtsvorschriften und der Politik der Union im Bereich des Klimaschutzes sowie Beitrag zur Wissensbasis und zur Anwendung bewährter Verfahren;
  • die Entwicklung, Umsetzung, Überwachung und Durchsetzung der einschlägigen Rechtsvorschriften und der Politik der Union im Bereich des Klimaschutzes zu unterstützen, auch durch die Verbesserung der Governance auf allen Ebenen, insbesondere durch den Ausbau der Kapazitäten öffentlicher und privater Akteure und die Einbeziehung der Zivilgesellschaft;
  • Katalysierung der groß angelegten Einführung erfolgreicher technischer und politischer Lösungen für die Umsetzung der einschlägigen Rechtsvorschriften und der Politik der Union im Bereich des Klimaschutzes durch die Wiederholung von Ergebnissen, die Einbeziehung damit verbundener Ziele in andere Politikbereiche und in die Praktiken des öffentlichen und privaten Sektors, die Mobilisierung von Investitionen und die Verbesserung des Zugangs zu Finanzmitteln.

Das LIFE-Programm wird zur Transformation der Union in eine klimaneutrale und resiliente Gesellschaft beitragen, indem es die Umsetzung der EU-Klimapolitik als Teil des europäischen Green Deals unterstützt und die EU auf die klimatischen Herausforderungen der kommenden Jahre und Jahrzehnte vorbereitet.

Die Handlungsfelder werden folgende sein:

  • Minderung des Klimawandels
    • Verringerung der Treibhausgasemissionen, einschließlich fluorierter Treibhausgase und ozonabbauender Stoffe, im Einklang mit dem EU-Ziel der Klimaneutralität und der Verbesserung der Energieeffizienz, einschließlich der Schaffung politischer und marktbezogener Rahmenbedingungen für die Entwicklung und den Einsatz kohlenstoffarmer oder energieeffizienter Produkte und Dienstleistungen sowie durch Förderung der Umstellung des Verkehrssektors.
    • Verbesserung der Funktionsweise des Emissionshandelssystems.
    • Unterstützung von nachhaltigen Land-, Wald-, Boden-, Meeres- und Ozeanbewirtschaftungspraktiken, die Emissionen reduzieren oder CO2 aus der Atmosphäre entfernen.
    • Entwicklung und Förderung von Lösungen zur Entfernung/Sequestrierung von CO2 aus der Atmosphäre. Kohlenstoffabscheidung und -entfernung können naturbasiert und mit Restaurierungsprojekten gekoppelt sein oder auf der Speicherung in speziellen Langzeitmedien oder der Verwendung langlebiger Produkte beruhen.
  • Anpassung an den Klimawandel
    • Unterstützung der anpassungsbezogenen Politikentwicklung und Verbesserung der Anpassungsstrategien und -pläne auf allen Ebenen und in allen Sektoren im Einklang mit der neuen EU-Strategie zur Anpassung an den Klimawandel;
    • Verbesserung, Förderung und Ausweitung des Einsatzes modernster Instrumente und Lösungen für Anpassungsmodellierung, Risikobewertung, Management und Entscheidungsunterstützung, Anpassungsmonitoring, -berichterstattung und -bewertung sowie Ex-ante-Projektbewertungsinstrumente, um Co-Benefits und positive Auswirkungen von Anpassungs- und Vermeidungsprojekten auf die Wirtschaft besser zu ermitteln;
    • Unterstützung der Einführung tragfähiger naturbasierter Lösungen beim Management von Land-, Küsten- und Meeresgebieten, u.a. durch Bewertungen, Beratung, Kapazitätsaufbau und geeignete finanzielle Ansätze und Produkte;
    • Ansätze und Lösungen für die Anpassung von Städten und Regionen an den Klimawandel, insbesondere zur Unterstützung des EU- und globalen Konvents der Bürgermeister und des europäischen Klimapakts;
    • Ansätze und Lösungen zur Gewährleistung einer stabilen und sicheren Versorgung mit hochwertigem Süßwasser, zur Vermeidung von Dürren, zur Verringerung des Wasserverbrauchs, zum Schutz und zur Wiederherstellung von Feuchtgebieten und zur Vermeidung von Überschwemmungen;
    • Lösungen zur Klimasicherung und Erhöhung der Widerstandsfähigkeit von Infrastruktur und Gebäuden, u.a. durch den Einsatz von blau-grüner Infrastruktur und durch die Zusammenarbeit mit Standardisierungsorganisationen;
    • Unterstützung der Vorbereitung auf extreme Wetterereignisse, vor allem auf lokaler Ebene und in den Regionen in äußerster Randlage;
    • Förderung von Finanzinstrumenten und innovativen Lösungen für den Umgang mit klimabedingten Risiken sowie öffentlich-private Zusammenarbeit zur Verringerung des Anteils nicht versicherter klimabedingter wirtschaftlicher Verluste, u.a. durch Verbesserung der Erfassung und des Zugangs zu Daten über klimabedingte wirtschaftliche Verluste.
  • Klimawandel-Governance und -Information, was Maßnahmen einschließt, die zur Minderung des Klimawandels oder zur Anpassung an den Klimawandel beitragen:
    • Schaffung von Anreizen für Verhaltensänderungen und Praktiken sowie Verbesserung der Kenntnisse und des Bewusstseins der Bürger, insbesondere durch die Unterstützung der Umsetzung des Europäischen Klimapakts und die Einbeziehung von Maßnahmen zur Emissionsminderung und Ressourceneffizienz in den relevanten Sektoren;
    • Entwicklung und Umsetzung von Klima- und Energiestrategien oder Strategien für die Mitte des Jahrhunderts auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene;
    • Verbesserung der Treibhausgasüberwachung, -bilanzierung und -berichterstattung und Beitrag zur Überwachung, Bewertung und Ex-post-Evaluierung der Politik;
    • Informationen über bewährte Praktiken und Bewusstseinsbildung zum Klimaschutz und zur Anpassung an den Klimawandel, einschließlich der Klimasicherung von Infrastrukturinvestitionen und -politiken;
    • Entwicklung von Klimadienstleistungen und Förderung der Klimawissenschaft;
    • Entwicklung und Förderung von nachhaltigen Finanzinstrumenten und Unterstützung der Klimadiplomatie;

Das Teilprogramm Klimaschutz und Anpassung kann Aktivitäten in Bezug auf Energieeffizienz und erneuerbare Energien abdecken, soweit diese nicht durch das im selben Jahr ausgeschriebene Teilprogramm Clean Energy Transition abgedeckt sind.

Call
Strategische integrierte Projekte - Klimamaßnahmen
Beschreibung zu Call
"Strategische integrierte Projekte - Klimamaßnahmen"

Zielsetzung:

  • Nationale Energie- und Klimapläne (NECP, Verordnung über die Governance der Energieunion und des Klimaschutzes (EU)2018/1999).
  • Nationale Energieeffizienz-Aktionspläne (NEEAP).
  • Nationale oder regionale Anpassungsstrategien oder Aktionspläne.
  • Städtische oder gemeindebasierte Aktionspläne, die den Übergang zu einer kohlenstoffarmen und/oder klimaresistenten Gesellschaft vorantreiben.
  • Nationale, regionale oder branchen-/sektorspezifische Strategien zur Minderung von Treibhausgasen oder Fahrpläne für eine kohlenstoffarme Wirtschaft, die zur Klimaneutralität beitragen.

Umfang:

Die SIPs sollten auf die vollständige Umsetzung der unter "Zielsetzung" aufgeführten Strategien und Pläne abzielen. Dies bedeutet möglicherweise nicht, dass der SIP alle in der Strategie/dem Plan vorgesehenen Maßnahmen abdeckt oder dass die Strategie/der Plan während der Laufzeit des SIP vollständig umgesetzt wird. Der SIP muss jedoch strategische Maßnahmen enthalten, die einen Prozess in Gang setzen und zusätzliche Verpflichtungen und Finanzmittel mobilisieren, die zu gegebener Zeit zur vollständigen Umsetzung des Plans oder der Strategie führen werden.

Die SIPs fördern die Koordinierung mit und die Mobilisierung von anderen einschlägigen Finanzierungsquellen der Union, der Mitgliedstaaten oder des Privatsektors für die Durchführung der ergänzenden Maßnahmen oder Aktionen außerhalb des SIP im Rahmen des gezielten Plans oder der Strategie, wobei EU-Mittel bevorzugt werden. Innerhalb des SIP selbst darf die Kofinanzierung jedoch nicht aus anderen EU-Finanzierungsquellen stammen.

An den SIPs sind die wichtigsten Akteure, die für die Umsetzung des gezielten Plans oder der Strategie erforderlich sind, aktiv zu beteiligen. Sie sollten sowohl an der Gestaltung als auch an der Umsetzung des jeweiligen Projekts beteiligt werden. Diese Einbeziehung soll dadurch erreicht werden, dass sie - soweit möglich und sinnvoll - als assoziierte Begünstigte des SIP einbezogen werden oder dass sie aktiv an der Umsetzung des SIP selbst und/oder der ergänzenden Maßnahmen teilnehmen.

SIPs sollten den Aufbau strategischer Kapazitäten bei den zuständigen Behörden und Akteuren erleichtern und bewirken, um eine langfristige Nachhaltigkeit der Projektergebnisse und -maßnahmen zu gewährleisten und sicherzustellen, dass sie in der Lage sind, während oder nach dem Ende des SIP als Mitgestalter des angestrebten Plans oder der Strategie zu fungieren.

Die Komplexität des SIP erfordert einen anpassungsfähigen Ansatz bei der Gestaltung des Durchführungsmechanismus. Aus diesem Grund werden die SIPs auf der Grundlage eines revolvierenden Programmierungsmechanismus durchgeführt, der in Phasen unterteilt ist (d.h. Phase 1, Phase 2 usw.). Jede Phase sollte in der Regel mindestens 3 Jahre dauern, um den Verwaltungsaufwand zu verringern, obwohl die Dauer in begründeten Fällen auch kürzer sein kann.

Erwartete Auswirkungen:

  • Bis zum Ende des Projekts: zumindest substanzieller Beitrag zur Umsetzung des angestrebten Plans/der Strategie/des Aktionsplans und Schaffung von Mechanismen, die die vollständige Umsetzung des Plans/der Strategie/des Aktionsplans gewährleisten.
  • Nach dem Projekt (3-5 Jahre danach): Katalysator für die vollständige Umsetzung des/der angestrebten Plans/Strategie/Aktionsplan(e).
Themen Katastrophenschutz, Resilienz, Risikomanagement, Clustering, Entwicklungszusammenarbeit, wirtschaftliche Zusammenarbeit, Grüne Technologien & Green Deal, Klima, Klimawandel, Umwelt & Biodiversität, Energieeffizienz & Erneuerbare Engerie
Fördergebiet EU Mitgliedstaaten
Überseeische Länder und Hoheitsgebiete (ÜLG)
Albanien
Island
Israel
Türkei
Ukraine
Herkunftsgebiet Antragsteller EU Mitgliedstaaten
Überseeische Länder und Hoheitsgebiete (ÜLG)
Albanien
Island
Israel
Türkei
Ukraine
Förderfähige Antragsteller Bundesland / Region / Stadt / Gemeinde / Gebietskörperschaft, Forschungseinrichtung, Interessensvertretung / Berufsverband / Gewerkschaft, Internationale Organisation, Kleine und mittlere Unternehmen, KMU (10 bis 249 Beschäftigte), Aus- und Weiterbildungseinrichtung, Kleinstunternehmen (unter 10 Beschäftigte), NGO / NPO, Öffentliche Einrichtung, Sonstiges, Staatsregierung, Start-Up Unternehmen, Universität/(Fach)Hochschule, Unternehmen (mehr als 250 Beschäftigte bzw. undefiniert), Verein
Antragsteller Details

Um förderfähig zu sein, müssen die Antragsteller (Begünstigte und verbundene Unternehmen):

  • juristische Personen sein (öffentliche oder private Einrichtungen)
  • ihren Sitz in einem der förderfähigen Länder haben, d.h.:
    • EU-Mitgliedstaaten (einschließlich überseeischer Länder und Gebiete (ÜLG))
    • Nicht-EU-Länder:
      • gelistete EWR-Länder und mit dem LIFE-Programm assoziierte Länder (teilnehmende Länder) oder Länder, die sich in laufenden Verhandlungen über ein Assoziierungsabkommen befinden und bei denen das Abkommen vor der Unterzeichnung der Finanzhilfe in Kraft tritt
  • Der Koordinator muss seinen Sitz in einem förderfähigen Land haben.
Art der Finanzierung Finanzhilfen

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